Hamburg, 19.03.2026 - Mit dem neuen Wechsel-Ersparnis-Index (WEX) veröffentlicht Wechselpilot erstmals einen umfassenden Marktindikator, der sichtbar macht, in welchen Bundesländern, Regionen und Postleitzahlen deutsche Haushalte beim Stromanbieterwechsel am meisten sparen können. Der Index deckt deutlich auf: Die Grundversorgung ist für Millionen Verbraucher unnötig teuer und ein aktiver Tarifwechsel lohnt sich fast immer.
- Grundversorgung zu teuer: Median-Preisaufschläge von über 41 Prozent gegenüber dem günstigsten Alternativtarif.
- 2,6 Milliarden Euro verschenkt: So viel zahlen Haushalte jährlich zu viel, weil 23 Prozent weiterhin in der Grundversorgung bleiben.
- WEX schafft Transparenz: Der Index zeigt erstmals regionale Preisaufschläge auf Knopfdruck.
Grundversorgung: Sichere, aber teure Energie
Grundversorger sind lokale Stromanbieter, die in einem Netzgebiet die meisten Kundinnen und Kunden beliefern und gesetzlich dazu verpflichtet sind, jeden Haushalt ohne Vertrag zu versorgen. Ursprünglich als Sicherheitsnetz gedacht – etwa bei Umzügen, Anbieter-Insolvenzen oder Wechselproblemen – führt diese automatische Zuordnung jedoch häufig zu hohen Kosten.
Die Analyse von Wechselpilot zeigt: Die Preise der Grundversorgung liegen im Median über 41 Prozent über den günstigsten verfügbaren Wettbewerbstarifen. Gründe dafür sind unter anderem Regulierungen, Netzentgelte, Beschaffungsstrategien, Risikoaufschläge und regionale Wettbewerbssituationen.
Wer nicht aktiv wechselt, bleibt automatisch in der Grundversorgung – und zahlt damit fast immer deutlich mehr als notwendig.
Wechsel-Ersparnis-Index zeigt erstmals regionale Preisaufschläge
Der Wechsel‑Ersparnis‑Index löst ein zentrales Problem des Strommarktes: Intransparenz. Viele Verbraucher wissen nicht, ob sie zu viel zahlen – und wie viel.
„Der WEX zeigt auf einen Blick, in welchem Bundesland, in welcher Region, bei welchem Versorger der Aufschlag am höchsten ist. Das ist kein Vergleichsportal, sondern ein Marktindikator“, erklärt Maximilian Both, Co‑Gründer und Geschäftsführer von Wechselpilot.
Die Daten verdeutlichen das Ausmaß: 88 Prozent der analysierten Grundversorger verlangen mehr als 30 Prozent Aufschlag gegenüber dem günstigsten Alternativtarif.
Laut Bundesnetzagentur befinden sich weiterhin 23 Prozent aller Haushalte in der Grundversorgung – was hochgerechnet 2,6 Milliarden Euro pro Jahr an unnötigen Mehrkosten bedeutet.
Der WEX soll politischen Akteuren, Verbraucherschützern und Medien ermöglichen, Preisaufschläge regional klar zu erkennen, Verantwortlichkeit zu schaffen und Markttransparenz zu stärken.

Alle Informationen zum Wechsel-Ersparnis-Index können hier nachgelesen werden. Die interaktive Deutschlandkarte zeigt auf einen Blick, wo das Sparpotenzial am höchsten ist und wird regelmäßig aktualisiert.