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Durch den Wechsel des Stromanbieters sparen

Den Stromanbieter wechseln: Immer eine gute Idee!

Schon wieder Ärger mit dem Stromanbieter? Oder hat Ihr Anbieter schon wieder die Tarife erhöht – und allmählich reicht es Ihnen? Warum Sie auch hier sind, wir verraten Ihnen mal etwas: Es kommt nicht auf den richtigen Stromanbieter an, um günstig Strom zu beziehen. Es gibt weit mehr als 1.000 Anbieter in Deutschland – warum sollten Sie sich für nur einen entscheiden? Wechseln Sie lieber jährlich Ihre Stromtarife und freuen Sie sich über attraktive Neukunden-Konditionen.

Warum sollten Sie jedes Jahr Stromtarife vergleichen und Ihren Stromanbieter wechseln? Weil Sie nur so immer wenig für Ihren Strom zahlen. Versorger bieten Neukunden in der Regel nicht nur sehr günstige Strompreise, sondern auch besondere Prämien an, um sie für sich zu gewinnen. Warum sollten Sie sich die entgehen lassen? Oder anders gefragt: Wann hat Ihr Stromanbieter zuletzt für Sie die Preise herabgesetzt oder Ihnen einfach so 150 Euro geschenkt? (Lassen Sie uns raten: Noch nie.)

Neukunden hingegen können sich vor lauter guten Angeboten kaum retten. Deshalb lautet unser Tipp: Seien Sie jedes Jahr Neukunde bei Ihrem Stromanbieter! Nicht alle drei Monate, auch nicht alle 24 Monate, sondern alle 12 Monate. Die Kombination aus Einjahresverträgen und Bonuszahlungen ist die mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Als Neukunde gelten Sie, wenn Sie mindestens sechs Monate keinen Vertrag mit dem Versorger hatten. Plus: Sie müssen sich eben nur einmal im Jahr darum kümmern. Überzeugt? Dann geht’s los!

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Den Stromanbieter wechseln: Die wichtigsten Fakten

Grundversorgung, Billigstromanbieter

Das sollten Sie über Stromanbieter wissen

Sie sind Ihrem Stromanbieter seit Jahren ein treuer Verbraucher? Das ist schön für Sie, noch schöner aber für Ihren Stromanbieter.

Warum? Angenommen, Sie fliegen jährlich in den Urlaub. Jedes Jahr fliegen Sie mit derselben Fluggesellschaft, sind also an deren Bedingungen und Preise (inklusive plötzlicher Preiserhöhung!) gebunden. Und das obwohl Sie wissen, dass es zahlreiche andere gute Fluggesellschaften gibt, die günstigere Flüge anbieten. Also warum nicht die Fluggesellschaft, sprich den Stromanbieter, wechseln? Wir erklären Ihnen hier, was Sie über Stromanbieter im Allgemeinen wissen sollten.

Das Wichtigste über Grundversorger

Der Grundversorger ist auf dem Stromanbietermarkt die verlässliche Säule schlechthin – und damit für viele Verbraucher der bequeme Ausweg. Die Tarife in der Grundversorgung, häufig bereitgestellt von den Stadtwerken, versorgt Sie immer mit Strom. Auch dann, wenn Sie umgezogen sind. Es sei denn, Sie haben sich für einen anderen Stromanbieter entschieden und gewechselt.

Im Prinzip müssen Sie sich beim Grundversorger um nichts kümmern und die Stromrechnung flattert von allein ins Haus. Zu schön, um wahr zu sein? Leider ja. Der Grundversorger ist nämlich meist der teuerste Stromanbieter auf dem Markt. Denken Sie nur an die Fluggesellschaften: Die größte ist auch nicht immer die günstigste oder gar beste Wahl. Kleinere Fluggesellschaften – und ja, auch Billigflieger – sind einen Blick und Vergleich wert. Vom Grundversorger auf einen anderen Stromanbieter zu wechseln ist daher sinnvoll.

Nie wieder zu viel für Strom zahlen!

