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Strom

Marktupdate Februar 2023: Wechseln lohnt sich wieder

7. Februar 2023

von Anne Härtling

Steigende Preise, fallende Preise, Strompreisbremse, Preisrekorde: All dies haben wir in den vergangenen Monaten im Strom- und Gasmarkt erlebt. Nun sind die Preisspiralen zum Stillstand gekommen und die Preise nähern sich langsam wieder dem Niveau vor Beginn des Krieges in der Ukraine und der damit einhergehenden Energiekrise an. Alle aktuellen Entwicklungen und einen Ausblick auf 2023 haben wir im Folgenden für Sie aufbereitet.  

Sinkende Großhandelspreise bei Gas sorgen für Normalisierung  

Sowohl Strom als auch Gas werden aktuell wieder günstiger. Bereits seit Beginn des Jahres fallen die Großhandelspreise für Gas und Strom an den Energiebörsen. Die Versorger können Energie also wieder günstiger einkaufen und haben so die Möglichkeit, auch ihren Kund:innen wieder günstigere Tarife anzubieten.  

Dieser Trend ist in ganz Europa zu beobachten – die Preise fallen entsprechend auch in den europäischen Nachbarländern. Der Großhandelspreis für Gas am niederländischen Handelsplatz TTF lag Mitte Januar beispielsweise bei 55 Euro je MWh. Im November 2022 lag der Preis dort noch durchschnittlich bei 94 Euro pro MWh.  

In Deutschland lag der durchschnittliche Gaspreis für Endverbraucher:innen im Dezember 2022 noch bei rund 20 Cent pro kWh. Mittlerweile sind die Preise in Folge der niedrigeren Großhandelspreise gesunken. Vor allem die unabhängigen Versorger sind deutlich günstiger geworden. In den Hochzeiten der Energiekrise im vergangenen Jahr hatten plötzlich die Grundversorger die günstigsten Tarife, obwohl diese eigentlich jahrelang zu den teuersten Anbietern gehörten. Das ist nun nicht mehr so, stattdessen haben die alternativen Versorger jetzt wieder die Nase vorn bei den günstigen Preisen.  

In der Grundversorgung zahlen Verbraucher:innen für Gas aktuell etwa 16 ct/kWh. Neukunden bei anderen Versorgern können momentan sogar mit Preisen um 12 ct/kWh und darunter rechnen und liegen damit teilweise unterhalb des gedeckelten Preises der Gaspreisbremse.  

Gründe dafür sind das vergleichsweise milde Wetter im Januar und damit einhergehend ein geringerer Gasverbrauch. Auch die nun in Betrieb genommenen LNG-Terminals tragen ihren Teil zur Entspannung auf dem Gasmarkt bei. 

Wieder günstige Angebote auf dem Strommarkt  

Auch auf dem Strommarkt ist eine deutliche Entspannung zu erkennen. Die Situation normalisiert sich so weit, dass auch hier Grundversorger wieder mehrheitlich zu den teuersten Anbietern gehören und alternative Versorger deutlich bessere Angebote machen.

Das hängt mit den gesunkenen Großhandelspreisen und der Bonuslimitierung der Strompreisbremse zusammen. Die Strompreisbremse schreibt vor, dass ein ausgeschütteter Bonus nur noch höchstens 50 Euro pro Kund:in betragen darf, damit Versorger die Strompreisbremse nicht ausnutzen können, indem sie hohe Arbeitspreise ansetzen und die Kosten danach über einen Bonus senken. Stromversorger sollen in Zeiten der Strompreisbremse größtenteils über den Arbeitspreis konkurrieren können.

In der Grundversorgung liegen die durchschnittlichen Preise für Neukund:innen zwischen 45 und 49 ct/kWh und damit weiterhin oberhalb der 40-Cent-Marke der Strompreisbremse. Bei anderen Versorgern liegen die Preise vielerorts schon wieder unterhalb der 40 ct/kWh. Wer also demnächst auslaufende Verträge hat, sollte einen Wechsel dringend erwägen.  

Auch wer in der Hochzeit der Energiekrise kurzfristig zum Grundversorger gewechselt ist, kann sich wieder nach Tarifen umsehen und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit fündig. Die kurze Kündigungsfrist von zwei Wochen in der Grundversorgung ist in aktuellen Zeiten besonders dienlich.  

Wer in den letzten Monaten aber in einen teuren Energiekrise-Tarif gewechselt ist oder eine Preiserhöhung erhalten und keine Sonderkündigung durchgeführt hat, dürfte sich jetzt ärgern. Die Entspannungen bei den Strompreisen werden sich auf diese Verträge nicht auswirken, denn die Preisgarantie (meist von einem Jahr) gilt leider in beide Richtungen: Es wird nicht teurer, dafür aber auch nicht günstiger.  

Wer derzeit wechseln kann und einen günstigeren Tarif als den jetzigen findet, sollte also schnellstmöglich wechseln. Es ist derzeit nicht mit Sicherheit absehbar, ob die Preise weiterhin niedrig bleiben, weiter sinken oder womöglich wieder steigen. Sollte der Konflikt in der Ukraine sich erneut wenden oder anderweitig Einfluss auf die Energieversorgung genommen werden, können die Preise wieder in die Höhe schnellen. Wir raten Ihnen daher: Wechseln Sie, solange die Preise noch niedrig sind. Sie haben dann in der Regel eine Preisgarantie von einem Jahr, in der Sie vor Preiserhöhungen geschützt sind.  

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