Endlich ohne schlechtes Gewissen heizen

Jedes Mal, wenn Sie die Heizung andrehen, plagt Sie ein schlechtes Gewissen? Am liebsten würden Sie nur im Winter heizen? Schluss damit! Ja, sparsam heizen ist löblich – aber Sie sollten kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie an kalten Tagen die Heizung anstellen. Wir haben einen Weg gefunden, mit dem Sie jedes Jahr Gaskosten sparen und trotzdem nach Bedarf heizen, kochen und warm duschen können: Jährlich Gaspreise vergleichen und wechseln. Sie brauchen dafür kein Vorwissen, sondern nur diesen Ratgeber, Internet und ggf. Ihren aktuellen Gasvertrag.

Anleitung

So vergleichen Sie erfolgreich Gaspreise

Um einen Gaspreisvergleich erfolgreich durchzuführen, müssen Sie kein Experte sein. Zudem ist es egal, wo und wie Sie einen Gasvergleich vornehmen, Hauptsache, Sie tun es – Ihr Geldbeutel wird es Ihnen danken.

Was brauchen Sie für einen Gaspreisvergleich?

Checken Sie als Erstes die Kündigungsfrist Ihres aktuellen Gasvertrags. Wenn Sie Ihren Gasanbieter wechseln, müssen Sie zwar Ihren aktuellen Vertrag nicht selber kündigen (das übernimmt Ihr neuer Gasanbieter für Sie). Achten Sie aber darauf, dass Sie den Wechsel zum neuen Anbieter rechtzeitig – mit einem guten zeitlichen Puffer – beantragen. In der Regel dauert es vier bis sechs Wochen, bis ein Wechsel durch ist. Beträgt Ihre Kündigungsfrist also sechs Wochen, sollten Sie sich idealerweise mindestens acht Wochen vor Vertragsende um den Gaspreisvergleich und -wechsel kümmern. Andernfalls erhalten Sie für die Zeit, in der Ihr alter Vertrag beendet und der neue noch nicht angelaufen ist, Gas bei Ihrem örtlichen Grundversorger. Sie stehen folglich nie ohne Gasanschluss da – zahlen aber in der Übergangszeit deutlich mehr dafür.

Notieren Sie sich darüber hinaus, wie viel Gas Sie jährlich voraussichtlich verbrauchen, bei wem Sie jetzt Gas beziehen und wie viel Sie aktuell monatlich sowie jährlich für Gas ausgeben. Die letzteren Angaben dienen lediglich als Vergleichswerte. Haben Sie noch nie einen Gasvertrag abgeschlossen, können Sie einfach den Grundversorgungstarif Ihres Wohnortes als Vergleichswert nehmen. Das wäre auch der Tarif, in den Sie „rutschen“ würden, sofern Sie sich nicht aktiv um einen Versorger kümmern. Machen Sie sich zudem Gedanken, welche Ansprüche Sie an Ihren Gasvertrag haben. Vielleicht wünschen Sie einen Ökogastarif?

Notieren Sie sich also:

  • Bis wann müssen Sie Ihren aktuellen Gasvertrag kündigen?
  • Bleibt Ihnen genug Zeit, um alle Fristen einzuhalten? (Ein Vertragswechsel dauert etwa vier bis sechs Wochen.)
  • Wie hoch ist Ihr jährlicher Verbrauch? Alternativ: Wie viele Personen leben in Ihrem Haushalt?
  • Von wem beziehen Sie aktuell Gas?
  • Was ist Ihnen noch wichtig? (Beispiel: Ökogas)
Methode 1

Gaspreisvergleich für findige Wechsler

Seit unserer Gründung haben wir tausende Gasverträge gewechselt und unseren Kunden damit sehr viel Geld gespart. Unsere Devise lautet: faire Konditionen, hohe Ersparnis und das Jahr für Jahr. Klingt verlockend? Hier erklären wir Ihnen unsere Methode Schritt für Schritt.Sie müssen allerdings bereit sein, jedes Jahr erneut einen Gaspreisvergleich durchzuführen.

