Endlich ohne schlechtes Gewissen heizen

Jedes Mal, wenn Sie die Heizung andrehen, plagt Sie ein schlechtes Gewissen? Eigentlich würden Sie am liebsten nur im Winter heizen, um ja keine böse Überraschung auf Ihrer Gasrechnung erleben zu müssen? Schluss damit! Wir kennen Ihre Sorgen – es gab eine Zeit, da ging es uns genauso. Jede Kilowattstunde Gas war eine zu viel; Gaskosten sparen ging nur über sparsames Heizen. Ja, sparsam heizen ist löblich – aber Sie sollten kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie an kalten Tagen die Heizung anstellen. Wir haben einen Weg gefunden, mit dem Sie jedes Jahr Gaskosten sparen und trotzdem nach Bedarf heizen und kochen können: Jährlich Gaspreise vergleichen und wechseln. Wir erklären Ihnen für den Gaspreisvergleich alles, was Sie wissen müssen. Los geht’s!

Gaspreisvergleich kurz & knapp

  • Unser Tipp beim Gaspreisvergleich: Suchen Sie nach 12 Monaten Vertragslaufzeit, 12 Monaten Preisgarantie und Bonuszahlung.
  • Ihr Gaspreis sollte nicht mehr als 5 ct/kWh betragen.
  • Schlagen Sie nicht beim erstbesten Gaspreis zu! Checken Sie immer auch den Anbieter des Preises: Gibt es viele Beschwerden über ihn? Ist er bekannt für seine Kundenfreundlichkeit? …
  • Ein Gaspreisvergleich dauert maximal zwei Stunden, der Wechsel vom alten zum neuen Anbieter hingegen vier bis sechs Wochen. Kümmern Sie sich also noch vor Beginn Ihrer Kündigungsfrist um einen Vergleich!

Die häufigsten Fragen zum Gaspreisvergleich

Wie viel Sie für eine Kilowattstunde Gas bezahlen, ist von Ihrem Verbrauch, Ihrem Tarif und Ihrem Wohnort abhängig. Im Schnitt jedoch liegt der Gaspreis 2020 für Verbraucher bei abgerundet 6 ct/kWh bei einem Verbrauch von 20.000 kWh.

Wer Ökogas bezieht, finanziert damit Klimaschutzprojekte. Pro kWh Ökogas – normales Erdgas – kommt ein bestimmter Betrag des Gaspreises, den Sie zahlen, der Umwelt zugute. Quasi als Ausgleich. Deshalb wird Ökogas häufig auch als Klimagas bezeichnet.

Bei Biogas handelt es sich um Bioethan, das entsteht, wenn Biomasse vergärt. Auf dem Markt wird sowohl reines Biogas als auch ein Biogas-Erdgas-Gemisch, das ebenfalls als Biogas vermarktet wird.

Lange Zeit war der Gaspreis vom Ölpreis abhängig . Das gilt seit 2010 nicht mehr, trifft allerdings nur auf den Gaspreis zwischen Versorger und Verbraucher zu. Der Gaspreis an der Börse kann durchaus Schwankungen des Ölpreises unterliegen.

Die größten Gasproduzenten in und um Europa sind Russland (Gazprom), die Niederlande (Gasunie) und Norwegen (Statoil). Obwohl es auch in Deutschland Gasproduzenten gibt, wird Gas noch viel importiert. Über ein Drittel unseres Gases stammt aus Russland. Entsprechend ist der Wettbewerb in Deutschland geringer als auf dem Strommarkt und der Preis im Europavergleich höher.

Gas wird auf dem heimischen Zähler in Kubikmeter angezeigt, auf der Abrechnung des Versorgers erfolgt die Angabe jedoch in Kilowattstunden. Um m3 in kWh umzurechnen, müssen Sie folgende Formel anwenden: kWh = m3 x Brennwert x Zustandszahl. Um herauszufinden, wie viel 1 m3 Gas in kWh ist, setzen Sie in der Formel entsprechend bei m3 eine 1 ein.

Inhaltsverzeichnis

Anleitung & Wechselservice

1. Gaspreisvergleich: 3 Methoden

Wie lange dauert ein Gaspreisvergleich? Das entscheiden Sie! Sie können von 15 Minuten bis hin zu mehreren Stunden an Zeit in einen erfolgreichen Gaspreisvergleich investieren.

15 Minuten

Sie möchten max. 15 Minuten investieren, aber Jahr für Jahr sparen? Dann geben Sie den Wechsel an uns ab! Alles, was Sie tun müssen: Registrieren, Daten eingeben, Auftrag abschicken. Wir kümmern wir uns für Sie um den gesamten Wechselprozess inkl. Gaspreisvergleich und Vertragsabschluss. Über Ihr Kundenkonto bleiben Sie dennoch stets informiert.

