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Strom

Ökostrom-Zertifikate

Diesen Zertifikaten können Sie wirklich trauen!

24. Juli 2018

von Stephanie Hein

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom

Der Begriff Ökostrom ist gesetzlich nicht fest definiert und kann ohne Weiteres für verschiedene Stromangebote verwendet werden. Stromanbieter können ihren bereits vorhandenen Ökostrom als diesen vermarkten und gleichzeitig weiterhin in großen Mengen Kohle- und Atomstrom produzieren. Zwar geben Ökostrom-Zertifikate Aufschluss über die Stromquelle und die Stromzusammensetzung. Die Schwäche von Herkunftsnachweisen allein wird allerdings schnell deutlich: Häufig erwerben Stromkonzerne von Ökostrom-Erzeugern Zertifikate zur Umetikettierung ihres konventionellen Strommixes. Da durch solche Stromprodukte im Extremfall keine einzige zusätzliche Kilowattstunde Ökostrom produziert wird, wird diese Vorgehensweise regelmäßig kritisiert.

 

Vergabe der Zertifikate und Gütesiegel

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass in Deutschland verschiedene Zertifikate und Gütesiegel zur Klassifizierung von Grünstrom existieren. Hinter ihnen können TÜV-Gesellschaften, Umweltverbände oder Unternehmen stecken. Ihr Kriterienkatalog unterscheidet sich im Einzelnen stark. Während Zertifikate darüber Auskunft geben, dass eine gewisse Strommenge mithilfe erneuerbarer Energie erzeugt wurde, gehen Ökostrom-Gütesiegel einen Schritt weiter. Sie informieren den Verbraucher auch über die Qualität des entsprechenden Angebots, beispielsweise über das Höchstalter der Stromanlagen oder ob Versorger in den Bau neuer Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung investieren. Je nach Zertifikat und Gütesiegel erfolgt die Prüfung des Stromanbieters. Einen einheitlichen Zertifizierungsprozess gibt es nicht.

 

Vergleich der empfehlenswerten Ökostromzertifikate und Gütesiegel

Da sich die einzelnen Zertifikate und Gütesiegel in ihrem Kriterienkatalog deutlich voneinander unterscheiden, gibt es hier einen Vergleich verschiedener Labels sowie mehr Informationen zum Zertifizierungsprozess.

1. Grüner Strom Label

Gegründet wurde dieses Label 1998 von unterschiedlichen Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden. Seine Zielsetzung ist, den Ökostrommarkt für den Verbraucher transparenter zu machen. Daher werden nur die Stromangebote zertifiziert, deren Quelle regenerative Energien darstellen und damit absolut naturverträglich sind. Der Strom muss daher aus Wasser-, Wind- oder Solarkraft stammen. Klärgas, Biomasse und geothermische Quellen sind ebenfalls Teil dieser Gruppierung. Bis Ende 2014 gab es noch eine Unterscheidung zwischen Grüner Strom Label „Silber“ und „Gold“. Dies ist mit Inkrafttreten des neuen Kriterienkatalogs abgeschafft worden. Jetzt wird das Grüner-Strom-Label nach einem einzigen Standard vergeben. Dieser Standard entspricht den Voraussetzungen des hochwertigen „Grüner Strom Label Gold“. Kurzum: Alle Stromprodukte, die mit dem Grüner-Strom-Label Produkte ausgezeichnet werden, erfüllen nun die höchsten Anforderungen.

2. ok-power-Label

Hierbei handelt es sich um ein sehr verbreitetes Gütesiegel, welches vom Verein EnergieVision e.V. vergeben wird. Dies ist eine Unterorganisation des Öko-Instituts e.V. und der nordrhein-westfälischen Verbraucherzentrale. Dieses Gütesiegel wird nur an solche Stromangebote vergeben, die einen positiven Beitrag zur Energiewende leisten. Das kann durch ganz unterschiedliche Projekte geschehen: sowohl durch den Bau von regenerativen Anlagen als auch durch die Förderung von Bildungsmaßnahmen, die andere Akteure rund um das Thema Energiewende informieren. Bereits bestehende Anlagen müssen außerdem die für die Stromproduktion spezifischen ökologischen Mindeststandards erfüllen. Das Gütesiegel bescheinigt demnach, dass durch die Nutzung dieses Ökostroms ein tatsächlicher Mehrwert für die Umwelt entsteht.

3. RECS Zertifikat bzw. EECS-GoO-System

Das RECS-System ist 2016 durch den Nachfolger European Energy Certificate System (EECS-GoO) abgelöst worden. Dieses Zertifikat wird für jede ökologisch erzeugte Megawattstunde an Strom ausgestellt. Um die Vergabe dieses Zertifikates zu erreichen, muss der Stromproduzent seine Stromanlage von einem unabhängigen Gutachter kontrollieren lassen. Nach erfolgreicher Überprüfung kann diese als regenerative Anlage registriert werden. Im Anschluss erhält der Stromproduzent beim EECS ein Konto. Auf diesem Ökostromkonto werden die Zertifikate für den produzierten Ökostrom notiert, die vom Erzeuger an andere Marktteilnehmer verkauft werden können. Nicht nur dieser Mechanismus wird kritisiert – Umweltverbände bewerten es außerdem als problematisch, dass das RECS-Zertifikat keine Neubauverpflichtung regenerativer Anlagen beinhaltet.

4. TÜV SÜD: EE01, EE02

Gleich mehrere Kriterienkataloge bietet der TÜV SÜD für Ökostrom an. Auf der einen Seite können sich stromerzeugende Unternehmen zertifizieren lassen und auf der anderen Seite ist eine Zertifizierung von Betrieben als Ökostrom-Verbraucher möglich. Auch die Stromkennzeichnung sowie die Sicherung von Leistungs- und Arbeitszusagen sind zertifizierbar. Die Prüfsiegel EE01 und EE02 besagen, dass der gelieferte Strom zu 100% von erneuerbaren Energiequellen kommt. Zudem soll der Ausbau regenerativer Energien unterstützt werden. Ganz konkret: EE01 verlangt, dass zumindest 30% des Stroms aus Erzeugungsanlagen stammen, welche nicht älter als 36 Monate sind. Für EE02 wird eine Zeitgleichheit zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch gefordert.

5. TÜV NORD CERT: Geprüfter Ökostrom

Dieses Zertifikat können nur Stromanbieter erhalten, die sich dazu verpflichten, den Ausbau erneuerbarer Energiequellen zu unterstützen. Außerdem müssen hohe Standards bezüglich der Nachvollziehbarkeit und Transparenz gegenüber dem Verbraucher eingehalten werden. Der Strom selbst muss zu 100% aus erneuerbaren Energien stammen. Ein Drittel des Stroms muss als Quelle Produktionsanlagen haben, die jünger als sechs Jahre sind. Wird diese Voraussetzung nicht erfüllt, muss ein fixer Betrag in den Ausbau neuer Anlagen investiert werden. Den zuletzt genannten Punkt bewerten Kritiker als verbesserungswürdig: Sie wünschen sich, dass noch klarer definiert wird, wohin die Investitionen fließen.

 

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