Ihr Notizzettel

Ziel: Hohe Ersparnis, fairer Gaspreis, faire Vertragskonditionen

Zeitaufwand: 120 Minuten, jedes Jahr

Kriterien: 12-Monats-Verträge, Neukunden- und/oder Sofortbonus, kurze Kündigungsfrist (max. 6 Wochen), Preisgarantie, fairer Arbeitspreis (max. 5 ct/kWh)

Hilfsmittel: Vergleichsportale, Beschwerdeportale, Suchmaschinen

Tipps: Prüfen Sie immer den Versorger. Vergleichen Sie sowohl den Arbeits- als auch Grundpreis der jeweiligen Anbieter miteinander. Den Grundpreis legt jeder Versorger individuell fest und deckt Kosten für Dienstleistung, Vertragsabschluss usw.

Finger weg von: Sachprämien, Verträgen mit Laufzeiten von mehr als 12 Monaten

Alles für den Gaspreisvergleich parat? Dann kann es losgehen.

  1. Nutzen Sie Vergleichsportale und geben Sie Ihre Daten ein. Zunächst sind das Verbrauch und PLZ. Gibt Ihnen das Vergleichsportal schon hier die Option, nach Vertragslaufzeiten zu filtern, wählen Sie die Einstellung „12 Monate“. Starten Sie anschließend den Vergleich.
  2. Bevor Sie sich den Suchergebnissen oder Filtern widmen, geben Sie Ihren aktuellen Verbraucher an. Vergleichsportale wählen stets als Vergleichstarif den Grundversorgungstarif Ihrer Stadt. Trifft das auf Sie nicht zu, sollten Sie den Vergleichstarif also anpassen. Melden Sie zum ersten Mal Gas an, können Sie den Grundversorgungstarif sehr gut als Vergleichswert heranziehen. Denn sofern Sie sich nicht um einen eigenen Gasanbieter kümmern, landen Sie immer in der Grundversorgung – und die ist um 30 Prozent teurer.
  3. Kümmern Sie sich nun um die Einstellungen und Filter der Vergleichsportale. Wichtig sind: 12-Monats-Vertrag, 12 Monate Preisgarantie, Bonus (alle) sowie Ihre persönlichen Wünschen (z.B. Ökogastarif). Unter der Einstellung „Individuell“ können Sie weitere Bedingungen auswählen. Möchten Sie so viele Tarife wie möglich ausgespielt bekommen, entscheiden Sie sich hier gegen Tarife gemäß den Richtlinien des Vergleichsportals sowie für mehr als zwei Tarife pro Anbieter. Haben Sie alles ausgewählt, lädt das Vergleichsportal automatisch die neuen Suchergebnisse.
  4. Erst jetzt dürfen Sie einen Blick auf die Suchergebnisse werfen. Werden Ihnen trotz Ihrer Einstellungen Empfehlungen ausgespielt, ignorieren Sie diese zunächst. Häufig verbergen sich dahinter bezahlte, statt ehrliche Empfehlungen. Interessieren Sie sich für einen Gastarif, checken Sie auf jeden Fall den Anbieter, der dahinter steckt. Was schreiben andere Kunden über ihn? Gibt es wissenswerte Presseberichte? Auf Vergleichsportalen finden Sie zwar bereits Informationen und Kundenbewertungen zu den Anbietern, doch wir empfehlen Ihnen, selbst auf die Suche zu gehen.
  5. Wählen Sie bis zu drei Suchergebnisse aus und vergleichen Sie diese miteinander. Vergleichsportale bieten Ihnen hierfür eine entsprechende Option an, mit der Sie Ihre Wunschtarife nochmals gegenüberstellen können. Sie können diese Option nutzen und zugleich oder alternativ selbst einen solchen direkten Vergleich durchführen. Fragen Sie sich: Wo können Sie am meisten sparen? Welcher Anbieter berechnet Ihnen einen fairen Arbeitspreis? Was bietet Ihnen dieser Anbieter, was Ihnen bei Ihrem aktuellen fehlt? …
  6. Entscheiden Sie sich für einen Gaspreis und schließen Sie den Vertrag ab. Entweder über das Vergleichsportal – zum Beispiel, wenn Ihnen hier ein zusätzlicher Bonus winkt – oder direkt beim Anbieter.