Zur 15 Minuten-Methode

60 Minuten

Sie möchten selbst Gaspreise vergleichen, aber so wenig Zeit wie möglich investieren? Dann sind 24-Monats-Verträge vermutlich optimal für Sie. Der Vorteil: Sie müssen sich nur alle zwei Jahre für gut eine Stunde um einen Wechsel bemühen und es gibt weniger Kriterien zu beachten. Der Nachteil: Bonuszahlungen & Sachprämien lohnen sich bei dieser Vertragslänge nicht.

Zur 60 Minuten-Methode

120 Minuten

Ist es Ihnen Ernst mit dem Gaspreisvergleich? Dann sollten Sie mind. 120 Minuten einplanen, damit Sie sich in die Welt der Gaspreise richtig einlesen können. Zum Beispiel hier über unseren Ratgeber. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Grund- und Arbeitspreise, Bonus-Zahlungen und Vertragsdetails auswerten, um gezielt Ihren optimalen Gaspreis zu finden.

Zur 120 Minuten-Methode

Seit unserer Gründung haben wir tausende Energieverträge gewechselt und unseren Kunden damit sehr viel Geld gespart. Unsere Devise lautet: faire Konditionen, hohe Ersparnis und das Jahr für Jahr. Wenn auch Sie das Maximum aus Ihrem Gaspreisvergleich herausholen möchten, erklären wir Ihnen unsere Methode hier Schritt für Schritt. Aber: Sie müssen bereit sein, jedes Jahr aufs Neue einen Gaspreisvergleich durchzuführen.

Gaspreisvergleich-Methode 1: Wechselservice nutzen

Wir führen für Sie Jahr für Jahr erneut einen Gaspreisvergleich durch und finden für Sie den optimalen Tarif mit Ersparnis. So zahlen Sie nicht nur jedes Jahr einen fairen Gaspreis, Sie senken dadurch auch dauerhaft Ihre Gaskosten, ohne selbst aktiv werden zu müssen. Sobald Sie nach einem Jahr durch uns gespart haben, erhalten wir von Ihnen eine Servicegebühr in Höhe von 20 Prozent auf Ihre Ersparnis.

  • Ziel: Hohe Ersparnis, fairer Gaspreis, faire Vertragskonditionen jedes Jahr
  • Zeitaufwand: 15 Minuten, einmalig
  • Ihre To dos: Kundenkonto bei Wechselpilot erstellen, Auftrag absenden
  • Servicegebühr: 20 Prozent auf Ihre Ersparnis nach einem Jahr und nur, wenn Sie gespart haben.

Folgendes müssen Sie einmalig dafür tun, danach läuft alles automatisch über uns:

Schritt 1 Kundenkonto anlegen

Erstellen Sie bei uns ein Kundenkonto. Hier können Sie Ihren Auftrag an uns abschicken und haben zudem stets einen Überblick über Ihre laufenden Verträge und Wechselprozesse.

Schritt 2 Gaspreisvergleich anstoßen

Um den Gaspreisvergleich bei uns anzustoßen, brauchen wir nur folgende Daten von Ihnen: Verbrauch, Wohnort, jetziger Anbieter. Innerhalb weniger Sekunden schlagen wir Ihnen Ihren neuen Tarif vor.

Schritt 3 Wechselauftrag abschicken

Glücklich mit dem Ergebnis unseres Gaspreisvergleichs? Dann beauftragen Sie uns mit dem Wechsel! Ab hier übernehmen wir und halten Sie über alle wichtigen Ereignisse auf dem Laufenden.

Jetzt Gaspreise vergleichen lassen

Unsere Experten sind für Sie da

Jetzt kostenlos und unverbindlich beraten lassen.

Gaspreisvergleich-Methode 2: Sie als Wechselpilot

  • Ziel: Hohe Ersparnis, fairer Gaspreis, faire Vertragskonditionen
  • Zeitaufwand: 120 Minuten, jedes Jahr
  • Kriterien: 12-Monats-Verträge, Neukunden- und/oder Sofortbonus, kurze Kündigungsfrist (max. 6 Wochen), Preisgarantie, fairer Arbeitspreis (max. 5 ct/kWh)
  • Hilfsmittel: Vergleichsportale, Beschwerdeportale, Suchmaschinen
  • Tipps: Prüfen Sie immer den Versorger. Vergleichen Sie sowohl den Arbeits- als auch Grundpreis der jeweiligen Anbieter miteinander. Den Grundpreis legt jeder Versorger individuell fest und deckt Kosten für Dienstleistung, Vertragsabschluss usw.
  • Finger weg von: Sachprämien, Verträgen mit Laufzeiten von mehr als 12 Monaten

Schritt 1: Vergleichsportal aufrufen

Nutzen Sie Vergleichsportale und geben Sie Ihre Daten ein. Zunächst sind das Verbrauch und PLZ. Gibt Ihnen das Vergleichsportal schon hier die Option, nach Vertragslaufzeiten zu filtern, wählen Sie die Einstellung „12 Monate“. Starten Sie anschließend den Vergleich.

