CCBot/2.0 (https://commoncrawl.org/faq/)
Wechselpilot Logo Info-Magazin für Energiesparer & mehr
Internet

Mieten oder kaufen: Welcher Router passt zu meinem Internettarif?

23. September 2022

von Michel Vo

Für eine funktionierende Internetverbindung in den eigenen vier Wänden ist stets ein Router nötig. Doch nicht jedes beliebige Gerät ist auch mit jedem Internettarif kompatibel, und ohnehin stehen Kunden beim Abschluss eines neuen Internetvertrags oft vor der entscheidenden Frage: Soll der Router gekauft oder gemietet werden?

Wir gehen kurz auf die Vor- und Nachteile beider Alternativen ein und sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Das Tor zum Internet: Was ist ein Router eigentlich?

Internetnutzer der ersten Stunden werden sich womöglich noch an die Zeiten erinnern, als für eine Netzverbindung ein mühsames Einwählen via Modem nötig war. Verbraucher von heute haben es deutlich leichter, denn mit einem Router gelingt die Verbindung mit dem Internet fast wie von selbst.

Doch was ist der Unterschied zwischen einem Router und einem Modem? Vereinfacht ausgedrückt wandelt ein Modem analoge in digitale Signale um – in diesem Fall sind solche analogen Kommunikationsnetze etwa das Telefonnetz, wie es bei DSL vonnöten ist. So lässt sich auch die Verbindung zum Internet herstellen, allerdings lässt sich nur ein Gerät an ein Modem anschließen. Das ist heutzutage natürlich nicht mehr praktikabel.

Ein Router ist hingegen für die Weiterleitung von Netzwerkpaketen zuständig, so lässt sich ein digitales Netzwerk zwischen verschiedenen Endgeräten herstellen. Während ein Modem also die Verbindung zum Internet an sich herstellt, koppelt der Router verschiedene Geräte über LAN oder WLAN miteinander. In der Regel ist ein WLAN-Router Standard. In der Praxis müssen sich Kunden über die genauen Unterschiede zum Glück keine Gedanken machen: Mittlerweile ist es üblich, dass ein DSL-Router ein integriertes Modem enthält.

Welchen Router Sie als Kunde verwenden, dürfen Sie selbst entscheiden. Dieses Recht ist gesetzlich verankert. Das war nicht immer so, die Routerfreiheit gilt erst seit 2016. Internetanbieter können ihre Kunden mittlerweile also nicht mehr dazu verpflichten, ein bestimmtes Routermodell zu benutzen.

Mieten oder kaufen – was ist besser?

Durch die Routerfreiheit stehen Internetkunden also sämtliche Optionen offen. Doch als Verbraucher kann man im Dickicht hunderter Routermodelle auch mal schnell den Überblick verlieren. Besonders wichtig ist eine Frage, die sich viele Menschen auch bei der Wohnungssuche immer wieder stellen müssen: Mieten oder kaufen? Bei einer Miete wird der Router gegen ein monatliches Entgelt vom Provider zur Verfügung gestellt, bei einem Kauf befindet sich das Gerät vollkommen im eigenen Besitz.

Zentral ist natürlich vor allem die Preisfrage, und ähnlich wie bei Immobilien gilt auch hier: Der Kauf ist eine einmalige Investition von erklecklichem Ausmaß, während bei der Miete jeden Monat ein deutlich geringerer Betrag fällig wird. Je länger man in einer Wohnung lebt, desto mehr lohnt sich ein Kauf – das gleiche Prinzip gilt auch für einen Router. Je länger Sie einen Router nutzen, desto eher empfiehlt sich ein Kauf. Preislich müssen Sie hier mit mindestens 150 Euro rechnen. Bei einer Miete sollte man monatlich von einem mittleren einstelligen Eurobetrag ausgehen.

Doch der Preis ist nicht der einzige Faktor. Die Miete eines Routers bietet zweifelsohne größeren Komfort, denn Kunden müssen sich hier nicht selbst darum kümmern, einen passenden Router zu erwerben. Anbieter stellen den passenden Router zur Verfügung und schicken normalerweise auch gleich einen Techniker vorbei, welcher die Installation vornimmt. Alle wichtigen Einstellungen sind dann bereits korrekt konfiguriert, zudem werden sämtliche Firmware- und Sicherheitsupdates automatisch eingespielt.

Praktisch bei der Miete eines Routers ist zudem der Kundensupport, der hiermit einhergeht. Bei Fragen aller Art steht einem der Kundenservice des Anbieters zur Verfügung, und im Falle einer Störung dürfte sich der Versorger normalerweise auch um den Austausch des defekten Geräts kümmern. Nachteilig ist hingegen, dass ein Provider den Router oftmals wieder zurückfordert, sobald der Vertrag abgelaufen ist.

Das muss man nicht befürchten, wenn sich der Router im eigenen Besitz befindet – dann gehört einem das Gerät, egal ob der Vertrag ausgelaufen ist oder nicht. Da man dann auch nicht an die Vorgaben des Anbieters gebunden sind, gibt es auch deutlich mehr Möglichkeiten, um die Funktionen des Routers an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Dies ist etwa bei der Einrichtung eines Smart Homes nützlich.

Relevant ist das aber nur für kundige Kenner, während Laien damit nur wenig anfangen dürften. Abseits des Preises empfiehlt sich die Miete eines Routers also vor allem für Normalverbraucher, die von Netzwerkgeräten keine Ahnung haben und einfach nur ohne viel Aufwand im Internet surfen wollen. Im Gegensatz hierzu können digitale Profis durchaus vom Kauf eines Routers profitieren.

Achten Sie beim Erwerb aber darauf, dass der Router auch wirklich zur Verbindungsart Ihres Internets passt. Hier gibt es drei Hauptalternativen: DSL, Kabel und Glasfaser, für die es dann auch unterschiedliche Router braucht. Die eierlegende Wollmilchsau unter den Routern gibt es nämlich nicht, jedes Gerät ist nur mit einer Verbindungsart kompatibel.

Egal welchen Router Sie wünschen: Wir finden den nötigen Tarif dazu. Mit unserem Wechselservice für Internet vergleichen wir alle Tarife und finden genau den, der zu Ihnen passt. Und den regelmäßigen Wechsel übernehmen wir auch, damit Sie immer im günstigsten Tarif sind.