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Das Wichtigste über Billigstromanbieter und Strom-Discounter

Billig ist nicht immer die beste Wahl, billig muss aber auch nicht gleich schlecht sein. Das trifft sowohl auf Lebensmittel und Fluggesellschaften zu als auch auf Stromanbieter. Heißt: Seien Sie besonders aufmerksam, wenn Sie günstige Stromanbieter vergleichen. Und: Nur weil Sie sparen möchten, müssen Sie sich nicht zwangsläufig für den billigsten Anbieter entscheiden. Folgendes sollten Sie wissen, wenn Sie Billigstromanbieter vergleichen:

  • Gehört der Discounter zu einem Stadtwerk oder Konzern, bedeutet das in der Regel, dass der Discounter einen starken Rückhalt hat und auf die jahrelange Erfahrung des Mutterkonzerns zurückgreifen kann. Bedenken Sie aber, dass auch Konzerne und Stadtwerke einen schlechten Ruf haben können.
  • Günstige Stromanbieter ermöglichen ihre tiefen Tarife durch eine schlanke Prozess- und Kostenstruktur. So wickeln viele Discounter alle Prozesse und Abläufe ausschließlich online ab, was wiederum von Vorteil für die Kunden sein kann – schließlich haben Sie dadurch keinen Papierkram. Außerdem produzieren Sie Strom selten selbst, sondern kaufen ihn günstig an der Strombörse ein.
  • Bei Nicht-Discountern deckt der kWh-Preis, den Sie bezahlen, für gewöhnlich zu 100 Prozent die Kosten des Anbieters ab. Bei Billigstromanbietern hingegen ist das nicht immer der Fall. Sie drücken den Strompreis für Sie, in der Hoffnung, dass Sie treuer Kunde werden und das Geld über diesen Weg wieder reinkommt. Das ist ein Geschäftsmodell, das sich im Nachhinein als nicht nachhaltig entpuppen kann, sofern es keinen finanziellen Rückhalt gibt.
  • Gehört der Discounter also nicht zu einem Stadtwerk oder Konzern, ist also unabhängig und zudem neu auf dem Markt, gilt besondere Vorsicht. So musste beispielsweise 2019 der Stromanbieter BEV schlussendlich Insolvenz anmelden, da das Geschäftsmodell nicht aufging. Der Versorger ließ 600.000 Kunden ohne Bonus zurück.

Dass Billigstromanbieter auch empfehlenswert sein können, zeigt unsere Tabelle:

AnbieterStadtwerk/Konzern?Wechselpilot-Bewertung
123 EnergieStadtwerk: Pfalzwerke2 von 3 Punkten
Billig?Will ich!Stadtwerke Augsburg2 von 3 Punkten
E wie EinfachKonzern: E.ON2 von 3 Punkten
EMMA EnergieStadtwerk: TWL Ludwigshafen3 von 3 Punkten
EprimoKonzern: Innogy1 von 3 Punkten
Extraenergienein3 von 3 Punkten
ImmergrünKonzern: 365 AG1 von 3 Punkten
PriostromKonzern: Extraenergie2 von 3 Punkten
Wunderwerknein2 von 3 Punkten
YelloKonzern: EnBW3 von 3 Punkten

Das Wichtigste über Stromanbieter mit Sachprämien

Ein Sofortbonus ist eine feste Summe, die vier bis zwölf Wochen nach Vertragsbeginn auf Ihrem Konto landet. Anders ist das beim Neukundenbonus, der fast immer prozentual an den Jahreskosten gemessen wird. Liegt der Neukundenbonus etwa bei zehn Prozent, erhalten Sie bei Kosten in Höhe von 500 Euro einen Betrag von 50 Euro gutgeschrieben – und Ihnen entweder nach 12 Monaten ausgezahlt oder verrechnet.

Boni werden nur im ersten Jahr ausgezahlt oder auf die monatlichen Abschläge berechnet – das bedeutet, dass Ihre effektiven Stromkosten nach zwölf Monaten wieder ansteigen. Der Bonus ist Ihnen garantiert, das ist gesetzlich geregelt. Sie erhalten ihn auch dann, wenn Sie den Vertrag schon nach Abschluss zum Ende des zwölften Monats kündigen. Sollte es dabei doch einmal zu Problemen vonseiten des Anbieters kommen, können Sie sich an den Verbraucherschutz wenden.

Bonus vs. Sachprämie – eine Beispielrechnung

Viele Stromanbieter werben statt mit Bonus mit einer Sachprämie. Davon sollten Sie jedoch die Finger lassen! Den Stromanbieter wechseln und dafür ein iPad, ein Handy oder einen Fernseher erhalten: Klingt nach einem unschlagbaren Angebot, kommt Sie schlussendlich jedoch teuer zu stehen. Gerade im Vergleich mit einem Vertrag mit Bonus.

