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Stromrechnung/vertrag

Foto: hasan-hagi

Alle Informationen zu Ihrer Stromrechnung und dem Liefervertrag

Die Stromrechnung und der Strom-Lieferverträge beinhalten die unterschiedlichsten Kostenkomponenten. Nachfolgend finden Sie eine Erklärung zu den wichtigsten Bestandteilen. Weiteres klären wir Sie über Kündigungsfristen auf und wie Sie auf Preiserhöhungen Ihres Versorgers reagieren können.

  • Wie setzt sich der Strompreis zusammen?
  • Wie ist eine Stromrechnung zu verstehen?
  • Wie berechnet sich der Jahresverbrauch?
  • Was müssen Sie bei einem Umzug beachten?

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Neben dem reinen Großhandelspreis für Strom bestimmen den effektiven Strompreis des Haushaltskunden eine Reihe von Faktoren. Den Großteil machen Steuern und Umlagen aus. Denn während konventionelle Energien wie Kohle und Atomkraft über Steuern subventioniert wurden und werden, gibt es bei den Erneuerbaren Energien ein sog. Umlagesystem, sprich die Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energie im Zusammenhang mit der Energiewende werden durch die EEG-Umlage finanziert. Diese wird im Jahr 2018 mit 6,792 ct/kWh fast doppelt so hoch sein wie der reine Strompreis von ca. 3,6 ct/kWh. Zusätzlich gibt es Stromsteuer, Netznutzungsentgelte, etc.

1. Was ist der Arbeitspreis?

Der Arbeitspreis beschreibt den rein verbrauchsabhängigen Preis und wird in ct/kWh angegeben. Dieser beträgt in der Regel 25-30 ct/kWh. Ein Haushalt, der 3000 kWh verbraucht, zahlt für den reinen Verbrauch 750-900 €. Der Arbeitspreis beinhaltet alle Steuern und Umlagen und auch den Großhandelspreis für Strom.

2. Was ist der Grundpreis?

Neben dem Arbeitspreis haben die meisten Tarife auch einen monatlichen Grundpreis. Dies erklärt sich durch die Fixkosten, die die Versorger für die Belieferung eines Kunden haben. Hierzu zählen zum Beispiel die Kosten für den Messstellenbetrieb, das Messwesen und natürlich auch für Personal und IT. Dieser beträgt in der Regel zwischen 5 und 20 € pro Monat

3. Was ist der Sofortkundenbonus?

Der Sofortkundenbonus wird einem Neukunden als finanzieller Anreiz für den Wechsel eines Energievertrags gezahlt. Die Auszahlung erfolgt in der Regel 60 Tagen nach Vertragsstart. Der Sofortbonus stellt eine einmalige Bonuszahlung dar und erfolgt nur im ersten Vertragsjahr. Teilweise wird er auch in Form von Gratisenergie oder Reduktion des Arbeitspreises im ersten Vertragsjahr ausgezahlt.

4. Was ist der Neukundenbonus?

Der Neukundenbonus wird einem Neukunden genau wie der Sofortkundenbonus als finanzieller Anreiz für den Wechsel eines Energievertrags gezahlt. Die Auszahlung erfolgt in der Regel nach Beendigung des Lieferjahres mit der Jahresabschlussrechnung. Die Auszahlung erfolgt bei fast allen Versorgern auch dann, wenn der Vertrag schon gekündigt wurde, aber die Belieferung mindestens ein Jahr erfolgt ist.

5. Wofür zahlt man die EEG-Umlage?

Die Vielzahl aller Stromverbraucher zahlt die Abgabe nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (auch EEG-Umlage genannt) pro Kilowattstunde (kWh) Strom. Für 2018 beträgt Sie nach Angaben der Bundesnetzagentur 6,79 Cent pro kWh. Mithilfe der EEG-Umlage soll die Energiewende finanziert werden. Dabei schütten die Netzbetreiber die erhaltenen Gelder der Umlage an Betreiber von Windrädern, Photovoltaik- und Biogasanlagen aus, damit sich die Erzeugung grüner Energie lohnt. Bezahlt wird die EEG-Umlage über die Stromrechnung der Endverbraucher, wo Sie auch als Preisbestandteil ausgewiesen wird..

