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Die wichtigsten Fakten zu Stromanbietern

Marktriese, Grundversorger, Stromdiscounter: So behalten Sie den Überblick 

Stromanbieter beliefern Ihre Kunden mit Strom und sorgen dafür, dass alle Steckdosen rund um die Uhr auch tatsächlich Elektrizität beziehen. Die dafür benötigte Energie können Stromversorgungsunternehmen selbst herstellen, oftmals wird sie jedoch auch schlichtweg an der Strombörse eingekauft.

Stromversorger dürfen nicht mit Netzbetreibern verwechselt werden. Diese sind nämlich für den Transport des Stroms zuständig und sorgen dafür, dass dieser vom Kraftwerk zum Verbraucher gelangt. Um es bildlich zu formulieren: Ähnlich wie Straßen gebaut und instandgehalten werden müssen, damit Waren per Lkw durch das Land geliefert werden können, stellen Netzbetreiber die Infrastruktur für den Stromtransport bereit: Die Stromnetze.

Um von A nach B zu gelangen, nimmt man normalerweise einfach die kürzeste Strecke, eine große Auswahl hat man nicht. Genauso ist es mit Netzbetreibern, diesen können Sie sich nicht aussuchen. Anders sieht es beim Stromanbieter aus: Als Kunde schließen Sie einen Vertrag mit dem Anbieter Ihrer Wahl ab.

Doch das ist leichter gesagt als getan, denn im Tarifdschungel kann man als Verbraucher schnell den Überblick verlieren. Dabei lohnt sich normalerweise ein regelmäßiger Anbieterwechsel durchaus – doch wie erkennt man als Kunde, welcher Anbieter der passende ist? Was ist eigentlich ein Grundversorger? Und was muss man bei einem Wechsel beachten? Wir beantworten alle Fragen zum Thema Stromanbieter.

Die fünf größten Stromanbieter Deutschlands

Diese Platzhirsche dominieren den Strommarkt

Sie haben das Gefühl, dass Sie von einer schier unzählbaren Anzahl an potenziellen Stromangeboten überwältigt werden? Dieser Eindruck täuscht nicht, denn tatsächlich gibt es deutschlandweit über 1000 verschiedene Stromanbieter. Insgesamt stellen diese ungefähr 15.000 Tarife bereit – kein Wunder also, dass man da als Normalverbraucher kaum noch durchblickt.

Doch die meisten Unternehmen spielen auf dem Markt nur eine Nebenrolle. Schon seit vielen Jahren haben dieselben Energieriesen eine Vormachtstellung inne – wir stellen Ihnen die größten fünf kurz vor:

  • RWE: Das Unternehmen (früher als Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk bekannt) ist vor allem im Westen Deutschlands präsent, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen. Mit einem Marktanteil von 26% (2020) rangiert der Konzern in der nationalen Hierarchie auf dem Spitzenplatz.
  • EnBW: Die Energie Baden-Württemberg AG ist, wie der Name vermuten lässt, vor allem im Südwesten vertreten und hat einen insgesamten Marktanteil von 13%. Zum Marktgiganten gehört auch die Marke Yello Strom.
  • E.ON: Kunden von E.ON finden sich in ganz Deutschland, das schlägt mit einem Marktanteil von 9% zu Buche. Auch E.ON hat eine namhafte Tochtermarke: E wie einfach.
  • Vattenfall: Der deutsche Zweig des schwedischen Mutterkonzerns dominiert in den nördlichen und östlichen Regionen Deutschlands. Insgesamt liegt der Marktanteil bei 6%.
  • LEAG: Diese Marke gibt es erst seit 2016. Sie entstand durch den Verkauf der Braunkohlesparte des Vattenfall-Mutterunternehmens. Doch obgleich das Unternehmen neu auf dem Markt ist, beträgt der Marktanteil stattliche 16%.

Die vier erstgenannten Konzerne hatten lange Zeit eine Monopolstellung inne, vor fünfzehn Jahren lag der Marktanteil dieser „Big Four“ bei 80 Prozent. Mit LEAG ist nun ein weiterer Energiegigant hinzugekommen, daher spricht mit man mittlerweile auch von den großen Fünf.

Diese Platzhirsche sind heute allerdings nicht mehr so dominant wie früher, der gemeinschaftliche Marktanteil ist auf knapp 70 Prozent gesunken. Gerade Stadtwerke und kleinere private Anbieter erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

MIT WECHSELPILOT ZUM NEUEN STROMTARIF

Billiganbieter – vertrauenswürdig oder nicht?

