Den Stromanbieter wechseln: Immer eine gute Idee!

Schon wieder Ärger mit dem Stromanbieter? Oder hat Ihr Stromanbieter schon wieder die Preise erhöht – und allmählich reicht es Ihnen? Warum Sie auch hier sind, wir verraten Ihnen mal etwas: Es kommt nicht auf den richtigen Stromanbieter an, um günstig Strom zu beziehen. Es gibt weit mehr als 1.000 Anbieter in Deutschland – warum sollten Sie sich für nur einen entscheiden? Wechseln Sie lieber jährlich und freuen Sie sich über attraktive Neukunden-Konditionen. Wir erklären Ihnen hier alles, was Sie wissen müssen.

Anleitung Stromanbieterwechsel

Wie Sie erfolgreich einen günstigen Stromanbieter finden

Warum sollten Sie jedes Jahr Stromtarife vergleichen und Ihren Stromanbieter wechseln? Weil Sie nur so immer wenig für Ihren Strom zahlen. Versorger bieten Neukunden in der Regel nicht nur sehr günstige Strompreise, sondern auch besondere Prämien an, um sie für sich zu gewinnen. Warum sollten Sie sich die entgehen lassen? Oder anders gefragt: Wann hat Ihr Stromanbieter zuletzt für Sie die Preise herabgesetzt oder Ihnen einfach so 150 Euro geschenkt? (Lassen Sie uns raten: Noch nie.)

Neukunden hingegen können sich vor lauter guten Angeboten kaum retten. Deshalb lautet unser Tipp: Seien Sie jedes Jahr Neukunde bei Ihrem Stromanbieter! Nicht alle drei Monate, auch nicht alle 24 Monate, sondern alle 12 Monate. Die Kombination aus Einjahresverträgen und Bonuszahlungen ist die mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Als Neukunde gelten Sie, wenn Sie mindestens sechs Monate keinen Vertrag mit dem Versorger hatten. Plus: Sie müssen sich eben nur einmal im Jahr darum kümmern. Überzeugt? Dann geht’s los!

Erst kündigen, dann wechseln

Bevor Sie Stromanbieter vergleichen, checken Sie zuerst Ihre Kündigungsfrist. Zu welchem Datum können Sie Ihren jetzigen Stromvertrag beenden? Sie können erst dann bei einem neuen Anbieter Strom beziehen, wenn Sie nicht mehr bei einem anderen sind. In Deutschland ist eine sogenannte Doppelbelieferung gesetzlich nämlich nicht möglich. Ebenfalls gesetzlich geregelt ist Ihre Grundversorgung. Sie beziehen also auch dann Strom, falls Sie sich mal zu spät um einen neuen Anbieter gekümmert haben oder bei einem Wechsel etwas nicht geklappt hat.

Deshalb: Kündigen Sie, wenn möglich, zuerst Ihren jetzigen Stromanbieter, bevor Sie sich auf die Suche nach einem neuen machen. Ja, auch Ihr neuer Stromanbieter kann die Kündigung Ihres jetzigen vornehmen. Achten Sie dann aber darauf, dass Sie rechtzeitig den Wechsel zum neuen Anbieter beantragen. Sprich, vier bis sechs Wochen vor der Kündigungsfrist, da ein Wechsel in etwa so lange dauern kann. Einzige Ausnahme: Sie kündigen aus besonderem Grund nicht fristgerecht. Zum Beispiel, wenn Sie umziehen oder Ihr Anbieter die Preise erhöht hat und Sie Ihr Sonderkündigungsrecht nutzen. In diesen Fällen müssen Sie die Kündigung selbst vornehmen.

Unsicher, wie Sie ein Kündigungsschreiben richtig formulieren? Laden Sie sich hier unsere kostenlose Kündigungsvorlage herunter! Sie müssen nur noch Ihre Daten eintragen, sie bei Bedarf ausdrucken und abschicken.

Was sollten Sie sich noch notieren?