6. Wofür zahlt man die Netznutzungsentgelte?

Die Netznutzungsentgelte sind als eine Gebühr zu verstehen, die jeder Versorger für die Nutzung des Versorgungsnetzes an den zuständigen lokalen Netzbetreiber entrichten muss. Bei den Verteilnetzbetreibern handelt es sich in der Regel um eine Tochterfirma des Grundversorgers, welche für die Instandhaltung des lokalen Netzes verantwortlich ist. Die Höhe der Netznutzungsentgelte ist stark von der Region abhängig und setzt sich in der Regel aus einer fixen Gebühr (Grundpreis) und einer verbrauchsabhängigen Preisekomponente (Arbeitspreis) zusammen. Für Berlin betragen die Netznutzungsentgelte im Jahr 2018 nach Angaben von Stromnetz Berlin 39,70 als Grundpreis und 5,58 ct/kWh als Arbeitspreis.

7. Wofür zahlt man die Offshore-Umlage?

Die Stromerzeugung auf hoher See durch Offshore-Windkraftwerke stellt einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende und zur Deckung des künftigen Energiebedarfs in Deutschland durch erneuerbare Energien dar. Damit der Netzbetreiber nicht alleine die Kosten für den verspäteten Anschluss von Offshore Windparks an das Übertragungsnetz an Land oder für langandauernde Netzunterbrechungen tragen muss, finden sich die Kosten als fester Bestandteil in der Stromrechnung wieder.

8. Wofür zahlt man die Konzessionsabgabe?

Unter der Konzessionsabgabe versteht man Entgelte, die die Energieversorgungsunternehmen an Städte und Gemeinden abgeben müssen, um öffentliche Verkehrswege für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen zu nutzen. Man kann sich diese Kosten als eine Art Wegzoll vorstellen; diese betreffen sowohl Strom-, als auch Gasleitungen.

9. Wofür zahlt man die Stromsteuer?

Die Stromsteuer wurde im Jahr 1999 im Zuge des "Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform" eingeführt ("Ökosteuer"). Sie ist eine indirekte Verbrauchssteuer, die zum einen beim Stromversorger anfällt, wenn Strom von einem Endverbraucher aus dem Versorgungsnetz entnommen wird und zum anderen bei Eigenerzeugern, die Strom zum Selbstverbrauch entnehmen. Versorger reichen die Stromsteuer im Strompreis an die Letztverbraucher weiter. Die Stromsteuer beträgt seit 2003 2,05 ct pro kWh.

Wie ist eine Stromrechnung zu verstehen?

Die Stromrechnung spiegelt die Kosten für die verbrauchte Energie der angemeldeten Lieferstelle periodisch wider. Häufig werden nur einmalig Jahresabschlussrechnungen per Post oder E-Mail an die Kunden versendet. In diesen Rechnungen wird herausgestellt, wie hoch der Verbrauch in der letzten Abrechnungsperiode (meist auf ein ganzes Jahr betrachtet) war. Dazu vergleichen die Versorger den Zählerstand am Anfang der Betrachtungsintervalls mit dem Stand vom Ende des Zeitraums der Abrechnung. Die gesamten Stromkosten errechnen sich aus mehreren Komponenten.
Zum einen gibt es den sogenannten Arbeitspreis. Dieser stellt ganz einfach die Kosten pro Kilowattstunde (kWh) dar und ist mit den verbrauchten kWh der betrachteten Periode zu multiplizieren. Zum Arbeitspreis hinzu kommt der Grundpreis. Der Grundpreis ist ein monatlicher Fixbetrag der unabhängig vom Verbrauch fällig wird. Die dritte Komponente der Gesamtkosten wird sind Extrakosten, die die Versorger in Teilen an die jeweiligen Netzbetreiber entrichten müssen und die in Arbeits- und Grundpreis einfließen. Zu diesen Extrakosten zählen Netzzugang, Messung, Messstellenbetrieb und Konzessionsabgabe. Auf die Nettosumme aller Kosten wird standardmäßig die Mehrwertsteuer in Höhe von 19% erhoben. Neben den reinen Kostenbestandteilen bieten Versorger immer öfter Boni für den Wechsel. Auch solche werden in der Abrechnung ausgewiesen. Beispiele von Boni sind: Sofortkundenbonus, Neukundenbonus, oder aber auch Gratisenergie.