Augen auf bei Stromdiscountern

Billig bedeutet nicht automatisch schlecht – was für Lebensmittel oder Gebrauchsgegenstände gilt, lässt sich auch über Energie sagen. Doch gerade bei solchen „Stromdiscountern“ sollten Kunden genau hinschauen.

Vorneweg: Wie werden die günstigen Preise überhaupt erzielt? Große etablierte Marken decken ihren Strombedarf bereits Jahre im Voraus und kaufen den nötigen Strom deswegen in großen Mengen an der Energiebörse sein. Discounter bedienen sich hingegen kurzfristig auf dem Tagesmarkt, wo Energie für den Folgetag angeboten wird – das ist billig, aber auch unsicher.

Dieses Modell funktionierte lange Zeit gut – bis zum Krisenjahr 2021, als geopolitische und weltwirtschaftliche Faktoren dazu führten, dass die Marktpreise in die Höhe schnellten. Der einst so günstige Strom vom Tagesmarkt war plötzlich deutlich teurer als gedacht. Während Konzerne ihre Planungen bereits langfristig abgeschlossen hatten, waren viele Discounter plötzlich in der Bredouille. Die Folge: Insolvenzen und Lieferstopps. Beispiele dafür sind Stromio/Grünwelt, Dreischtrom oder Neckermann Strom.

Doch das heißt nicht, dass es nicht auch Stromdiscounter gibt, die durchaus krisenfest und empfehlenswert sind. Viele Billigmarken gehören nämlich tatsächlich zu größeren Konzernen oder Stadtwerken. Sie besitzen somit ein solides Fundament und können in Notsituationen auf die Erfahrung des Mutterunternehmens zurückgreifen. Exemplarisch sind Yello (EnBW), E wie Einfach (E.ON) sowie Eprimo (E.ON) zu nennen.

Ein Stromdiscounter muss also nicht von vornherein eine schlechte Wahl sein, informieren Sie sich allerdings genau über dessen Hintergrund. Sie wissen nicht, wo Sie alle wichtigen Informationen finden? Kein Problem, wir übernehmen den Versorger-Check gerne für Sie!

Wechselpilot-Kunden schlagen wir automatisch drei Tarife vor – dabei beziehen wir nur seriöse Alternativen mit ein. Unser persönliches Urteil zu jedem Anbieter fassen wir in einer Bewertung von 0 bis 3 Sternen zusammen: So wissen Sie auf den ersten Blick, wie vertrauenswürdig ein Versorger ist.

Strompreis zu hoch? Ihre Rechte als Stromkunde

Grundrecht auf Strom: Energieversorgung ist garantiert

Dennoch machen sich viele Kunden oftmals Sorgen: Was passiert, wenn mein Versorger pleitegeht oder mir kündigt? Bleibe ich dann im Dunkeln sitzen? Solche Ängste sind verständlich, aber unbegründet, denn in Deutschland hat jeder Bürger ein staatlich garantiertes Grundrecht auf Energie.

Dafür gibt es die sogenannten Grundversorger – das ist der Anbieter, welcher in Ihrer Region die meisten Kunden beliefert. Falls Sie selbst keinen Vertrag abgeschlossen haben oder Ihr gegenwärtiger Tarif nicht mehr gültig ist, dann springt der Grundversorger direkt ein, und zwar nahtlos. So sind sie rund um die Uhr mit Strom versorgt, egal was passiert.

Tritt ein solcher Fall ein, dann landen sie übergangsmäßig in einem Ersatzversorgungstarif, welcher nach spätestens drei Monaten in einen Grundversorgungstarif übergeht. Diese sind zwar überaus sicher, aber dafür oft auch die teuerste Alternative auf dem Markt. Schauen Sie sich also auf jeden Fall immer nach anderen Tarifen um, wenn Sie in der Grundversorgung sind, denn sonst verschenken Sie vielleicht bares Geld!

Der Wechsel ist unkompliziert, denn die Kündigungsfrist beträgt lediglich 14 Tage. Anders sieht es aus, wenn Sie selbst einen Vertrag mit einem Anbieter abgeschlossen haben. Doch auch hier sind Sie als Kunde nicht machtlos: Im Falle einer Preiserhöhung besitzen Sie nämlich ein Sonderkündigungsrecht – dieses gilt normalerweise etwa zwei Wochen ab Erhalt der Preiserhöhung, die eigentliche Kündigungsfrist ist für diesen Zeitraum ausgesetzt.