  • Bleibt Ihnen genug Zeit, um alle Fristen einzuhalten? (Ein Stromanbietervergleich dauert wenige Stunden, der Wechsel zum neuen Anbieter hingegen vier bis sechs Wochen – haben Sie das immer im Hinterkopf!)
  • Wie hoch ist Ihr jährlicher Verbrauch? Alternativ: Wie viele Personen leben in Ihrem Haushalt? (Unserer Erfahrung nach verbraucht ein Einpersonenhaushalt 1.500 kWh, ein Zweipersonenhaushalt 2.200 kWh, ein Dreipersonenhaushalt 2.800 kWh und ein Vier- oder Mehrpersonenhaushalt 3.500 kWh im Jahr.)
  • Haben Sie spezielle Anforderungen? (Bsp.: Ökostrom, Wärmepumpenstrom, Nachtstrom, …)

Die beste Methode für den jährlichen Stromanbieterwechsel

Wenn wir für unsere Kunden Stromanbieter vergleichen, achten wir stets auf faire Konditionen, eine hohe Ersparnis und das Jahr für Jahr. Hier erklären wir Ihnen unsere Methode Schritt für Schritt. Da wir unseren eigenen Vergleichsrechner nutzen, empfehlen wir Ihnen, für Ihre Suche auf Vergleichsportale zurückzugreifen. Gerne mehrere parallel, um die Ergebnisse miteinander umfassend vergleichen zu können.

Ihr Notizzettel

Ziel: Sie sind ein Jahr lang bei einem günstigen & fairen Stromanbieter

Zeitaufwand: 2 Stunden pro Jahr

Danach filtern: 12-Monats-Verträge, Neukunden- und Sofortbonus, kurze Kündigungsfrist (max. 6 Wochen), Preisgarantie, fairer Arbeitspreis (29 ct/kWh)

Hilfsmittel: Vergleichsportale, Beschwerdeportale, Suchmaschinen

Tipp: Prüfen Sie den Versorger! (Gibt es Beschwerden? Läuft alles reibungslos? Wer steckt hinter dem Anbieter? …)

Finger weg von: Sachprämien, langen oder sehr kurzen Tariflaufzeiten

  1. Geben Sie in den Stromrechner des Vergleichsportals Ihre PLZ an sowie das, was Sie in den kommenden 12 Monaten voraussichtlich an Strom verbrauchen werden. Starten Sie anschließend die Anbietersuche.
  2. Bevor Sie sich die Suchergebnisse anschauen, überprüfen Sie den angegebene Vergleichswert. Vergleichsportale geben als Ihren Vergleichswert den Grundversorgunger samt Tarif Ihres Wohnortes an. Stimmt das nicht mit Ihren Angaben überein, ändern Sie das. Sind Sie noch nicht bei einem Versorger gemeldet, haben Sie mit der Vorauswahl des Portals einen guten Vergleichswert. Denn das ist der Anbieter, der Sie beliefert, wenn Sie sich nicht um einen anderen kümmern.
  3. Nutzen Sie Filter und Einstellungen, um die Suchergebnisse auf Ihre Kriterien anzupassen. Suchen Sie gezielt nach 12-Monatsverträgen, 12 Monaten Preisgarantie, kurzer Kündigungsfrist (max. sechs Wochen) und Bonuszahlungen. Geben Sie auch an, ob Sie einen speziellen Tarif wünschen, zum Beispiel Ökostrom.
  4. Schauen Sie sich nun die Suchergebnisse an. Achtung: Hinter Anbieter-Empfehlungen des Portals können auch Deals mit Versorgern stecken. Machen Sie sich daher von jedem Suchergebnis ein eigenes Bild. Wie bewerten Kunden den Stromanbieter? Beschweren sich häufig Kunden? …
  5. Wählen Sie bis zu drei Tarife aus, die Sie favorisieren, und vergleichen Sie diese miteinander. Gute Vergleichswerte sind die Arbeits- und Grundpreise. Unserer Erfahrung sollte eine kWh Strom maximal 29 Cent kosten. Grundpreise hingegen legt jeder Versorger selbst fest – fallen aber unabhängig vom Verbrauch monatlich an.
  6. Wählen Sie Ihren neuen Anbieter. Sind Sie mit einem Versorger und seinem Angebot zufrieden? Dann beenden Sie den Vergleich und beantragen den Wechsel dorthin.
  7. Notieren Sie sich am besten jetzt schon das Datum zur fristgerechten Kündigung im Kalender. Sorgen Sie in jedem Fall dafür, dass Sie sich rechtzeitig um einen neuen Gastarifvergleich und -wechsel kümmern.