Unsere Experten sind für Sie da

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Methode 2

Gaspreisvergleich für bequeme Wechsler

Jedes Jahr Gaspreise vergleichen ist Ihnen zu viel Aufwand, sparen möchten Sie trotzdem? Dann gibt es eine Art Kompromiss. Sie wechseln nur alle zwei Jahre den Gasanbieter. Bei dieser Methode brauchen Sie nicht so viele Kriterien beachten, landen aber ebenfalls bei einem fairen Gaspreis.

Ihr Notizzettel

Ziel: faire Vertragskonditionen bei langer Vertragslaufzeit

Zeitaufwand: 60 Minuten, alle zwei Jahre

Kriterien: kurze Kündigungsfrist (max. 6 Wochen), lange Preisgarantie, kein Bonus, keine Sachprämie, fairer Arbeitspreis (max. 5 ct/kWh), niedriger Grundpreis, Vertragslaufzeiten bis zu 24 Monaten

Hilfsmittel: Vergleichsportale, Beschwerdeportale, Suchmaschinen

Tipp: Möchten Sie längerfristig zu einem neuen Gasanbieter wechseln, sollten Sie weniger auf Bonuszahlungen achten und mehr auf niedrige Grund- und Arbeitspreise. Denn auch die beste Preisgarantie schützt Sie nicht vor Preiserhöhungen. Selbst in der vollständigen Preisgarantie sind Preiserhöhungen aufgrund von bspw. erhöhter Mehrwertsteuer erlaubt.

Hinweis: Lange Vertragslaufzeiten lohnen sich nur bei ebenso langer Preisgarantie. Wenn nach zwei Jahren die Preisgarantie endet, sollten Sie also einen neuen Gaspreisvergleich durchführen, um nicht erneut zu viel für Gas zu bezahlen. Preiserhöhungen sind dann nämlich jederzeit möglich. Wenn Sie Tarife mit Bonuszahlung wählen, denken Sie daran, dass der Bonus sich nur im ersten Vertragsjahr positiv auf Ihre Kosten auswirkt. Im zweiten Jahr stehen Sie ohne Vergünstigung da.

  1. Rufen Sie mindestens zwei Vergleichsportale online auf und geben Sie dort jeweils Ihre Daten ein. Zunächst sind das Ihr Verbrauch und Ihr Wohnort. Bei manchen Portalen können Sie bereits hier die Vertragslaufzeit wählen. Haben Sie diese Option, entscheiden Sie sich für Verträge über 24 Monate. Klicken Sie anschließend auf den Button, der den Vergleich starten lässt.
  2. Bevor es an die Sichtung der Suchergebnisse geht, sollten Sie Ihren Vergleichstarif überprüfen. Im zweiten Schritt geben Sie daher Ihren aktuellen Verbraucher ein. Oft ist hier nämlich automatisch der Grundversorgunsgtarif Ihrer Stadt als Vergleichstarif angegeben. Das trifft zwar auf mehr als 50 Prozent der Verbraucher zu, kontrollieren Sie diese Eingabe dennoch. Haben Sie noch nie Gas gewechselt oder beantragt, können Sie den Grundtarif als Vergleichswert stehen lassen.
  3. Vergleichsportale bieten Ihnen diverse Einstellungen und Filter an – nutzen Sie diese! Ihr Augenmerk sollte auf folgenden Kriterien liegen: 24-Monats-Verträge, 24 Monate Preisgarantie, Ihre persönlichen Wünsche (z.B. Ökogastarife). Bonuszahlungen interessieren Sie bei dieser Methode nicht, entscheiden Sie sich also dagegen. Unter „Individuell“ können Sie weitere Optionen wählen, etwa, wie viele Tarife Sie pro Versorger angezeigt haben möchten. Wir empfehlen Ihnen, sich alle ausspielen zu lassen und zudem Tarife unabhängig der Portalsrichtlinien einsehen zu können.
  4. Nun können Sie sich die Suchergebnisse anschauen. Machen Sie einen Background-Check der Versorger, für die Sie sich interessieren, und schauen Sie sich die Kundenbewertungen an. Wichtig ist, dass Sie auch eigenständig Nachforschungen anstellen und nicht blind den Informationen des Vergleichsportals vertrauen.
  5. Wählen Sie für einen direkten Vergleich bis zu drei Suchergebnisse aus! Sie können hierfür eine entsprechende Option der Vergleichsportale nutzen oder ihn selber durchführen.
  6. Entscheiden Sie sich für einen Gaspreis und schließen Sie den Vertrag ab.
Kurz & Knapp