Wie kann man seinen Jahresverbrauch berechnen?

Ist mein persönlicher Verbrauch hoch?

Den Jahresverbrauch findet man auf der Abschlussrechnung aus dem Vorjahr. Sollte man solch eine Rechnung nicht zur Hand haben, kann man den Verbrauch über unsere Seite auch einfach schätzen lassen. Hierzu benötigt man nur die Information, wie viele Personen im jeweiligen Haushalt wohnen.
Für alle diejenigen, die Ihren Verbrauch auf eigene Faust schätzen möchten, lässt sich folgende Rechnung anwenden: Wohnungsgröße + Personenanzahl + Elektrische Großgeräte = Geschätzter Jahresverbrauch. Hierbei ist zu beachten, dass pro Quadratmeter Wohnfläche mit 9 kWh, pro zusätzliche Person im Haushalt mit 550 kWh und für jedes elektrische Großgerät (Kühlschrank, Elektroherd, Waschmaschine, Fernseher, etc.) mit 200 kWh gerechnet werden sollte.
Großgeräte die recht neu angeschafft wurden, zeichnen sich heute in der Regel immer durch sehr gute Energieeffizienzklassen aus. Besonderes Augenmerk sollte auf die Energieeffizienz von Kühlschrank und Tiefkühltruhe gelegt werden, da diese beiden Geräte immer in Betrieb sind und daher den meisten Verbrauch verursachen.

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Was muss ich bei einem Umzug beachten?

Bei einem Umzug sollte man zu allererst an die Kündigung der ‚alten‘ Lieferstelle beim aktuellen Versorger denken. Spätestens vier Wochen bevor der Mietvertrag endet, ist es an der Zeit, dem Versorger mitzuteilen, dass man aufgrund des Auszuges von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen möchte.
Im nächsten Schritt sollte man sich für die neue Lieferstelle einen neuen Versorger suchen, damit man gar nicht erst Gefahr läuft, in die Grundversorgung zu rutschen. Zwar ist die Anmeldung bei einem anderen Versorger auch noch bis zu 6 Wochen nach dem Einzug rückwirkend möglich, jedoch ist eher davon abzuraten, es wirklich bis zuletzt aufzuschieben, da die Grundversorgung häufig zu den teuersten Tarifen zählt. Das heißt, sobald man seine neue Zählernummer kennt und für sich einen geschätzten Verbrauch festgelegt hat, kann man den Vertragswechsel in Auftrag geben.

Was ist bei Preiserhöhungen zu beachten?

Preiserhöhungen sind auf der einen Seite natürlich schlecht für den Verbraucher, stellen aber auf der anderen Seite kein großes Problem dar, denn wer von einer Erhöhung der Preise betroffen ist, hat das Recht auf Sonderkündigung bei seinem aktuellen Versorger. Dieses Recht ist gesetzlich festgeschrieben und hilft dabei, den Verbraucher vor unerwartet steigenden Kosten zu schützen.
Betroffene sollten im Fall der Fälle schnellstmöglich bei Ihrem jeweiligen Anbieter zum Tag der Preiserhöhung kündigen (handschriftlich unterschrieben per Post). Sobald Sie die Kündigungsbestätigung erhalten haben, können Sie den Wechselwunsch bei einem neuen Versorger vorbringen.