Sonderfall: Stromanbieterwechsel beim Umzug – das müssen Sie beachten

Wenn Sie umziehen, wechseln Sie doch gleich auch den Stromanbieter! Hier die wichtigsten Informationen zum Sonderfall:

  • Ihre Stromversorgung ist immer gesichert. Auch dann, wenn Sie Ihre Kündigungsfrist verpasst haben oder sich erst nach dem Umzug darum kümmern.
  • Kümmern Sie sich vor Ihrem Umzug um den Stromanbieterwechsel, können Sie so eine Menge Geld sparen.
  • Es wird nicht zu einer Doppelbelieferung in Ihrer alten und neuen Wohnung kommen. Das ist gesetzlich ausgeschlossen.
  • Beim Grundversorger beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen, eine Kündigung ist jederzeit möglich.
  • Bei einem alternativen Stromanbieter ist die Kündigungsfrist vertraglich geregelt und an die Vertragslaufzeit gebunden. Beim Umzug kann aber Ihr Recht auf Sonderkündigung greifen. Da dieses jedoch nicht gesetzlich gestützt ist, sollten Sie in Ihrem Vertrag nachschauen oder bei Ihrem Stromanbieter direkt danach fragen.
  • Grundsätzlich besteht für Sie ein solches Recht, wenn Ihr jetziger Stromanbieter Sie an Ihrem neuen Wohnort nicht beliefern kann oder er an Ihrem neuen Wohnort höhere Preise für Strom verlangt.
  • Ziehen Sie in eine WG oder mit Ihrem Partner zusammen, müssen Sie Ihren Stromanbieter lediglich rechtzeitig darüber aufklären. Ihr Vertrag dürfte dann ohne Probleme aufgelöst werden, denn ein Haushalt kann nur von einem Stromanbieter beliefert werden. Eine doppelte Belieferung ist nicht möglich.

Den Stromanbieter wechseln: Die wichtigsten Fakten

Stromanbieter in Deutschland finden

In unseren Ratgebern finden Sie ausführliche Informationen zum Stromanbieterwechsel in deutschen Städten.

Neuer Stromanbieter gefällig?

Mehr über unseren Wechselservice!

Ausführlicher Stromanbieter Ratgeber

Unser Team hat die Versorger genau unter die Lupe genommen und teilt hier alles Wissenswerte zu den einzelnen Anbietern.

Grundversorgung, Billigstromanbieter

Das sollten Sie über Stromanbieter wissen

Sie sind Ihrem Stromanbieter seit Jahren treu? Das ist schön für Sie, noch schöner aber für Ihren Stromanbieter.

Warum? Angenommen, Sie fliegen jährlich in den Urlaub. Jedes Jahr fliegen Sie mit derselben Fluggesellschaft, sind also an deren Bedingungen und Preise (inklusive plötzlicher Preiserhöhung!) gebunden. Und das obwohl Sie wissen, dass es zahlreiche andere gute Fluggesellschaften gibt, die günstigere Flüge anbieten. Also warum nicht die Fluggesellschaft, sprich den Stromanbieter, wechseln? Wir erklären Ihnen hier, was Sie über Stromanbieter im Allgemeinen wissen sollten.

Warum der Grundversorger bequem, aber tückisch ist

Der Grundversorger ist auf dem Stromanbietermarkt die verlässliche Säule schlechthin – und damit für viele Verbraucher der bequeme Ausweg. Die Grundversorgung, häufig bereitgestellt von den Stadtwerken, versorgt Sie immer mit Strom. Auch dann, wenn Sie umgezogen sind. Es sei denn, Sie haben sich für einen anderen Stromanbieter entschieden und gewechselt.

Im Prinzip müssen Sie sich beim Grundversorger um nichts kümmern und die Stromrechnung flattert von allein ins Haus. Zu schön, um wahr zu sein? Leider ja. Der Grundversorger ist nämlich meist der teuerste Stromanbieter auf dem Markt. Denken Sie nur an die Fluggesellschaften: Die größte ist auch nicht immer die günstigste oder gar beste Wahl. Kleinere Fluggesellschaften – und ja, auch Billigflieger – sind einen Blick und Vergleich wert. Vom Grundversorger auf einen anderen Stromanbieter zu wechseln ist daher sinnvoll.