Ihr Merkzettel, wenn Sie Gaspreise vergleichen

  • Wenn Sie Gaspreise vergleichen, suchen Sie am besten nach 12 Monaten Vertragslaufzeit, 12 Monaten Preisgarantie und Bonuszahlung.
  • Oft liegt der Gaspreis zwischen 5 und 6 Cent pro Kilowattstunde – zu viel, finden wir. Ihr Gaspreis sollte nicht mehr als 5 ct/kWh betragen.
  • Schlagen Sie nicht beim erstbesten Gaspreis zu! Checken Sie immer auch den Anbieter des Preises: Gibt es viele Beschwerden über ihn? Ist er bekannt für seine Kundenfreundlichkeit? …
  • Ein gründlicher Gaspreisvergleich dauert in etwa zwei Stunden, der Wechsel vom alten zum neuen Anbieter hingegen vier bis sechs Wochen. Kümmern Sie sich also noch vor Beginn Ihrer Kündigungsfrist um einen Vergleich!

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Gaspreise online vergleichen

Darauf sollten Sie bei Vergleichsportalen achten

Mit Vergleichsportalen sparen Sie beim Gaspreise vergleichen vor allem Zeit, da Sie nicht selbst jeden Anbieter einzeln durchgehen und Angebote einholen müssen. Filter und Einstellungen helfen Ihnen zudem dabei, schneller bei einem Ergebnis zu landen, das Sie zufrieden stimmt. Kurz: Über Vergleichsportale erhalten Sie eine breite Auswahl der Tarife, die zu Ihnen passen.

Welches Vergleichsportal ist das beste? Wir finden: Wählen Sie mehrere Vergleichsportale für den Gaspreisvergleich aus, statt sich auf eines festzulegen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine große oder kleine Plattform handelt.

Wichtig ist, dass Sie der Auflistung der Suchergebnisse sowie den Empfehlungen nicht blind vertrauen. Warum? Weil jedes Vergleichsportal nur vermeintlich unabhängig und in Ihrem Interesse agiert. Zu diesem Ergebnis kam auch die Verbraucherzentrale nach einer Untersuchung mehrerer solcher Vermittlungsplattformen. In der Auswertung heißt es: „Durch verdeckte Werbeanzeigen, die Verwertung persönlicher Daten oder höhere Preise, die sich aus eingerechneten Provisionszahlungen an die Anbieter der Dienstleistungen ergeben, tragen Sie als Nutzer […] oft versteckte Kosten.“

Unsere Tipps für Vergleichsportale:

  • Mehrere Vergleichsportale nutzen!
  • Filter und Voreinstellungen immer beachten und anpassen, bevor Sie die Suchergebnisse durchgehen!
  • Faktencheck zu den Ergebnissen machen! Stimmen die Angaben des Vergleichsportals? Was steht auf der Seite des Gasanbieters zu diesem Tarif? …

Vorteile

  • Sie können mehrere Vergleichsportale nutzen, um Gaspreise zu vergleichen.
  • Vergleichsportale sind einfach zu bedienen.
  • Die Suchergebnisse können Sie dank mehrerer Filter eingrenzen.
  • Sie erhalten zu jedem Tarif Infos zum VersorgerKundenbewertungen sowie Tarifdetails.
  • Sie können mehrere Tarife auswählen und diese gegenüberstellen lassen.
  • Erst wenn Sie sich für einen Tarif entscheiden, müssen Sie persönliche Daten angeben.
  • Sie können Vergleichsportale kostenfrei und unverbindlich nutzen.
  • Vergleichsportale bieten Ihnen manchmal besondere Tarifangebote oder Deals (günstigere Preise, zusätzliche Bonusauszahlungen, …) an.