Schritt 2: Aktuellen Verbraucher angeben

Bevor Sie sich den Suchergebnissen oder Filtern widmen, geben Sie Ihren aktuellen Verbraucher an. Vergleichsportale wählen stets als Vergleichstarif den Grundversorgungstarif Ihrer Stadt. Trifft das auf Sie nicht zu, sollten Sie den Vergleichstarif also anpassen. Melden Sie zum ersten Mal Gas an, können Sie den Grundversorgungstarif sehr gut als Vergleichswert heranziehen. Denn sofern Sie sich nicht um einen eigenen Gasanbieter kümmern, landen Sie immer in der Grundversorgung – und die ist um 30 Prozent teurer.

Schritt 3: Einstellungen & Filter individualisieren

Kümmern Sie sich nun um die Einstellungen und Filter der Vergleichsportale. Wichtig sind: 12-Monats-Vertrag, 12 Monate Preisgarantie, Bonus (alle) sowie Ihre persönlichen Wünschen (z.B. Ökogastarif). Unter der Einstellung „Individuell“ können Sie weitere Bedingungen auswählen. Möchten Sie so viele Tarife wie möglich ausgespielt bekommen, entscheiden Sie sich hier gegen Tarife gemäß den Richtlinien des Vergleichsportals sowie für mehr als zwei Tarife pro Anbieter. Haben Sie alles ausgewählt, lädt das Vergleichsportal automatisch die neuen Suchergebnisse.

Schritt 4: Suchergebnisse & Anbieter checken

Erst jetzt dürfen Sie einen Blick auf die Suchergebnisse werfen. Werden Ihnen trotz Ihrer Einstellungen Empfehlungen ausgespielt, ignorieren Sie diese zunächst. Häufig verbergen sich dahinter bezahlte, statt ehrliche Empfehlungen. Interessieren Sie sich für einen Gastarif, checken Sie auf jeden Fall den Anbieter, der dahinter steckt. Was schreiben andere Kunden über ihn? Gibt es wissenswerte Presseberichte? Auf Vergleichsportalen finden Sie zwar bereits Informationen und Kundenbewertungen zu den Anbietern, doch wir empfehlen Ihnen, selbst auf die Suche zu gehen.

Schritt 5: Tarifauswahl miteinander vergleichen

Wählen Sie bis zu drei Suchergebnisse aus und vergleichen Sie diese miteinander. Vergleichsportale bieten Ihnen hierfür eine entsprechende Option an, mit der Sie Ihre Wunschtarife nochmals gegenüberstellen können. Sie können diese Option nutzen und zugleich oder alternativ selbst einen solchen direkten Vergleich durchführen. Fragen Sie sich: Wo können Sie am meisten sparen? Welcher Anbieter berechnet Ihnen einen fairen Arbeitspreis? Was bietet Ihnen dieser Anbieter, was Ihnen bei Ihrem aktuellen fehlt? …

Schritt 6: Gaspreisvergleich abschließen & wechseln

Entscheiden Sie sich für einen Gaspreis und schließen Sie den Vertrag ab. Entweder über das Vergleichsportal – zum Beispiel, wenn Ihnen hier ein zusätzlicher Bonus winkt – oder direkt beim Anbieter.

Gaspreisvergleich-Methode 3: Fairer Deal, einmalige Ersparnis

Unsere Methode ist Ihnen zu viel Aufwand, Sie möchten dennoch den Gaspreisvergleich selbstständig durchführen? Dann gibt es eine Art Kompromiss. Sie brauchen bei dieser Methode nicht so viele Kriterien beachten, landen aber ebenfalls bei einem fairen Gaspreis. Bedenken Sie jedoch, dass Sie hier nur einmalig sparen und trotzdem nach spätestens zwei Jahren den Gasanbieter wechseln sollten, um nicht wieder zu viel für Gas zu zahlen. Bei dieser Methode geht es folglich um Verträge mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monate oder länger.

  • Ziel: faire Vertragskonditionen bei langer Vertragslaufzeit
  • Zeitaufwand: 60 Minuten, alle zwei Jahre
  • Kriterien: kurze Kündigungsfrist (max. 6 Wochen), lange Preisgarantie, kein Bonus, keine Sachprämie, fairer Arbeitspreis (max. 5 ct/kWh), niedriger Grundpreis, Vertragslaufzeiten bis zu 24 Monaten
  • Hilfsmittel: Vergleichsportale, Beschwerdeportale, Suchmaschinen
  • Tipp: Möchten Sie längerfristig zu einem neuen Gasanbieter wechseln, sollten Sie weniger auf Bonuszahlungen achten und mehr auf niedrige Grund- und Arbeitspreise. Denn auch die beste Preisgarantie schützt Sie nicht vor Preiserhöhungen. Selbst in der vollständigen Preisgarantie sind Preiserhöhungen aufgrund von bspw. erhöhter Mehrwertsteuer erlaubt.
  • Hinweis: Lange Vertragslaufzeiten lohnen sich nur bei ebenso langer Preisgarantie. Wenn nach zwei Jahren die Preisgarantie endet, sollten Sie also einen neuen Gaspreisvergleich durchführen, um nicht erneut zu viel für Gas zu bezahlen. Preiserhöhungen sind dann nämlich jederzeit möglich. Wenn Sie Tarife mit Bonuszahlung wählen, denken Sie daran, dass der Bonus sich nur im ersten Vertragsjahr positiv auf Ihre Kosten auswirkt. Im zweiten Jahr stehen Sie ohne Vergünstigung da.

