Wechselpilot Logo Info-Magazin für Energiesparer & mehr
Gas

Wärmepumpe oder Gasheizung?

Lohnt sich eine Wärmepumpe für den Neubau?

8. Juli 2019

von Dennis Tiedge

Was ist eine Wärmepumpe?

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Bei einer Wärmepumpe handelt es sich um ein spezielles Heizsystem. Es besteht aus zwei Komponenten, wobei ein Teil sich im Inneren des Hauses befindet. Der andere ist außerhalb des Hauses aufgestellt. Zwischen den beiden zirkuliert ein Kältemittel, ähnlich wie in einem Kühlschrank. Das Außengerät besitzt einen Kompressor, der das Kältemittel verdichtet. Dadurch wird die Temperatur angehoben. Als Nächstes wird das Kältemittel ins Haus zum Kondensator transportiert. Hier wird die gewonnene Wärmeenergie als Nutzwärme abgegeben. Das Kältemittel wird wieder nach außen transportiert. Hier findet nun die eigentliche Energiegewinnung statt. Das erkaltete Kältemittel wird erwärmt. Hierfür wird die Umweltwärme der Umgebung genutzt. Mit der Kompression beginnt der Kreislauf erneut. Durch diese Technik lässt sich aus einer Kilowattstunde Strom bis zu fünf Kilowatt Heizenergie erzeugen.

Es existieren mehrere unterschiedliche Varianten von Wärmepumpenheizungen. Sie unterscheiden sich vor allem in der Art und Weise, wie die Nutzwärme erzeugt und abgegeben wird. Bei den Luftwärmepumpen wird direkt die Außenluft als Ressource für die Erzeugung der Nutzwärme genutzt.

Jede Wärmepumpe besitzt einen eigenen Stromzähler im Inneren des Hauses.

Was ist der Unterschied zur Gasheizung?

Zunächst einmal benötigt eine Wärmepumpenheizung im Gegensatz zur Gasheizung keinen Brennstoff. Sofern eine Stromquelle vorhanden ist, lässt sich eine Wärmepumpenheizung also völlig autark betreiben. Wärmepumpen sind relativ wartungsarm. Es gibt weniger Verschleißteile als bei einem Heizkessel und auch der Wartungs- und Kontrollaufwand ist geringer als bei einer Gasheizung. Ein großer Vorteil zeigt sich außerdem im Sommer. Das System kann zur Kühlung eingesetzt werden und funktioniert dann wie eine Klimaanlage. Die Wärme wird aus dem Haus abgeführt und im Außenbereich abgegeben.

Die Kosten im Vergleich

Bei der Anschaffung sind Wärmepumpensysteme relativ teuer. Ein großer Teil der Investition entfällt hierbei nicht auf die Technik, sondern entsteht durch die Installationsarbeiten. Dies sind vor allem die Erdarbeiten, die durch die Sonden, Kollektoren oder Brunnen anfallen. So sind bei der Anschaffung einer Erdwärmepumpe mit Gesamtkosten zwischen 12.000 und 20.000 Euro zu rechnen. Luftwärmepumpen sind günstiger, da hier die Tiefbauarbeiten entfallen. Diese sind teilweise ab 8.000 Euro zu haben. Eine Gasheizung mit allen Bauteilen und Arbeiten ist in der Regel für weit weniger zu haben. Für ein Einfamilienhaus werden meist zwischen 4.000 und 10.000 Euro veranschlagt.

Der zweite interessante Aspekt sind die Betriebskosten. Hier sind der Gaspreis und Strompreis interessant. Bei einem Vergleich der Betriebskosten kommt außerdem die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe ins Spiel. Diese bewertet die energetische Effizienz des Systems, also das Verhältnis zwischen der erzeugten Wärme und der dafür benötigten elektrischen Energie. Ein Einfamilienhaus, das im Jahr eine Gasrechnung von 1.500 Euro hat, kann mit einer effizienten Wärmepumpe bis zu 500 Euro jährlich sparen. Rechnet man die gesparten Wartungs- und Inspektionskosten hinzu, rentiert sich eine Wärmepumpe innerhalb von fünf bis zehn Jahren nach der Anschaffung.

Für wen lohnt sich eine Wärmepumpe?

Es gibt viele Szenarien, in denen sich der Einbau rentiert. Primär eignen sich die Systeme aufgrund ihrer Leistung und Größe für Einfamilienhäuser. Stand 2019 wird jeder vierte Neubau in Deutschland mit einer Wärmepumpenheizung geplant. Besonders effizient arbeiten die Systeme in Umgebung, wo ein niedriger Heizbedarf vorhanden ist. Bei den Neubauten sind dies vor allem die Energiesparhäuser. Doch auch bei der Sanierung von älteren Wohnhäusern kommen die Vorteile zum Tragen. In diesen Fällen wird häufig eine Hybridheizung eingebaut. In Kombination mit einem anderen Heizsystem werden dann die Heizkosten gesenkt oder für mehr Komfort gesorgt.

Welche Förderungen gibt es?

Wer in ein neues Heizsystem investiert, kann unter Umständen von Förderungen profitieren. Grundvoraussetzung, um eine Förderung in Anspruch zu nehmen, ist ein bestimmter COP-Wert der Pumpe. Der COP-Wert gibt, ähnlich wie die Jahresarbeitszahl, Auskunft über die Effizienz des Systems. Die Mindestwerte betragen für die Förderung:

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert die Anschaffung solche Systeme mit bis zu 2.800 Euro. Jedoch können auch Gasheizungen von ähnlichen Förderungen Gebrauch machen. Wer bei einer Sanierung einen Brennwertkessel einbaut, der kann bis zu 2.500 Euro Zuschuss erhalten.

Tipp: Versorger wechseln lassen!

Nach dem Einbau wird die Pumpe zum regulären Strompreis vom Grundversorger beliefert. In der Regel erhält die Pumpe einen eigenen Stromzähler für eine separate Abrechnung. Wie vom normalen Stromvertrag gewöhnt, ist hier ein Anbieterwechsel möglich. Verbraucher haben die freie Wahl unter allen vor Ort verfügbaren Stromanbietern. Damit nicht genug bieten einige Versorger spezielle Wärmepumpen-Stromtarife an. Hierbei profitieren Verbraucher von günstigeren kWh-Preisen und senken somit die Heizkosten weiter.

Wechselpilot übernimmt den Wechsel für Sie und wählt jedes Jahr automatisch den besten Wärmepumpenstromtarif aus. Dadurch profitieren Sie ohne Aufwand von jährlichen Bonuszahlungen und dauerhaft günstigen Preisen.

Versorger jetzt wechseln!

 

Bitte loggen Sie sich ein!

Bitte geben Sie ihre hinterlegten Daten ein.
Noch kein Kunde? Jetzt kostenlos registrieren.

Passwort vergessen?

Passwort vergessen?

Bitte tragen Sie Ihre E-Mail Adresse ein, mit der Sie Ihr Konto registriert haben. Wir senden Ihnen einen Link, über den Sie ein neues Passwort erstellen können.