Nachteile

  • Pro abgeschlossenem Tarifvertrag erhalten Vermittlungsplattformen eine Provision des jeweiligen Gasanbieters. Entsprechend bietet Ihnen das Portal manche Gastarife eher an als andere – damit Sie sich für diesen Tarif entscheiden.
  • Bei Empfehlungen sollten Sie immer vorsichtig sein: Manche Vergleichsportale schließen Deals mit Gasanbietern und bewerben diese prominent.
  • Nicht immer ist klar gekennzeichnet, ob Sie den Vertrag mit dem Vergleichsportal oder dem Gasanbieter abschließen.
  • Vergleichsportale filtern Suchergebnisse nach eigenen Kriterien und zeigt deswegen manche Gastarife womöglich gar nicht erst an.
Wie funktionieren Vergleichsportale?

So verwenden Sie Filter und Einstellungen auf Vergleichsportalen

Bei jedem werden Sie nach Ihrer Postleitzahl und Ihrem jährlichen Verbrauch gefragt. Zwei sehr allgemeine Angaben. Sie denken, das sind die einzigen Kriterien, die Einfluss auf das Suchergebnis haben? Nein. Jedes Vergleichsportal filtert die ersten Suchergebnisse zusätzlich nach eigenen Einstellungen. Welche es gibt und was Sie beachten sollten, erklären wir im Folgenden.

Einstellung: „Vergleichstarif“

Um zu berechnen, wie viel Sie durch einen Gaswechsel sparen, benötigen Portale einen Vergleichswert: Ihren aktuellen Gastarif. Da Sie in der ersten Abfrage keine Angaben dazu machen können, wählen Vergleichsportale stets den Grundversorgungstarif Ihres Wohnortes voreingestellt aus. Sie sollten diese Angabe unbedingt prüfen und ggf. korrigieren, bevor Sie sich die Suchergebnisse ansehen.

Einstellung: „Vertragslaufzeit“

Es macht einen Unterschied, ob Ihr Gasvertrag eine Mindestvertragslaufzeit von wenigen Monaten, einem Jahr oder mehr als zwei Jahren besitzt. Vergleichsportale setzen häufig zwölf Monate Vertragslaufzeit als gegeben voraus. Warum? Um dauerhaft Gaskosten senken zu können, empfiehlt es sich, jedes Jahr den Gasvertrag zu wechseln. Das macht Sie jedes Jahr zum potenziellen Neukunden für Anbieter, weshalb Sie sämtliche Vorteile dieses Status (Neukundenbonus, günstigere Tarife usw.) nutzen können. Auch wir wechseln unsere Kunden deswegen jährlich in neue Tarife.

Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass für Sie nur Einjahrestarife infrage kommen. Auch Verträge mit längerer oder kürzerer Mindestvertragslaufzeit können sich für Sie lohnen. Das ist davon abhängig, was Sie mit einem Gaspreisvergleich und -wechsel bezwecken. Mehr dazu lesen Sie weiter unten. Unser Tipp: Wenn Sie Verträge mit einer Mindestvertragszeit von zwei Jahren vergleichen möchten, verzichten Sie auf den Bonus. Achten Sie stattdessen auf niedrige Grund- und Arbeitspreise sowie eine lange Preisgarantie.

Machen Sie den Test und vergleichen Sie die Grund- und Arbeitspreise bei folgenden beiden Optionen miteinander: „Max. 12 Monate“ Vertragslaufzeit + „Alle Boni“ vs. „Max. 24 Monate“ + „Bonus nicht einberechnen“. Mit ziemlicher Sicherheit würden Sie bei der ersten Option deutlich mehr für den Grund- und Arbeitspreis zahlen als bei der zweiten. Richtig? Durch den Bonus jedoch bei Option 1 kommen Sie letzten Endes in der Regel jedoch auf ähnliche Preise – sind dafür aber ein Jahr weniger an den Anbieter gebunden.