Schritt 1: Vergleichsportal aufrufen

Rufen Sie mindestens zwei Vergleichsportale online auf und geben Sie dort jeweils Ihre Daten ein. Zunächst sind das Ihr Verbrauch und Ihr Wohnort. Bei manchen Portalen können Sie bereits hier die Vertragslaufzeit wählen. Haben Sie diese Option, entscheiden Sie sich für Verträge über 24 Monate. Klicken Sie anschließend auf den Button, der den Vergleich starten lässt.

Schritt 2: Aktuellen Verbraucher angeben

Bevor es an die Sichtung der Suchergebnisse geht, sollten Sie Ihren Vergleichstarif überprüfen. Im zweiten Schritt geben Sie daher Ihren aktuellen Verbraucher ein. Oft ist hier nämlich automatisch der Grundversorgunsgtarif Ihrer Stadt als Vergleichstarif angegeben. Das trifft zwar auf mehr als 50 Prozent der Verbraucher zu, kontrollieren Sie diese Eingabe dennoch. Haben Sie noch nie Gas gewechselt oder beantragt, können Sie den Grundtarif als Vergleichswert stehen lassen.

Schritt 3: Einstellungen & Filter individualisieren

Vergleichsportale bieten Ihnen diverse Einstellungen und Filter an – nutzen Sie diese! Ihr Augenmerk sollte auf folgenden Kriterien liegen: 24-Monats-Verträge, 24 Monate Preisgarantie, Ihre persönlichen Wünsche (z.B. Ökogastarife). Bonuszahlungen interessieren Sie bei dieser Methode nicht, entscheiden Sie sich also dagegen. Unter „Individuell“ können Sie weitere Optionen wählen, etwa, wie viele Tarife Sie pro Versorger angezeigt haben möchten. Wir empfehlen Ihnen, sich alle ausspielen zu lassen und zudem Tarife unabhängig der Portalsrichtlinien einsehen zu können.

Schritt 4: Suchergebnisse & Anbieter checken

Nun können Sie sich die Suchergebnisse anschauen. Machen Sie einen Background-Check der Versorger, für die Sie sich interessieren, und schauen Sie sich die Kundenbewertungen an. Wichtig ist, dass Sie auch eigenständig Nachforschungen anstellen und nicht blind den Informationen des Vergleichsportals vertrauen.

Schritt 5: Tarifauswahl direkt vergleichen

Wählen Sie für einen direkten Vergleich bis zu drei Suchergebnisse aus! Sie können hierfür eine entsprechende Option der Vergleichsportale nutzen oder ihn selber durchführen.

Schritt 6: Gaspreisvergleich abschließen

Entscheiden Sie sich für einen Gaspreis und schließen Sie den Vertrag ab.

Vertragsdetails verstehen

2. Gaspreisvergleich: Darauf kommt es an

Sich beim Gaspreisvergleich richtig zu entscheiden, ist gar nicht so leicht, denken Sie? Dabei müssen Sie nur auf folgende Kriterien achten und schon wissen Sie, ob ein Gastarif sich lohnt oder nicht.

Die meisten Verträge haben Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten. Gastarife mit langen Laufzeiten sind kaum vorteilhaft – insbesondere, wenn sie mit Bonuszahlungen verbunden sind. Grund- und Arbeitspreise sind im ersten Jahr günstig, weil die effektiven Stromkosten durch den Bonus niedriger ausfallen. Doch die Wechselprämie entfällt im zweiten Belieferungsjahr, wodurch die Kosten deutlich ansteigen.

Es kann jedoch auch Abweichungen davon geben, sodass ein Blick in die Tarifdetails auf jeden Fall notwendig ist. Auch Gastarife mit kürzeren Laufzeiten gibt es. Solche Angebote wirken auf den ersten Blick attraktiv, allerdings sind die Grundpreise häufig höher.

Wir empfehlen Ihnen, Verträge mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten abzuschließen. So bleiben Sie ebenfalls flexibel, müssen sich aber nur einmal im Jahr um ihren Gasvertrag kümmern. Wechseln Sie jährlich Ihren Gasvertrag, profitieren Sie jedes Mal von Bonuszahlungen. Schließlich gibt es damit beim selben Versorger für Sie kein zweites Vertragsjahr, in dem der Bonus dann wegfällt.