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FAQ

Sie haben Fragen? Wir die Antworten!

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Nicht nur hängt das von ihrem Wohnort und Ihren persönlichen Präferenzen ab – auch kann ein Idealtarif schon nach einem Jahr plötzlich eine schlechte Wahl sein. Das Marktangebot ändert sich ständig, deswegen sollten Verbraucher auch regelmäßig von Neuem nach dem passendsten Tarif suchen.

Wir empfehlen Ihnen Tarife mit einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten, die zudem eine Preisgarantie beinhalten. Auch Bonuszahlungen und eine kurze Kündigungsfrist sollten zu jedem guten Tarif dazugehören. Anders sieht es bei Tarifen mit Sachprämien, Kautionen oder Vorauszahlungen aus – hier raten wir: Finger weg! Das gilt auch für Pakettarife, wo Sie im Vornherein eine fixe Menge an Strom einkaufen; ein durchaus problematisches Modell, schließlich lässt sich Ihr tatsächlicher Verbrauch kaum prognostizieren.

Wenn die Mindestdauer Ihres Vertrags abgelaufen ist und Sie einen besseren Tarif gefunden haben: Immer! Besonders lohnenswert ist ein neuer Stromversorger natürlich vor allem, wenn Sie gerade einen teuren Grundversorgungstarif beziehen. Doch auch bei einer Preiserhöhung sollten Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Was viele zudem vergessen: Dieses gilt auch bei einem Umzug!

Stromanbieter wechseln: Was muss ich beachten?

Fünf Tipps und Tricks

  1. Regelmäßig wechseln: Sind Sie seit vielen Jahren beim selben Stromanbieter? Dann wird es womöglich Zeit für etwas Neues, denn von derartiger Treue profitiert in der Regel nur Ihr Versorger. Dieser kann Ihnen so nach Belieben seine eigenen Vertragsbestimmungen und Preisvorstellungen diktieren – viele Verbraucher wähnen sich dann aus Unwissenheit im besten Tarif. Ein Strompreisvergleich zeigt jedoch oft: Sie können woanders viel Geld sparen!
  2. Boni einheimsen: Ein wichtiger Grund, wieso sich ein regelmäßiger Vertragswechsel lohnt: Neukunden werden oftmals mit schmackhaften Boni geködert. Diese gelten dann etwa für das erste Vertragsjahr oder werden beim Abschluss des Vertrags ausgezahlt. Anschließend werden Sie in einen neuen – sprich: teureren – Vertrag verschoben. Dann ist es an der Zeit, abermals zu wechseln.
  3. Tarifdetails genau durchlesen: Lesen Sie sich vor dem Abschluss eines neuen Vertrags immer sämtliche Konditionen durch. Achten Sie etwa auf die Mindestlaufzeit sowie die anschließende Kündigungsfrist. Überprüfen Sie zudem auch die eventuell ausgeschütteten Boni: Gerade bei Sachprämien sollten Sie Vorsicht walten lassen, da sich dahinter mitunter Kostenfallen verbergen. Worauf Sie beim Tarifvergleich achten sollten, erklären wir hier in aller Ausführlichkeit.
  4. Ökostromtarif erwägen: Grüner Strom ist teurer – so das gängige Klischee. Wahrheitsgetreu ist dieses Vorurteil aber nicht, die Herkunft des Stroms hat nichts mit dem Preis zu tun. Wir legen Ihnen daher nahe: Erwägen Sie zumindest, einen echten Ökostromtarif abzuschließen! Eine finanzielle Mehrbelastung entsteht dabei normalerweise nicht, und gleichzeitig helfen Sie damit der Umwelt und dem Klima.
  5. Wechselservice engagieren: Einen günstigeren Anbieter gibt es in vielen Fällen tatsächlich irgendwo – doch diesen auch zu finden, das ist mit viel Arbeit verbunden. Zeit und Stress, den sich viele Verbraucher verständlicherweise ersparen wollen. Mit einem Wechselservice lässt sich dieses Problem lösen: Dieser wechselt Sie automatisch in den besten Tarif – und zwar jedes Jahr aufs Neue. Probieren Sie es aus!
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