Einstellung: „Ökogas“

Immer mehr Versorger bieten inzwischen Ökogastarife an. Wenn Sie wissen möchten, welche das sind, nutzen Sie dafür einfach diese Einstellung. Achtung: Jedes Vergleichsportal definiert Ökogas und Nachhaltigkeit nach anderen Kriterien. Es lohnt sich daher, mehr Informationen über Tarif und Versorger zu sammeln – zum Beispiel auf deren Internetseite.

Einstellung: „Nutzung“

Sie können Gas entweder privat oder gewerblich beziehen, unter „Nutzung“ können Sie das angeben. „Privat“ ist immer voreingestellt, da Gasrechner auf Vergleichsportalen sich in erster Linie an Privatkunden richten. Wenn Sie aber für ein Unternehmen, einen Landwirtschaftsbetrieb oder einen Verein Gas wechseln, Sie selbstständig oder freiberuflich arbeiten, können Sie hier die Einstellung in „Gewerbe“ ändern. Mehr über Gewerbegas erklären wir Ihnen hier.

Einstellung: „Bonus“

Diese Einstellung dürfte für Sie vermutlich die interessanteste sein. Da es unterschiedliche Boni gibt und nicht jeder Tarif einen anbietet, gibt es auch hierfür eine Einstellung. Achtung: Nach Tarifen mit Sachprämien können Sie über diese Funktion nicht filtern.

Bonus nicht einberechnen: Durch diese Einstellung werden Ihnen in der Regel nur Tarife ohne Bonus angezeigt. Die Betonung liegt auf „in der Regel“, denn häufig schleichen sich dennoch Tarife mit niedrigen Bonuszahlungen ein. Grundsätzlich ist das aber dann für Sie relevant, wenn Sie einen Tarif suchen, der für Sie auf lange Sicht Sinn macht. Zum Beispiel, weil Sie sich nicht jedes Jahr mit dem Gaspreisvergleich beschäftigen möchten. Ihre Ersparnis im ersten Jahr ist bei Tarifen ohne Bonus dann zwar nicht so hoch, Sie profitieren trotzdem von fairen Gaspreisen. Achten Sie bei langen Laufzeiten immer auf eine ebenso lange Preisgarantie.

Nur Sofortbonus: Beim Sofortbonus gibt es sofort Geld auf die Hand. Ihr Anbieter zahlt Ihnen zu Beginn der Vertragslaufzeit (in der Regel in den ersten drei Monaten) einen hübschen Betrag – einfach, weil Sie bei ihm den Vertrag abgeschlossen haben. Wählen Sie diese Option also, wenn Sie nur Interesse an solchen Boni haben. Bedenken Sie aber, dass Sie damit weitere Boni außen vor lassen.

Sofortbonus und Boni bis 15 Prozent: Über diese Einstellung werden Ihnen Tarife mit Sofort- und Neukundenbonus angezeigt, allerdings mit Einschränkungen: Nur Boni in Höhe von maximal 15 Prozent der Gesamtkosten im ersten Vertragsjahr oder maximal 100 Euro. Einschränkung klingt erst einmal negativ, aber bedenken Sie: Manche Anbieter werben mit Bonuszahlungen, die zu schön sind, um wahr zu sein. Alles hat seinen Preis, das kann auch zu hohe Boni betreffen (Stichwort: Insolvenz der BEV). Diese Einstellung schützt Sie in gewisser Weise davor. Nichtsdestotrotz lautet unser Tipp: Überzeugen Sie sich lieber selbst davon, ob ein Bonus zu schön ist, um wahr zu sein.

Alle Boni: Diese Einstellung zeigt Ihnen vermeintlich alle Boni an. Tatsächlich läuft im Hintergrund jedoch meist ein Filter des Vergleichsportals. Zum Beispiel spielt Ihnen Check24 hier nur Boni aus, die den Check24-Richtlinien entsprechen. Behalten Sie das also im Hinterkopf.