Preisgarantie bedeutet nichts anderes, als dass der Versorger unter bestimmten Bedingungen den Preis nicht erhöhen darf. Doch auch hier gibt es für Anbieter Schlupflöcher. Unterschieden wird zwischen der vollständigen und der eingeschränkten Preisgarantie. Bei der vollständigen Preisgarantie dürfen Anbieter nur Änderungen der Mehrwert- sowie Gassteuer an den Verbraucher weitergeben. Heißt also, vollständig geschützt vor Preiserhöhungen sind Sie nicht wirklich. Bei der eingeschränkten Preisgarantie hat der Versorger sogar noch mehr „Spielraum“, nämlich bei Steuern, Abgaben oder Umlagen. Tatsächlich bieten immer mehr Versorger nur eine eingeschränkte Garantie an. Aber lassen Sie sich davon nicht verunsichern! Bei einer Preiserhöhung haben Sie in der Regel ein Sonderkündigungsrecht – ob das für Sie greift, hält der Versorger in den AGB des Vertrags fest. Wichtig ist, dass die Preisgarantie in jedem Fall der Dauer der Mindestvertragslaufzeit entspricht. Denn sobald die Preisgarantie abgelaufen ist, darf Ihr Versorger den Preis erhöhen.

Verpassen Sie Ihre Kündigungsfrist, verlängert sich Ihr Gasvertrag in der Regel automatisch um die Mindestlaufzeit. Bei einem Vertrag über 24 Monate würde er sich also um zwei weitere Jahre verlängern. Von Vorteil kann hier folglich eine kurze Kündigungsfrist sein. Wir erachten eine Frist von maximal sechs Wochen für fair. Es gibt jedoch Anbieter, die eine Kündigung bis zu drei Monaten vor Vertragsablauf fordern.

Bei der Wahl eines neuen Gasanbieters sind Boni besonders interessant. Viele Versorger zahlen einen Sofortbonus, der meist in den ersten Wochen nach Vertragsbeginn ausgezahlt wird, sowie einen Neukundenbonus, den Sie nach 12 Monaten in der Belieferung erhalten (und zwar auch dann, wenn Sie erneut wechseln). Sollte im laufenden Vertragsverhältnis ein Umzug stattfinden, sollten Sie vor dem Wechsel unbedingt prüfen, ob Ihre neue Lieferstelle im Versorgungsgebiets des Anbieters liegt. Das ist nicht der Fall? Dann dürfen Sie Ihren Vertrag zwar kündigen – müssen allerdings auch auf Ihren Neukundenbonus verzichten, da Sie nicht volle 12 Monate in der Belieferung verblieben sind.

Die meisten Gasanbieter fordern monatliche Abschläge. Diese berechnen sich aus Ihrem voraussichtlichen Verbrauch. Am Ende des Jahres erfolgt eine Abrechnung, bei der Ihr tatsächlicher Verbrauch sowie Ihre Abschläge berücksichtigt werden. Entweder erhalten Sie daraufhin eine Rückzahlung oder müssen nachzahlen – je nachdem, ob Sie weniger oder mehr Gas verbraucht haben. Darüber hinaus gibt es auch Vertragsmodelle mit Flatrate-Abrechnungen oder sogenannte Paketttarife. Diese können sich jedoch nachteilig auswirken, wenn der Verbrauch von der angepeilten Marke abweicht.

Turbulenzen erkennen

3. Die Top 3 Fallen beim Gaspreisvergleich

Falle 1

Einbehaltene Bonuszahlung

Häufig sind Bonuszahlungen so gelegt, dass sie erst nach 12 oder 24 Monaten fällig sind. Viele Verbraucher vergessen nach dieser langen Zeit, dass sie Anspruch auf einen Bonus haben – darauf spekuliert der Anbieter.

Wann genau der Bonus gutgeschrieben werden soll, steht in den Vertragsdetails. Verpasst der Anbieter den Zeitpunkt, wenden Sie sich zunächst direkt an den Kundenservice Ihres Anbieters. Hat dies keinen Erfolg, ist eine schriftliche Mahnung der nächste Schritt. Sollte der Anbieter auch hierauf nicht reagieren, bleiben noch Beschwerdeportale oder die Verbraucherzentrale.

Kümmern wir uns um Ihren Gasvertrag, übernehmen wir sämtliche Kommunikation, sollte Ihr Bonus nicht ausgezahlt werden.

Falle 2

Versteckte Preiserhöhung

Eine beliebte Masche ist das Spiel mit der Preisgarantie. Verdächtig sind grundsätzliche alle Tarife, bei denen die Preisgarantie kürzer ist als die Vertragslaufzeit. Beispiel: Sie schließen einen 24-Monatsvertrag ab, weil der Arbeitspreis besonders günstig ist. Sie haben aber nur eine Preisgarantie von 12 Monaten. Mit Ablauf des ersten Vertragsjahres erhalten Sie prompt eine saftige Preiserhöhung. Beim Nachrechnen stellt sich heraus, dass der Vertrag plötzlich teurer ist als Vergleichsangebote. Sollten Sie eine Preiserhöhung erhalten, checken Sie, ob Sie ein Recht auf Sonderkündigung haben!