Angenommen, Sie sind ein Einpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 1.500 kWh in Hamburg. Ein Versorger verspricht Ihnen ein iPad als Geschenk, wenn Sie den damit verbundenen Vertrag von 24 Monaten wählen. Stellen wir diesen Vertrag mit einem ohne Prämie beim selben Anbieter sowie mit einem mit Bonus gegenüber:

RahmenbedingungenVertrag mit iPadVertrag ohne iPad/Bonus beim selben AnbieterVertrag mit Bonus bei einem anderen Anbieter
Mindestvertragslaufzeit24 Monate24 Monate12 Monate
Ihr jährl. Verbrauch1.500 kWh 1.500 kWh 1.500 kWh
mtl. Grundpreis43,79 Euro13,79 Euro13,79 Euro
Arbeitspreis29,99 ct/kWh 29,99 ct/kWh 29,99 ct/kWh
BesonderheitSie zahlen einmalig 4,95 Euro für das iPadkeineSie erhalten 140 Euro Sofortbonus
mtl. Abschlag81,69 Euro51,23 Euro51,23 Euro
Abschlag im 1. Jahr980,28 Euro615,33 Euro475,33 Euro

Fazit Stromanbieter mit Sachprämie

  • Das iPad kann einmalig noch so wenig kosten, der Vergleich zeigt: Ein Vertrag mit Sachprämie lohnt sich nicht. (Es sei denn, es geht Ihnen bei diesem Deal allein um das iPad. Doch selbst dann: Wollen Sie wirklich zwei Jahre einem Stromanbieter und seinen Preisschwankungen verpflichten, nur um ein iPad günstig zu ergattern?)
  • Hinzu kommt, dass Sie in Ihrem zweiten Vertragsjahr nicht die Möglichkeit haben, zu wechseln. Haben Sie sich aber für einen Vertrag mit Bonus und einer Mindestlaufzeit von zwölf Monaten entschieden, können Sie im zweiten Jahr erneut einen Vertrag mit attraktivem Bonus abschließen. Angenommen, Ihr nächster Stromanbieter zahlt Ihnen bei ähnlichen Rahmenbedingungen denselben Sofortbonus. Dann gehen im zweiten Jahr erneut kaum mehr als 475,33 Euro von Ihrem Konto ab, macht für eine Dauer von 24 Monaten 950,66 Euro. Zum Vergleich: Der Vertrag mit Sachprämie kostet Sie für 24 Monate sage und schreibe 1.955,61 Euro. Das ist mehr als das Doppelte.
  • Mit dem, was Sie durch einen jährlichen Vergleich und Wechsel sparen, können Sie sich das iPad auch so leisten – und verpflichten sich keinem Stromanbieter länger als ein Jahr.
FAQ Stromanbieter

Sie haben Fragen? Wir die Antworten!

Es gibt über 1.000 Stromanbieter in Deutschland – und Sie haben mindestens ebenso viele Fragen? Die häufigsten beantworten wir Ihnen gleich hier. Sollten dann noch welche offen sein, rufen Sie uns gerne an!

Stromanbieter können Sie auf Vergleichsportalen vergleichen. Dort geben Sie in einen Stromrechner Ihre PLZ sowie Ihren voraussichtlichen Stromverbrauch ein, woraufhin das Portal Ihnen mehrere Anbieter zur Auswahl stellt. Auch wir haben einen Stromrechner, mit dem Sie kostenlos und unverbindlich Strom und Ökostrom vergleichen können.

Jährlich den Stromanbieter zu wechseln, zahlt sich aus. Denn Sie können sich jedes Jahr aufs Neue für die günstigeren Stromtarife entscheiden und so Geld sparen. Das heißt nicht, dass einmaliges Wechseln nicht auch lukrativ für Sie ist. Allerdings nur kurzfristig. Je länger Sie einem Stromanbieter treu bleiben, desto höher werden Ihre Stromkosten nach ein paar Jahren wieder sein.