Wie übt man sein (außerordentliches) Kündigungsrecht aus?

Voraussetzung um einen Energievertrag außerordentlich kündigen zu können, ist entweder eine Preiserhöhung vom Versorger oder ein Umzug des Verbrauchers.
Wenn der Versorger seine Preise anpasst und der Verbraucher dadurch höhere Kosten hätte, als vertraglich festgeschrieben wurde, dann besitzt er das Recht den Energievertrag außerordentlich zu kündigen. Dasselbe Recht steht dem Verbraucher zu, wenn er umzieht.
Formal empfiehlt es sich einen kurzen Dreizeiler unter Angabe des zutreffenden Kündigungsgrundes unterschrieben an den Versorger zu übersenden. Hierbei ist die korrekte Angabe von mindestens drei Bestandteilen wichtig: Name des Vertragspartners, Lieferanschrift und Zählernummer. Zusätzlich empfiehlt es sich die Kundennummer des jeweiligen V ersorgers anzugeben.
Für unsere Kunden stellen wir gerne eine Vorlage zur außerordentlichen Kündigung zur Verfügung.

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Was sind die Kündigungsfristen?

Kündigungsfristen unterscheiden sich von Versorger zu Versorger recht stark. Bei ein paar wenigen Anbietern kann man seinen Vertrag monatlich kündigen, bei anderen wiederum muss man dies spätestens drei Monate vor Vertragsende erledigt haben. Gerade wenn man weiß, dass eine Kündigung recht „zeitkritisch“ ist, sollte man sich auch so lange mit dem aktuellen Versorger in Verbindung setzen bis dieser die Kündigung bestätigt hat, da es hin und wieder vorkommen kann, dass manche Anbieter mit kleinen Tricks oder Verzögerungstaktiken arbeiten, um bewusst die Kündigungsfristen ihrer Kunden verstreichen zu lassen. Seine persönliche Kündigungsfrist findet man in der Vertragsbestätigung oder den AGBs vom Versorger, im jeweiligen Online-Kundenportal oder auf Nachfrage beim Anbieter selbst (per E-Mail oder Anruf).

Warum arbeiten viele Stromanbieter mit 11 Abschlagszahlungen?

Häufig rechnen die Versorger von Strom- und Gasenergie heute mit 11 Abschlagszahlungen anstelle von 12 Monatszahlungen. Der geschätzte Gesamtjahrespreis wird demnach gleichmäßig auf die ersten 11 Monate des Belieferungsjahres verteilt. Im 12. Monat erwartet die Kunden dann die Jahresendabrechnung anstatt der regelmäßigen Monatsrechnung. Bei jener kommt es darauf an, wie viel der Kunde über das gesamte Jahr tatsächlich verbraucht hat. Folglich wird der geschätzte Verbrauch mit den realen Verbrauchswerten verglichen. Hat ein Kunde weniger verbraucht, so erhält er eine Rückzahlung beziehungsweise eine Gutschrift vom Versorger. Hat er mehr verbraucht, muss er eine entsprechende Nachzahlung an den Anbieter leisten.

Was passiert, wenn mein Stromanbieter pleite geht?

Kein Grund zur Panik: Selbst für den Fall, dass Ihr Anbieter Pleite geht, müssen Sie sich keine Sorgen machen auf einmal im Dunkeln zu sitzen. Meldet ein Versorger Insolvenz an, übernehmen die jeweiligen Grundversorger automatisch die Belieferung aller betroffenen Kunden. Diesen reibungslosen Übergang ermöglicht die Trennung von Netz und Versorger, denn nicht die Stromanbieter tragen dafür Sorge, dass der Strom bei Ihnen ankommt, sondern die Netzbetreiber. Geht ein Versorger also bankrott, schalten die Netze automatisch auf die Versorgung vom Grundversorger um – ohne einen zusätzlich Aufwand Ihrerseits.

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