Falle 3

Unzuverlässige Anbieter

Informieren Sie sich immer über den Ruf Ihres potenziellen neuen Versorgers. Online gibt es verschiedene Verbraucher- und Beschwerdeportale, die Anhaltspunkte über die Zuverlässigkeit eines Anbieters geben. Manche Billiggasanbieter können ihre günstigen Preise etwa nur garantieren, weil sie am anderen Ende sparen – zum Beispiel im Kundenservice oder Prozessablauf. Sollten Fragen offen bleiben, können Sie gerne unseren Kundenservice telefonisch zu Rate ziehen.

Gaspreisvergleich Gewerbe

5. Mit Gewerbegas sparen

Sie führen ein Unternehmen oder einen landwirtschaftlichen Betrieb, sind freiberuflich oder selbstständig tätig oder leiten einen Verein? Sofern Sie aus gewerblichen Gründen einen Gasanschluss nutzen, dürfen Sie Gewerbegas beziehen. Ob sich das für Sie lohnt, hängt maßgeblich von Ihrem Verbrauch ab. Ein Gewerbegastarif wird sich nicht rechnen, wenn Ihr Jahresverbrauch bei 20.000 kWh liegt. Das ist nämlich nur geringfügig mehr als das, was ein Einfamilienhaus im Durchschnitt benötigt. Bereits ab einem Verbrauch von 50.000 kWh können Sie mit einem Wechsel zu Gewerbegas sparen. So richtig lohnt sich der Sondertarif allerdings ab einem Jahresverbrauch von 120.000 Kilowattstunden.

Sie sind nicht dazu verpflichtet, Gewerbegas zu beziehen. Erfüllen Sie jedoch die Kriterien für Gewerbegaskunden – gewerbliche Nutzung des Gasanschlusses, sehr hoher Verbrauch -, empfehlen wir Ihnen einen Gewerbegasvergleich. Ab einem Verbrauch von 1.500.000 kWh Gas im Jahr, gelten Sie übrigens als Industriegaskunde und können entsprechend Industriegas beziehen. Dieses ist noch mal günstiger als Gewerbegas – wird aber anders verrechnet und der Verbrauch wird über einen RLM-Zähler abgelesen.

Wie viel kostet Gewerbegas?

Je höher die Abnahme, desto weniger berechnen Anbieter ihren Kunden für die einzelne Kilowattstunde. Gewerbetreibende haben in der Regel einen deutlich höheren Verbrauch als Haushaltskunden. Versorger bemühen sich daher mit günstigeren Preisen im Gewerbegastarif um diese Kundengruppe. Eine Kilowattstunde kostet dann eher zwischen drei und vier Cent, statt um die fünf bis sechs Cent, wie es in Haushaltstarifen mit geringem Verbrauch üblich ist. Inzwischen gibt es über 4.000 dieser Tarife. Um den passenden Gewerbegastarif zu finden, müssen Sie folgende Angaben parat haben: Postleitzahl, Größe Ihres Gewerbes in Quadratmetern oder alternativ Ihren Jahresverbrauch in kWh.

Gaspreisvergleich für Gewerbekunden

Wir haben für ein Gewerbe in Hamburg vier Gaspreisvergleiche angestellt: zwei für einen Jahresverbrauch von 50.000 kWh und zwei für einen Verbrauch von 120.000 kWh. Dabei haben wir jeweils den von uns empfohlenen Gewerbegastarif mit dem empfohlenen Privatgastarif verglichen. Das Ergebnis: Bei beiden Vergleichen spart das Hamburger Gewerbe mit einem Gewerbegastarif, wobei die Ersparnis bei dem höheren Verbrauch fast 1.000 Euro beträgt.

Auch Gewerbekunden sollten jedes Jahr ihren Anbieter wechseln, um von den Vorteilen des Neukundenstatus zu profitieren. Bonuszahlungen sind im Gewergeastarif zwar selten, sparen können Sie mit einem jährlichen Gewerbegaswechsel dennoch. Gerade der Arbeitspreis macht hier den Ausschlag. Ebenso wichtig, wie die Ersparnis ist die Tatsache, dass Sie bei einem Wechsel erneut 12 Monate Preisgarantie erhalten. So bleiben Sie vor horrenden Preiserhöhungen weitestgehend geschützt.