Billigstromanbieter und Ihre (zu) günstigen Preise – das sollten Sie beachten!

Billig ist nicht immer die beste Wahl. Das trifft sowohl auf Lebensmittel und Fluggesellschaften zu als auch auf Stromanbieter. Heißt: Nur weil Sie sparen möchten, müssen Sie sich nicht zwangsläufig für den billigsten Anbieter entscheiden. Damit Sie sich von zu günstigen Preisen nicht blenden lassen, empfehlen wir Ihnen, Discounter immer unter die Lupe zu nehmen.

Gehört der Discounter zu einem Stadtwerk oder Konzern, bedeutet das in der Regel, dass der Billigstromanbieter einen starken Rückhalt hat und ggf. auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen kann. Bedenken Sie aber, dass auch Konzerne und Stadtwerke einen schlechten Ruf haben können.

Gehört der Discounter nicht zu einem Stadtwerk oder Konzern und ist zudem neu auf dem Markt, gilt besondere Vorsicht. Häufig ermöglichen Discounter ihre tiefen Preise durch eine schlanke Prozess- und Kostenstruktur, die sich auch rächen kann. So geschehen zuletzt 2019 beim Stromanbieter BEV, der schlussendlich Insolvenz anmelden muss und 600.000 Kunden ohne Bonus zurückließ.

Dass Billigstromanbieter auch empfehlenswert sein können, zeigt unsere Tabelle.

Übersicht der Discounter mit Wechselpilot-Bewertung

AnbieterStadtwerk/Konzern?Wechselpilot-Bewertung
123 EnergieStadtwerk: Pfalzwerke10 von 16 Punkten
Billig?Will ich!Stadtwerke Augsburg9 von 16 Punkten
E wie EinfachKonzern: E.ON15 von 16 Punkten
EMMA EnergieStadtwerk: TWL Ludwigshafen16 von 16 Punkten
EprimoKonzern: Innogy14 von 16 Punkten
Extraenergienein8 von 16 Punkten
ImmergrünKonzern: 365 AG7 von 16 Punkten
PriostromKonzern: Extraenergie11 von 16 Punkten
HITEnergieKonzern: Extraenergie10 von 16 Punkten
Wunderwerknein10 von 16 Punkten
YelloKonzern: EnBW14 von 16 Punkten

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Warum Sie sich für den Bonus und gegen Sachprämien entscheiden sollten

Ein Sofortbonus ist eine feste Summe, die vier bis zwölf Wochen nach Vertragsbeginn auf Ihrem Konto landet. Anders ist das beim Neukundenbonus, der fast immer prozentual an den Jahreskosten gemessen wird. Liegt der Neukundenbonus etwa bei zehn Prozent, erhalten Sie bei Kosten in Höhe von 500 Euro einen Betrag von 50 Euro gutgeschrieben – und Ihnen entweder nach 12 Monaten ausgezahlt oder verrechnet.

Boni werden nur im ersten Jahr ausgezahlt oder auf die monatlichen Abschläge berechnet – das bedeutet, dass Ihre effektiven Stromkosten nach zwölf Monaten wieder ansteigen. Der Bonus ist Ihnen garantiert, das ist gesetzlich geregelt. Sie erhalten ihn auch dann, wenn Sie den Vertrag schon nach Abschluss zum Ende des zwölften Monats kündigen. Sollte es dabei doch einmal zu Problemen vonseiten des Anbieters kommen, können Sie sich an den Verbraucherschutz wenden.

Bonus vs. Sachprämie – eine Beispielrechnung

Viele Stromanbieter werben statt mit Bonus mit einer Sachprämie. Davon sollten Sie jedoch die Finger lassen! Den Stromanbieter wechseln und dafür ein iPad, ein Handy oder einen Fernseher erhalten: Klingt nach einem unschlagbaren Angebot, kommt Sie schlussendlich jedoch teuer zu stehen. Gerade im Vergleich mit einem Vertrag mit Bonus.

