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Strom

Interview mit Jan Rabe
Gründer Jan klärt über steigende Energiepreise auf

20. Oktober 2021

von Anne Härtling

Die aktuellen Preissteigerungen auf dem gesamten Energiemarkt betreffen besonders wechselwillige Kunden, die auf der Suche nach einem neuen Vertrag sind. Jan Rabe, Gründer von Wechselpilot und jahrelanger Energiemarkt-Experte, sah diese Entwicklung kommen und hat in unserem Interview erklärt, wie es zu den Preisanstiegen kommt.

Wir haben uns auf den Weg in die Hamburger Hafencity gemacht und Jan gefragt, woher die steigenden Preise kommen, was er für die Zukunft prognostiziert und wie man sich am besten gegen steigende Preise schützt. Das ist schließlich sein Spezialgebiet als Gründer von Wechselpilot.

Preissteigerungen gab es immer – und sie werden bleiben

Im Zuge der Corona-Krise sind die Preise für Strom und Gas an der Energiebörse zunächst gefallen – nun steigen die Preise in rasantem Tempo. Im Winter ist also mit weiteren Preiserhöhungen zu rechnen. Auch für die kommenden Jahre sieht Jan Rabe eine Entwicklung in die bekannte Richtung: Nach oben.

Das liegt vor allem daran, dass die Zukunft in erneuerbaren Energien liegt. An diese Gegebenheiten muss das Netz angepasst werden und es kommen Investitionen auf die Gesellschaft zu, die über den Strompreis auf die Verbraucher umgelegt werden. Jan fordert daher, dass das System der EEG-Umlage erneuert wird. Statt die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien auf die Haushalte umzulegen, sollten Steuern dazu genutzt werden. Da eine solche Entwicklung aber noch nicht absehbar ist, müssen sich vor allem Stromkunden auf weiter steigende Preise einstellen.

Preiserhöhungen gab es immer und diese wurden immer an die Kunden weitergegeben. Sind die Preise für die Versorger aber mal gesunken, wurde dies so gut wie nie an die Kunden weitergegeben.

Jan Rabe

Jan macht allen Verbrauchern aber auch Mut: Strom- und Gaskunden haben eine sehr große Macht auf dem Energiemarkt, wenn Sie regelmäßig wechseln. Alle Energieverbraucher, die nicht wechseln und beim Grundversorger bleiben, bieten für die Versorger keinen Anreiz, günstigere Preise anzubieten. Würden mehr Kunden regelmäßig wechseln, würde der Druck auf die Energieversorger wachsen, innovative Ideen an den Start zu bringen, neue Produkte und günstige Preise anzubieten.

Jans Aufruf wird damit deutlich: Wechseln Sie jährlich Ihren Anbieter. Wem das zu zeitaufwändig ist, der sollte sich an einen Tarifaufpasser wie Wechselpilot wenden.

Besonders wenn eine Preiserhöhung bei Ihnen ins Haus flattert, sollten Sie den Anlass nutzen, und innerhalb der zweiwöchigen Sonderkündigungsfrist zu einem anderen Anbieter wechseln. Denn der Trend ist klar: Strompreissenkungen wird es in nächster Zeit kaum geben.

Das gesamte Interview mit unserem Energie-Experten finden Sie hier.