Privat- vs. Gewerbetarif für 50.000 kWh/Jahr

Wechselpilot-Empfehlung für einen privaten Gastarif bei einem Verbrauch von 50.000 kWh im Jahr
Wechselpilot-Empfehlung für einen gewerblichen Gastarif bei einem Verbrauch von 50.000 kWh im Jahr

Privat- vs. Gewerbetarif für 120.000 kWh/Jahr

Wechselpilot-Empfehlung für einen privaten Gastarif bei einem Verbrauch von 120.000 kWh im Jahr
Wechselpilot-Empfehlung für einen gewerblichen Gastarif bei einem Verbrauch von 120.000 kWh im Jahr

Fazit
  • Bei Gewerbegas handelt es sich um einen Sondertarif der Gasanbieter.
  • Da Gewerbekunden in der Regel einen höheren Gasverbrauch haben als Privatkunden, bieten Gasversorger die Kilowattstunde zu attraktiveren Preisen an.
  • Um Gewerbegas beziehen zu können, benötigen Sie einen Nachweis dafür, dass Sie den Gasanschluss gewerblich nutzen. Auch Vereine, Freiberufler oder Selbstständige gehören in diese Kategorie.
  • Gewerbegas lohnt sich bereits ab einem Verbrauch von 50.000.
  • Mit einem Wechsel in einen Gewerbegastarif können Sie mehrere hundert Euro im Jahr sparen.
  • Ab einem Gasverbrauch von 1.500.000 kWh gelten Sie als Industriegaskunde.
  • Ein Preisvergleich für Gewerbegas lohnt sich jedes Jahr.
Hintergrundwissen

5. Gaspreis: Zusammensetzung, Entwicklung & Markt

Um den Gaspreis, seine Zusammensetzung sowie Entwicklung zu verstehen, müssen Sie zwischen zwei Arten von Gaspreis unterscheiden. Dem Gaspreis, den Sie als Verbraucher zahlen, und dem Gaspreis an der Börse, zu dem Versorger Gas einkaufen. Wie viel Sie letzten Endes für eine Kilowattstunde Gas bezahlen, ist nämlich nicht nur vom Einkaufspreis abhängig. Hinzu kommen Kosten für die Dienstleistung, Steuern, Abgaben und mehr.

Während Steuern und Abgaben fest und vom Versorger unabhängig sind, kann jeder Anbieter selbst entscheiden, wie viel er Ihnen für die Beschaffung und die Dienstleistung berechnet. Es ist also durchaus möglich, dass der Gaspreis an der Börse zwar sinkt, der Versorger die Preise für seine Bestandskunden aber erhöht oder gar nicht anpasst. Eine bittere Wahrheit. Die gute Nachricht: Um Neukunden zu werben, bieten Versorger ihren Gaspreis besonders günstig an oder legen noch einen Bonus drauf. Daher lohnt es sich, jedes Jahr Neukunde zu sein.

Gaspreiszusammensetzung: Grund- und Arbeitspreis erklärt

Der Gaspreis, den Sie an den Versorger zahlen, besteht aus mehreren Komponenten. Auf Ihrer Abrechnung sehen Sie zwei wichtige Posten: den Grund- und den Arbeitspreis. Der Grundpreis ist ein fixer Betrag, den Sie unabhängig von Ihrem Verbrauch zahlen. Dieser wird also auch fällig, wenn Sie gar kein Gas verbrauchen.

Pro verbrauchter Kilowattstunde zahlen Sie einen bestimmten Betrag an Ihren Versorger: den Arbeitspreis. Für 2020 liegt dieser bei 6,03 ct/kWh und setzt sich aus folgenden Kostenbestandteilen zusammen: Netzentgelte, Kosten für Gaserzeugung, Vertrieb & Marge, staatlichen Steuern (Mehrwertsteuer, Gassteuer), Kosten für Betrieb der Messstelle, Konzessionsabgabe.

Gaspreis-Komponenten erklärt

Für die Nutzung des Versorgungsnetzes zahlen Sie als Haushaltskunde das Netzentgelt an Ihren Netzbetreiber. Die Netzentgelte decken die Kosten, die bei der Nutzung der Infrastruktur des Gasnetzes entstehen. Oftmals werden die Kosten, die für Abrechnungen, Messungen und den Betrieb der Messstellen entstehen, den Netzentgelten hinzugerechnet. Da das Gasnetz in Deutschland ein natürliches Monopol ist, kann sich die Höhe des Entgelts nicht im freien Wettbewerb bilden. Um sicherzustellen, dass vertretbare Preise angesetzt werden, gibt es daher Behörden, die regulierend eingreifen. Gesetzliche Bestimmungen sehen außerdem vor, dass die Preise auf den Websites der Betreiber veröffentlicht werden müssen. Auch in Ihrer Gasabrechnung wird dieser Posten separat aufgeführt. Aktuell machen die Netzentgelte etwa 25 Prozent des Strompreises aus.

Wie auch bei anderen Waren und Dienstleistungen wird auf den Nettogaspreis die Mehrwertsteuer von 19 Prozent erhoben.

Eingeführt wurde die Gassteuer mit dem Gesetz zur ökologischen Steuerreform im Jahr 1999. Sie besteuert den Verbrauch von Energieerzeugnissen und dient unter anderem der Förderung klimapolitischer Ziele. Die Gassteuer beträgt für private Haushalte 0,55 Cent pro Kilowattstunde.