Um den Stromanbieter zu wechseln, ist es egal, ob es Frühling, Sommer, Herbst oder Winter ist. Auch das Jahr spielt keine Rolle. Der passende Zeitpunkt für den Stromanbieterwechsel hängt von der Kündigungsfrist Ihres aktuellen Versorgers ab. Drei gute Gründe, um den Stromanbieter zu wechseln, sind:

  • Sie möchten Kosten sparen. Vor allem in der Grundversorgung sind die Strompreise besonders hoch. Hier zu einem alternativen Stromanbieter zu wechseln, kann Ihnen schon mehrere hundert Euro im Jahr sparen.
  • Sie planen einen Umzug. Denn dadurch haben Sie ein Recht auf Sonderkündigung. Nutzen Sie es – und wechseln Sie zu einem günstigeren Anbieter!
  • Ihr jetziger Stromanbieter erhöht die Preise. Damit hat er den laufenden Vertrag gebrochen, wodurch Sie ein Recht auf Sonderkündigung haben. Sie haben dann bis zum Datum der Preiserhöhung Zeit, Ihren Vertrag zu beenden und in einen günstigeren zu wechseln.

Den besten Stromanbieter gibt es nicht und das ist gut so. Denn um wirklich Stromkosten zu sparen, können Sie nicht bei einem Anbieter bleiben. Sie müssen jährlich wechseln. Umso besser, dass es zahlreiche Stromanbieter gibt, die Ihnen attraktive Stromtarife anbieten. Wenn Sie dennoch auf Nummer Sicher gehen und einen guten Anbieter wählen möchten: Wir haben tausende Versorger individuell bewertet. Auf den jeweiligen Versorgerseiten können Sie sich umfassend informieren.

Wie viel Strom Sie monatlich verbrauchen, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Wie viele Personen leben in Ihrem Haushalt?
  • Wie groß ist Ihre Wohnfläche?
  • Gibt es Stromfresser (z.B. alte Küchengeräte) oder laden Sie privat Ihr E-Auto auf?
  • Heizen Sie mit Strom (Wärmepumpe, Nachtspeicher)?
  • Falls es nicht Ihr erster Stromvertrag ist: Mussten Sie vergangenes Jahr viel nachzahlen oder haben Sie eine hohe Rückzahlung erhalten? Bei starken Schwankungen passen Sie Ihre neue Angabe entsprechend an.

Unserer Erfahrung nach verbraucht ein Einpersonenhaushalt in der Regel 1.500 kWh/Jahr, also 125 kWh/Monat, ein Zweipersonenhaushalt 2.200 kWh/Jahr (183 kWh/Monat), ein Dreipersonenhaushalt 2.800 kWh/Jahr (233 kWh/Monat) und ein Vier- oder Mehrpersonenhaushalt 3.500 kWh/Jahr (291 kWh/Monat).

Ein Stromanbieterwechsel dauert in der Regel vier bis sechs Wochen. Beträgt die Kündigungsfrist bei Ihrem alten Anbieter sechs Wochen, empfiehlt es sich also, etwas früher zu kündigen und dann den Wechsel in Auftrag zu geben.

Verbraucherrechte

Dazu sind Stromanbieter Ihnen gegenüber verpflichtet

Wie die Bundesnetzagentur informiert, stehen Ihnen als Verbraucher bestimmte Rechte zu. Daraus ergeben sich wiederum für Stromanbieter folgende Pflichten:

  • Grundversorgung: Der Stromanbieter, der an Ihrem Wohnort die meisten Verbraucher beliefert, ist auch zuständig für die Grundversorgung. Das heißt, jeden Verbraucher, der sich nicht aktiv um einen Stromanbieter kümmert, muss der Grundversorger beliefern. Meist sind das die Stadtwerke oder ein Big Four-Versorger, wie Vattenfall in Berlin und Hamburg.
  • Einfacher & schneller Anbieterwechsel: Laut der Bundesnetzagentur sollte ein Wechsel vom alten zum neuen Stromanbieter nur drei Wochen dauern. Unserer Erfahrung nach kann er allerdings auch bis zu sechs Wochen andauern – verlassen Sie sich also nicht auf die angesetzten Wochen.
  • Schlussrechnung: Spätestens sechs Wochen nachdem Sie gekündigt haben, muss Ihr Stromanbieter Ihnen Ihre Schlussrechnung vorlegen.
  • Vertrag: Stromanbieter müssen Sie im Vertrag über einige Dinge klar informieren. Dazu gehört, wie Sie vom Vertrag zurücktreten, wann und wie Sie kündigen und wie und wo Sie sich beschweren können. Dabei muss Ihr Stromanbieter auch auf die zuständige Schlichtungsstelle bzw. den Verbraucherservice der Bundesnetzagentur hinweisen. Sollte Ihr Stromanbieter Ihnen nicht nachgekommene Pflichten erstatten oder entschädigen, muss er auch dazu Angaben machen.
  • Kostenlose Verbrauchsinformationen: Ihr Stromanbieter darf Ihnen keine zusätzlichen Kosten dafür berechnen, dass er Sie über Ihren tatsächlichen Verbrauch informiert.

