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Gas

Gasverbrauch im Einfamilienhaus

Einfach berechnen & Kosten sparen

25. Juli 2018

von Dennis Tiedge

Gasverbrauch im Einfamilienhaus

Den Gasverbrauch des eigenen Haushalts zu kennen, ist eine wichtige Grundlage zur Senkung der Nebenkosten – insbesondere in Zeiten steigender Gaspreise. Auch für einen durchdachten Wechsel des Gasanbieters ist das Kennen des eigenen Verbrauchs hilfreich. Im Folgenden erfahren Sie, welche Faktoren auf den Gasverbrauchswert in einem Einfamilienhaus Einfluss nehmen und wie die Verbrauchskosten in Ihrem Haushalt konkret entstehen.

 

Einfluss der Hausbauweise auf Ihren Energieverbrauch

Neben Ihrem persönlichen Verbrauchsverhalten beim Heizen und Kochen spielen Art und Alter Ihrer Immobilie eine wichtige Rolle beim Verbrauch. Für viele Bauherren lohnt es sich, in die Modernisierung des Hauses zu investieren, um so langfristig für niedrigere Energiekosten zu sorgen. Die moderne Heiztechnik bietet vielfältige Möglichkeiten, Gas und andere Energieträger effizient zu nutzen. Üblicherweise ist zwischen folgenden Bauweisen mit ihrem jeweiligen Energiestandard zu unterscheiden:

1. Altbau

Häuser dieser Art sind meist einige Jahrzehnte alt und nicht mit den modernen Baustandards zu vergleichen. Fehlende Isolation der Wände sowie Schäden in Dach- und Mauerwerk halten den Gasverbrauch beim Heizen vergleichsweise hoch. Bei einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern als Bezugsgröße muss bei Altbauhäusern mit einem Verbrauch bis zu 20.000 kWh gerechnet werden.

2. Neubau

Häuser dieser Art verfügen über eine bessere Isolation und weisen aufgrund des jungen Baujahres wenige Schäden auf. Allerdings wurden hier noch keine energieeffizienten Maßnahmen durchgeführt – was nachträglich allerdings möglich ist. Bei Häusern dieser Art darf von einem Verbrauch zwischen 10.000 und 12.000 kWh als Richtwert ausgegangen werden.

3. KfW-Effizienzhaus

Häuser dieser Art sind nach modernen Baustandards konzipiert bzw. wurden durch Förderkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in ihrer Sanierung finanziell gefördert. Durch eine moderne und hochwertige Isolation sinkt der Energieverbrauch für Gas beim Heizen erheblich, ein Richtwert sind 6.000 kWh pro Jahr.

4. Niedrigenergiehaus

Einen offiziellen Standard für das Niedrigenergiegebäude gibt es in Deutschland nicht. Im Regelfall werden hiermit Neubauten oder sanierte Altbauten gemeint, die nach den strengen Vorgaben der Energiesparverordnung umgesetzt wurden. Abhängig von Art und Umfang der Umsetzung lassen sich die Energiekosten in diesen Häusern auf 2.000 bis 4.000 kWh jährlich absenken.

5. Passivhaus

In Passivhäusern wird durch die erstklassige Wärmedämmung keine klassische Heiztechnik mehr benötigt. Gas kann als Energieträger weiterhin eine Rolle spielen, beispielsweise wenn mit diesem gekocht wird. Die noch verbleibenden Energiekosten hängen wesentlich vom eigenen Verbrauchshalten ab, liegen jedoch selten über 1.000 bis 1.500 kWh pro Jahr.

 

Welche Faktoren beeinflussen den Gasverbrauchswert im Einfamilienhaus?

An der Bauweise des Hauses können Mieter oder Hausbesitzer wenig ändern, am eigenen Verbrauchsverhalten schon. Auch dieses nimmt Einfluss auf die Energiekosten pro Jahr und sorgt oft für große individuelle Abweichungen gegenüber den genannten, von der Bauweise abhängigen Standardwerten. Zu den wichtigsten Faktoren, die in diese Energiekalkulation einfließen, gehören:

 

Einfamilienhaus mit Solaranlage: Wie verändert sich der Verbrauch? 

Einen wesentlichen Einfluss auf Ihre Verbrauchswerte nimmt die Installation einer Photovoltaikanlage. Nach der Stromgewinnung über das Solarmodul gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie diese Energie genutzt wird. Beispielsweise kann ein Wärmetausch erfolgen, so dass zum Heizen nicht alleine Gas verwendet wird. Auch das Aufheizen von Warmwasser mit Solarstrom anstelle von Gas hilft dabei, die Kosten für den Verbrauch von Gas zu senken. Hier ist wichtig, verschiedene Varianten der Wassererwärmung individuell durchzurechnen.

 

Welche Kosten entstehen genau durch den Gasverbrauch? 

Für die Berechnung der konkreten Kosten und müssen Sie lediglich den Verbrauchswert in Kilowattstunden kennen und mit dem Centpreis Ihres Gasanbieters multiplizieren. Als Eigentümer eines Hauses mit Passivbauweise rechnen Sie beispielsweise mit einem Verbrauchswert von 1.500 kWh, den Sie mit Ihrem Tarifpreis malnehmen. Liegt dieser beispielsweise bei sechs Cent pro Kilowattstunde, zahlen Sie pro Jahr 9.000 Cent bzw. 90 Euro.

Wenn Sie anstelle des Schätzwertes mit Ihren individuellen Wert arbeiten möchten, lesen Sie den Gasstand in Kubikmetern an Ihrem Gaszähler ab. Diesen Wert müssen Sie mit dem Brennwert und der Zustandszahl malnehmen, den Sie abhängig von Ihrer Heiztechnik und dem Zustand Ihres Hauses ermitteln können. Haben Sie so Ihre persönlichen Kilowattstunden berechnet, erfolgt die Berechnung des konkreten Verbrauchs wie oben beschrieben.

 

So können Sie Ihren Gasanbieter wechseln und Geld sparen

Sie haben Ihren Gasverbrauch berechnet und Ihr persönliches Verbrauchsverhalten bereits angepasst? Um Ihre Gaskosten weiter zu reduzieren, könnte ein Anbieterwechsel Sinn machen. Da es in Deutschland neben der teuren Grundversorgung unzählige weitere Gasanbieter gibt, kostet ein Wechsel häufig Zeit und Nerven. Um Ihnen die Suche nach dem optimalen Versorger abzunehmen, bietet Wechselpilot einen automatischen Wechselservice an. Unsere Experten finden für Sie einen günstigeren Tarif und kümmern sich im Anschluss um den reibungslosen Vertragswechsel. Die Besonderheit an unserem Service: Wir stoßen diesen Prozess jedes Jahr wieder an und wechseln Ihren Gasvertrag alle zwölf Monate. Auf diese Weise sparen Sie nicht nur einmalig Geld, sondern reduzieren Ihre Gaskosten langfristig.

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