Die EEG-Umlage ist eine weitere staatliche Abgabe. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erhalten Anlagen, die Gas aus erneuerbaren Quellen erzeugen, eine Förderung. Diese wird wiederum über den Gaspreis finanziert. Die Höhe der Umlage wird von den Netzbetreibern festgelegt. 2019 wurde für jede verbrauchte Kilowattstunde eine Umlage von 6,405 Cent erhoben. 2020 hat sich die Umlage um 5,5 Prozent auf 6,756 ct/kWh erhöht.

Die Konzessionsabgabe wird von Netzbetreibern an Gemeinden gezahlt und gewährt ihnen das Recht, öffentliche Wege zur Verlegung von Strom- und Gasleitungen und somit zur Energieversorgung zu nutzen. Diese Abgabe wird über die Energieversorger an die Verbraucher weitergereicht. Die Höhe der Abgabe ist abhängig von der Versorgungsart, der Größe der Gemeinde und der Menge der durchgeleiteten Energie. Wird Gas zum Beispiel ausschließlich für Kochen und für Warmwasser bezogen, darf die Konzessionsabgabe für Gemeinden mit mehr als 500.000 Bewohnern 0,93 ct/kWh nicht überschreiten. Die genauen Richtlinien können Sie auf der Seite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz nachlesen.

Der Gasmarkt in Deutschland

Auf dem deutschen Gasmarkt gibt es Statista zufolge (Stand: Januar 2020) inzwischen 1.047 Gaslieferanten, 68 Gashändler, 720 Gasnetzbetreiber und 31 Gasspeicherbetreiber. Dass Verbraucher unter verschiedenen Anbietern wählen und wechseln können, galt nicht immer. Lange Zeit war der Gasmarkt in Deutschland stark monopolistisch geprägt, Anbieterwechsel waren praktisch ausgeschlossen. Mit der Energierechtsnovelle wurde 1998 die Gasmarktliberalisierung angestoßen. Doch bis Verbraucher wirklich frei entscheiden konnten, von wem sie Gas beziehen, dauerte es noch einige Jahre.

  • 2003: Die Gasnovelle wird verabschiedet, Versorgungsmonopole werden für unzulässig erklärt, „natürliche Monopole“ der Versorgungsnetze sind hingegen weiterhin erlaubt.
  • 2005: Einführung einer Regulierungsbehörde, die Bundesnetzagentur beaufsichtigt nun die Gasnetze.
  • 2006: Das Bundeskartellamt kündigt an, dass Gasanbieterwechsel ab dem 1. April möglich sind, nun da die Anbieter E-ON, ENTEGA, MITGAS, RWE, SpreeGas und Thüga AG sich dazu verpflichtet haben, Wechsel zu gestatten. Zuvor noch hatte das Amt ein Missbrauchs wegen zu hoher Preisanhebungen geführt. Da es jedoch keine neuen Anbieter auf dem Markt gibt, wird diese Ankündigung eher als schlechter Aprilscherz aufgenommen.
  • 2007: Der Bundesgerichtshof entscheidet am 13.06., dass Verbraucher Preiserhöhungen nicht einfach so hinnehmen müssen.
  • 2008: Seit der „Marktöffnung“ 1998 ist der Gaspreis um etwa 100 Prozent gestiegen. Ursprünglich sollte jedoch das Gegenteil eintreffen.
  • bis heute: Mehr Gasanbieter sowie Alternativen zu Erdgas (Öko- und Biogas) strömen den Markt. Verbraucher können zwischen Tarifen und Anbietern wechseln.

Gaspreisentwicklung bis heute

Die Gasmarktliberalisierung 1998 sollte eigentlich dazu führen, dass mehr Anbieter auf den Markt kommen und die Preise dadurch sinken. Doch das Gegenteil traf ein, die Preise stiegen über die Jahre deutlich an. Das war vor allem der Tatsache geschuldet, dass die größten Gaslieferanten in Deutschland weiterhin das Angebot dominierten. Seit 2008 jedoch wird der Markt immer freier und das zeigte sich in den Folgejahren deutlich in der Gaspreisentwicklung: die Kurve ging bergab. Nachdem es zwischen 2010 und 2012 wieder einen kleinen Aufschwung gab, sank der durchschnittliche Gaspreis für Verbraucher in Deutschland kontinuierlich. 2017 erreichte er sein Tief von 5,73 ct/kWh, seither steigt er. Der Gaspreis aktuell liegt bei 6,19 ct/kWh.

Ausschlaggebend für den Abwärtstrend waren stabile, teilweise sinkende Importpreise für Erdgas aus Nordwegen und Russland. Während Importeure 2013 noch 2,65 Cent pro kWh gezahlt hatten, wurde Gas 2017 für 1,70 Cent pro Kilowattstunde gehandelt. Hinzu kam, dass das Angebot auf dem internationalen Markt stetig wuchs und mit Katar quasi über Nacht einen großen Exporteur gewann. Auch bereits aktive Förderländer wie Norwegen, Russland oder die Vereinigten Staaten erhöhten ihre Kapazitäten teils deutlich.

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