Angenommen, Sie sind ein Einpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 1.500 kWh in Hamburg. Ein Versorger verspricht Ihnen ein iPad als Geschenk, wenn Sie den damit verbundenen Vertrag von 24 Monaten wählen. Stellen wir diesen Vertrag mit einem ohne Prämie beim selben Anbieter sowie mit einem mit Bonus gegenüber:

RahmenbedingungenVertrag mit iPadVertrag ohne iPad/Bonus beim selben AnbieterVertrag mit Bonus bei einem anderen Anbieter
Mindestvertragslaufzeit24 Monate24 Monate12 Monate
Ihr jährl. Verbrauch1.500 kWh 1.500 kWh 1.500 kWh
mtl. Grundpreis43,79 Euro13,79 Euro13,79 Euro
Arbeitspreis29,99 ct/kWh 29,99 ct/kWh 29,99 ct/kWh
BesonderheitSie zahlen einmalig 4,95 Euro für das iPadkeineSie erhalten 140 Euro Sofortbonus
mtl. Abschlag81,69 Euro51,23 Euro51,23 Euro
Abschlag im 1. Jahr980,28 Euro615,33 Euro475,33 Euro

Fazit Sachprämie

  • Das iPad kann einmalig noch so wenig kosten, der Vergleich zeigt: Ein Vertrag mit Sachprämie lohnt sich nicht. (Es sei denn, es geht Ihnen bei diesem Deal allein um das iPad. Doch selbst dann: Wollen Sie wirklich zwei Jahre einem Stromanbieter und seinen Preisschwankungen verpflichten, nur um ein iPad günstig zu ergattern?)
  • Hinzu kommt, dass Sie in Ihrem zweiten Vertragsjahr nicht die Möglichkeit haben, zu wechseln. Haben Sie sich aber für einen Vertrag mit Bonus und einer Mindestlaufzeit von zwölf Monaten entschieden, können Sie im zweiten Jahr erneut einen Vertrag mit attraktivem Bonus abschließen. Angenommen, Ihr nächster Stromanbieter zahlt Ihnen bei ähnlichen Rahmenbedingungen denselben Sofortbonus. Dann gehen im zweiten Jahr erneut kaum mehr als 475,33 Euro von Ihrem Konto ab, macht für eine Dauer von 24 Monaten 950,66 Euro. Zum Vergleich: Der Vertrag mit Sachprämie kostet Sie für 24 Monate sage und schreibe 1.955,61 Euro. Das ist mehr als das Doppelte.
  • Mit dem, was Sie durch einen jährlichen Wechsel sparen, können Sie sich das iPad auch so leisten – und verpflichten sich keinem Stromanbieter länger als ein Jahr.
FAQ Stromanbieter

Sie haben Fragen? Wir die Antworten!

Es gibt über 1.000 Stromanbieter in Deutschland – und Sie haben mindestens ebenso viele Fragen? Die häufigsten beantworten wir Ihnen gleich hier. Sollten dann noch welche offen sein, rufen Sie uns gerne an!

Es gibt einige Vergleichsportale, auf denen Sie Stromanbieter miteinander vergleichen können. Alternativ können Sie Services wie Wechselpilot nutzen und Stromanbieter unverbindlich vergleichen lassen.

Jährlich den Stromanbieter zu wechseln ist das Beste, was Sie Ihrem Geldbeutel antun können. So haben Sie die Möglichkeit, jedes Jahr aufs Neue den günstigsten Stromanbieter zu wählen – und im besten Fall attraktive Boni mitzunehmen.

Das heißt nicht, dass einmaliges Wechseln nicht auch lukrativ für Sie ist.  Allerdings nur kurzfristig. Je länger Sie einem Stromanbieter treu bleiben, desto höher werden Ihre Stromkosten nach ein paar Jahren sein.