Filtereinstellung: „Empfehlung“

Suchergebnis ist nicht gleich Suchergebnis. Die ersten beiden, die Sie angezeigt bekommen, sind in der Regel die Empfehlungen des Portals und entsprechen nicht Ihren individuellen Einstellungen. Mitunter handelt es sich bei Empfehlungen auch um versteckte Anzeigen. Das heißt, es Portal und Gasanbieter haben einen Deal miteinander. Immerhin: Empfehlungen sind gekennzeichnet. Und: Je nach Vergleichsportal können Sie Suchergebnisse so sortieren, dass Ihnen Empfehlungen nicht oben angezeigt werden.

Es spricht nichts dagegen, einen Blick auf die Empfehlungen zu werfen. Möglich, dass sie sehr wohl ins Schwarze treffen, was Ihre Suche angeht. Unser Tipp: Scrollen Sie nach jedem Suchauftrag zunächst an den Empfehlungen vorbei. Der erste Tarif, der ohne besondere Kennzeichnung versehen ist, ist Ihr erstes richtiges Suchergebnis. Um sicher zu gehen, halten Sie nach Nummerierungen Ausschau. Vergleichen Sie eine Tarifempfehlung anschließend mit Tarifen, die Sie ausgewählt haben. Dazu hier mehr.

Filtereinstellung: „Individuell“

Nutzen Sie immer die individuellen Einstellungen und definieren Sie Ihre Suchanfrage. Dort können Sie Angaben zu Kündigungsfrist, Vertragslaufzeit, Preisgarantie, Abschlagszahlung sowie anderen Tarifbesonderheiten (Pakettarife usw.) machen. Zudem haben Sie hier die Möglichkeit zu sagen, wie viele Tarife Sie pro Anbieter angezeigt bekommen möchten. Unser Tipp: Einfach „alle“ auswählen. Vielleicht wäre Ihnen sonst ein passender Tarif entgangen?

Je nach Vergleichsportal gibt es hier zusätzliche Filter, die Sie vornehmen können. Oft wird auch die Kundenempfehlungsquote als Kriterium angezeigt. Wir raten Ihnen dazu, diesem Filter nicht allzu viel Gewicht beizumessen. Zum einen, weil sämtliche Bewertungen in Vergleichsportalen direkt zu Beginn erfolgen und daher wenig aussagekräftig für die Gesamtvertragslaufzeit sind. Zum anderen, weil sich die Kundenempfehlungsquote nicht auf den Tarif allein bezieht, sondern auf den Wechselprozess als Ganzes. In diese Bewertung fließen also auch Erfahrungen mit dem Vergleichsportal und dem Kundenservice beim Wechsel ein.

Filtereinstellung: „Stiftung Warentest“

Bei manchen Vergleichsportalen können Sie auch nach Kriterien der Stiftung Warentest filtern. Diese sind: monatliche Zahlweise (sprich: keine Vorauskasse), Preisgarantie von mindestens 12 Monaten, kein einmaliger Bonus, Kündigungsfrist von maximal sechs Wochen, kurze Vertragsverlängerung. Für diese Kriterien hat die Stiftung Warentest mehrere Preisrechner untersucht.

Filtereinstellung: „Alle Tarife“

„Alle Tarife“ bezieht sich nicht auf alle für Sie verfügbaren Tarife. Diese Einstellung könnte auch genauso gut heißen: „Alle Tarife, die das Vergleichsportal als für Sie angemessen erachtet“. Checken Sie also immer, was das Vergleichsportal mit dieser Filtereinstellung genau meint.

Suchergebnisse sortieren: Alle Optionen

Dank der Filter und Einstellungen spielt Ihnen das Vergleichsportal nun gezielt Suchergebnisse aus. Diese können Sie bei Bedarf sortieren. Wir empfehlen, auch hier einfach auszuprobieren und die verschiedenen Funktionen zu testen. Wir erklären Ihnen hier, wann welche Option sinnvoll ist.

Nach Anbieternamen sortieren

Nach Anbieternamen zu sortieren macht deshalb Sinn, weil Sie so alle Tarife pro Anbieter auf einen Blick haben. Das ist gerade dann hilfreich, wenn Sie sich alle Tarife pro Anbieter anzeigen lassen oder auf der Suche nach einem bestimmten Anbieter sind. Eine nützliche Funktion also, die Ihnen aber auf der Suche nach dem günstigsten oder fairsten Tarif kaum hilft.