So sollten Stromanbieter Sie über höhere Preise informieren

Ihr Stromanbieter ist dazu verpflichtet, Sie rechtzeitig und transparent zu informieren, sollte er die Preise ändern. In der Grundversorgung müssen Stromanbieter das sogar öffentlich bekannt geben. Alle Versorger müssen darüber hinaus folgende Fragen beantworten:

  • Warum wird erhöht? (Zum Beispiel erhöhte EEG-Umlage.)
  • Was wird erhöht? (Grund- oder Arbeitspreis sowie die jeweiligen Bestandteile. Dazu gehört auch, alte und neue Preise gegenüber zu stellen.)
  • Unter welchen Bedingungen/Voraussetzungen wird erhöht?
  • Haben Sie ein Sonderkündigungsrecht? Wenn ja, welche Fristen haben Sie?

Übrigens: Stromanbieter ziehen in der Regel zwischen November und April ihre Strompreise an. Für Grundversorger ist auch der Jahreswechsel typisch für eine Preiserhöhung. Dass die kWh-Preise eher steigen als fallen, zeigt auch der Blick in die letzten Jahre. Das liegt häufig daran, dass die Kosten für EEG-Umlage sowie Netzentgelte – zwei Komponenten, die stark in die Strompreiszusammensetzung einfließen – einmal jährlich angepasst werden.

Nicht transparent genug: Kölner Oberlandesgericht entscheidet für Verbraucher

Wie ein Fall des Energiekonzerns 356 AG, zu dem unter anderem auch der Billigstromanbieter immergrün! gehört, zeigt, halten sich Stromanbieter nicht immer an diese Vorgaben.

Im März 2018 verschickte der Konzern an seine Kunden eine E-Mail mit dem Betreff „Aktuelles zu Ihrem Energieliefervertrag“. Allerdings war weder im Fließtext noch in der beigefügten Rechnung ersichtlich, dass es sich um eine anstehende Preiserhöhung handelte. In der Rechnung konnten Kunden bspw. den entscheidenden Hinweis erst unter der Überschrift „Erläuterungen zu Ihrer Abrechnung“ finden. Die 356 AG war also offiziell seinen Pflichten nachgekommen, von Transparenz konnte aber nicht die Rede sein.

Das sahen nicht nur die Kunden des Konzerns, sondern auch die Verbraucherzentrale NRW sowie schlussendlich das Oberlandesgericht Köln so. Letzteres entschied im Juni 2020, dass der Betreff „Aktuelles zu Ihrem Energieliefervertrag“ nicht eindeutig auf eine Preiserhöhung hinweise und auch die Preiserhöhung als solche nicht hervorgehoben war. Das Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig, zeigt aber, zu welchen Mitteln Energielieferanten mitunter greifen, um Preiserhöhungen durchzudrücken.

Die Verbraucherzentrale weist deshalb schon seit Jahren auf diverse Tricks der Stromanbieter hin, wenn es um die Bekanntgabe der Preiserhöhung geht.

Tricks bei Preiserhöhung

  • Das Schreiben Ihres Stromanbieters zur Preiserhöhung ist als Flyer getarnt.
  • Die Preiserhöhung wird nur am Rande erwähnt, etwa in einem Schreiben zu einem ganz anderen Thema (s. Fall der 356 AG).
  • Ihr Stromanbieter macht Sie auf der Jahresrechnung darauf aufmerksam, dass sich die Preise erhöhen werden.
  • Sie erhalten zwei Preiserhöhungen gleichzeitig, sodass die zweite Preiserhöhung ggf. unter den Tisch fallen kann.
  • Ihr Stromanbieter schickt Ihnen per E-Mail die Preiserhöhung, nutzt aber einen unbekannten Absender.

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Stromanbieter nach deutschen Städten

In unseren Ratgebern finden Sie ausführliche Informationen zum Stromanbieterwechsel in deutschen Städten.

Ausführliche Informationen zu Stromanbieter

Unser Team hat die Versorger genau unter die Lupe genommen und teilt hier alles Wissenswerte zu den einzelnen Anbietern.

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