Um den Stromanbieter zu wechseln, ist es egal, ob es Frühling, Sommer, Herbst oder Winter ist. Auch das Jahr spielt keine Rolle. Der passende Zeitpunkt für den Stromanbieterwechsel hängt lediglich von der Kündigungsfrist Ihres aktuellen Versorgers ab. Drei gute Gründe, um den Stromanbieter zu wechseln, sind:

Sie möchten Kosten sparen: Sind Sie derzeit beim Grundversorger? Dann können Sie zum einen jederzeit und zum anderen mit einer Kündigungsfrist von nur zwei Wochen kündigen – besser geht es kaum. Sind Sie bei einem anderen Stromanbieter als dem Grundversorger, fallen die Kündigungsfristen unterschiedlich aus. Zudem müssen Sie auf Ihre Vertragslaufzeit achten.

Sie planen einen Umzug: Dann ist es in jedem Fall ratsam, den Stromanbieterwechsel vor dem Umzug anzugehen. Sofern Sie bei einem anderen Stromanbieter als dem Grundversorger sind, gilt für Sie in der Regel ein Sonderkündigungsrecht, das es Ihnen erlaubt, vorzeitig den Vertrag zu beenden.

Sie haben eine Strompreiserhöhung von Ihrem aktuellen Anbieter erhalten? Damit hat er zugleich den laufenden Vertrag gebrochen – und Sie haben nun das Recht auf Sonderkündigung. Dadurch haben Sie bis zum Datum der Preiserhöhung unter Einhaltung einer vom Stromanbieter gewährten Frist, Ihren Vertrag zu beenden.

Wer für Sie der beste Stromanbieter ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Das kommt ganz auf Ihre Präferenzen an. Wir können jedoch folgende drei Stromanbieter ohne Einschränkung empfehlen:

Alle drei haben von unserem Kundenservice die Bestnote erhalten und zeichnen sich daher durch faire Preise, Zuverlässigkeit und Kundenfreundlichkeit aus.

Ihren Stromverbrauch geben Sie pro Jahr an. Es handelt sich hierbei um eine Pauschalangabe: Sie schätzen, wie viel Strom Sie voraussichtlich im kommenden Jahr verbrauchen werden. Ihr Verbrauch hängt dabei von mehreren Faktoren ab: 

  • Wie viele Personen leben in Ihrem Haushalt?
  • Wie groß ist Ihre Wohnfläche?
  • Gibt es Stromfresser (z.B. alte Küchengeräte) oder laden Sie privat Ihr E-Auto auf?
  • Heizen Sie mit Strom (Wärmepumpe, Nachtspeicher)?
  • Falls es nicht Ihr erster Stromvertrag ist: Mussten Sie vergangenes Jahr viel nachzahlen oder haben Sie eine hohe Rückzahlung erhalten? Bei starken Schwankungen passen Sie Ihre neue Angabe entsprechend an.

Unsere Erfahrungswerte zeigen, dass ein Einpersonenhaushalt in der Regel 1.500 kWh/Jahr verbraucht. Bei zwei Personen sind es 2.200, bei drei Personen 2.800 und ab vier Personen 3.500.

Ein Stromanbieterwechsel dauert in der Regel vier bis sechs Wochen. Beträgt die Kündigungsfrist bei Ihrem alten Anbieter sechs Wochen, empfiehlt es sich also, etwas früher schon zu kündigen und den Wechsel in Auftrag zu geben.

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Verbraucherrechte

Dazu sind Stromanbieter Ihnen gegenüber verpflichtet

Wie die Bundesnetzagentur informiert, stehen Ihnen als Verbraucher bestimmte Rechte zu. Daraus ergeben sich wiederum für Stromanbieter folgende Pflichten:

  • Grundversorgung: Der Stromanbieter, der an Ihrem Wohnort die meisten Verbraucher beliefert, ist auch zuständig für die Grundversorgung. Das heißt, jeder Verbraucher, der sich nicht aktiv um einen Stromanbieter kümmert, muss der Grundversorger beliefern. Meist sind das die Stadtwerke oder ein Big Four-Versorger, wie Vattenfall in Berlin und Hamburg.
  • Einfacher & schneller Anbieterwechsel: Laut der Bundesnetzagentur sollte ein Wechsel vom alten zum neuen Stromanbieter nur drei Wochen dauern. Unserer Erfahrung nach kann er allerdings auch bis zu sechs Wochen andauern – verlassen Sie sich also nicht auf die angesetzten Wochen.
  • Schlussrechnung: Spätestens sechs Woche, nachdem Sie gekündigt haben, muss Ihr Stromanbieter Ihnen Ihre Schlussrechnung vorlegen.
  • Vertrag: Stromanbieter müssen Sie im Vertrag über einige Dinge klar informieren. Dazu gehört, wie Sie vom Vertrag zurücktreten, wann und wie Sie kündigen und wie und wo Sie sich beschweren können. Dabei muss Ihr Stromanbieter auch auf die zuständige Schlichtungsstelle bzw. den Verbraucherservice der Bundesnetzagentur hinweisen. Sollte Ihr Stromanbieter Ihnen nicht nachgekommene Pflichten erstatten oder entschädigen, muss er auch dazu Angaben machen.
  • Kostenlose Verbrauchsinformationen: Ihr Stromanbieter darf Ihnen keine zusätzlichen Kosten dafür berechnen, dass er Sie über Ihren tatsächlichen Verbrauch informiert.

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So sollten Stromanbieter Sie über höhere Preise informieren

Ihr Stromanbieter ist dazu verpflichtet, Sie rechtzeitig und transparent zu informieren, sollte er die Preise ändern. In der Grundversorgung müssen Stromanbieter das sogar öffentlich bekannt geben. Alle Versorger müssen darüber hinaus folgende Fragen beantworten:

  • Warum wird erhöht? (Zum Beispiel erhöhte EEG-Umlage.)
  • Was wird erhöht? (Grund- oder Arbeitspreis sowie die jeweiligen Bestandteile. Dazu gehört auch, alte und neue Preise gegenüber zu stellen.)
  • Unter welchen Bedingungen/Voraussetzungen wird erhöht?
  • Haben Sie ein Sonderkündigungsrecht? Wenn ja, welche Fristen haben Sie?

Nicht transparent genug: Kölner Oberlandesgericht entscheidet für Verbraucher

Wie ein Fall des Energiekonzerns 356 AG, zu dem unter anderem auch der Billigstromanbieter immergrün! gehört, zeigt, halten sich Stromanbieter nicht immer an diese Vorgaben.

Im März 2018 verschickte der Konzern an seine Kunden eine E-Mail mit dem Betreff „Aktuelles zu Ihrem Energieliefervertrag“. Allerdings war weder im Fließtext noch in der beigefügten Rechnung ersichtlich, dass es sich um eine anstehende Preiserhöhung handelte. In der Rechnung fanden Kunden bspw. den entscheidenden Hinweis erst unter der Überschrift „Erläuterungen zu Ihrer Abrechnung“. Die 356 AG war also offiziell seinen Pflichten nachgekommen, von Transparenz konnte aber nicht die Rede sein.

Das sahen nicht nur die Kunden des Konzerns, sondern auch die Verbraucherzentrale NRW sowie schlussendlich das Oberlandesgericht Köln so. Letzteres entschied im Juni 2020, dass der Betreff „Aktuelles zu Ihrem Energieliefervertrag“ nicht eindeutig auf eine Preiserhöhung hinweise und auch die Preiserhöhung als solche nicht hervorgehoben war. Das Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig, zeigt aber, zu welchen Mitteln Energielieferanten mitunter greifen, um Preiserhöhungen durchzudrücken.

Die Verbraucherzentrale weist deshalb schon seit Jahren auf diverse Tricks der Stromanbieter hin, wenn es um die Bekanntgabe der Preiserhöhung geht.

Tricks bei Preiserhöhung

  • Das Schreiben Ihres Stromanbieters zur Preiserhöhung ist als Flyer getarnt.
  • Die Preiserhöhung wird nur am Rande erwähnt, etwa in einem Schreiben zu einem ganz anderen Thema (s. Fall der 356 AG).
  • Ihr Stromanbieter macht Sie auf der Jahresrechnung darauf aufmerksam, dass sich die Preise erhöhen werden.
  • Sie erhalten zwei Preiserhöhungen gleichzeitig, sodass die zweite Preiserhöhung ggf. unter den Tisch fallen kann.
  • Ihr Stromanbieter schickt Ihnen per E-Mail die Preiserhöhung, nutzt aber einen unbekannten Absender.

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