Nach Kundenbewertungen sortieren

Kundenbewertungen sollten Sie in jeden Gaspreisvergleich miteinbeziehen. Sie sollten sich jedoch nicht nur auf Kundenbewertungen der Vergleichsportale stützen:

  • Kundenbewertungen werden in der Regel zu Beginn der Vertragslaufzeit eingeholt und sind daher wenig aussagekräftig, was die Erfahrung auf lange Sicht betrifft.
  • Kundenbewertungen beziehen sich nicht allein auf den Tarif. Vielmehr fließen in die Bewertung auch die Erfahrung des Wechselprozesses ein, der in den meisten Fällen über das Portal verläuft. Angenommen, ein Verbraucher ist mit dem Tarif sehr zufrieden, aber beim Wechselprozess gab es Probleme, dann wird die Kundenbewertung das widerspiegeln.
  • Manche Kundenbewertungen können gekauft sein, etwa über Marketingagenturen.

Dasselbe gilt auch für Weiterempfehlungen. Kurzum: Lassen Sie sich von mittelmäßigen oder schlechten Bewertungen nicht abschrecken und von besonders guten nicht blenden. Lesen Sie sich die Bewertungen durch und holen Sie unabhängige Kundenmeinungen ein, zum Beispiel über Beschwerdeportale.

Was ist wirklich wichtig?

Darauf sollten Sie beim Gasvertrag achten

Der Vertrag läuft über 12 Monate – nicht mehr, nicht weniger

Die meisten Verträge haben Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten. Es gibt auch Verträge, die nur wenige Wochen oder Monate gelten. Der Nachteil an Verträgen mit langen Laufzeiten ist, dass sie nur im ersten Jahr günstig sind – im zweiten hebt Ihr Anbieter die Preise an oder der Bonus fällt weg und Sie zahlen deutlich mehr. Kurze Vertragslaufzeiten wirken flexibel, sind häufig aber mit einem sehr hohen Grundpreis sowie verhältnismäßig langen Kündigungsfristen verbunden. 12-Monats-Verträge sind daher der perfekte Kompromiss.

Der Vertrag enthält eine 12-monatige Preisgarantie

Gibt es eine Preisgarantie, darf Ihr Versorger nur unter bestimmten Bedingungen den Preis anpassen. Bei der vollständigen Preisgarantie nur bei Änderungen der Mehrwert- sowie Gassteuer. Bei der eingeschränkten Preisgarantie darüber hinaus bei Abgaben, Umlagen und Entgelten. Nur der Energiepreis ist in beiden Fällen gesichert – macht aber nicht mal die Hälfte des Gaspreises aus. Immer mehr Versorger bieten nur die eingeschränkte Garantie an, lassen Sie sich davon aber nicht verunsichern! Bei einer Preiserhöhung haben Sie in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. Wichtig ist, dass die Preisgarantie in jedem Fall der Dauer der Mindestvertragslaufzeit entspricht.

Der Vertrag hat eine kurze Kündigungsfrist

Verpassen Sie Ihre Kündigungsfrist, verlängert sich Ihr Gasvertrag in der Regel automatisch um die Mindestlaufzeit. Bei einem Vertrag über 24 Monate würde er sich also um zwei weitere Jahre verlängern. Deshalb empfehlen wir, auf kurze Kündigungsfristen von maximal sechs Wochen zu achten.

Sie erhalten eine oder mehrere Bonuszahlungen

Um Neukunden zu gewinnen, werben Versorger häufig mit Bonuszahlungen. Die sollten Sie nutzen! Der sogenannte Sofortbonus (häufig ein fester Betrag) landet in der Regel innerhalb der ersten drei Vertragsmonate auf Ihrem Konto. Der Neukundenbonus (meist ein an Ihrem Verbrauch gemessener prozentualer Betrag) erhalten Sie zum Ende der Mindestvertragslaufzeit – und zwar auch dann, wenn Sie erneut wechseln. Egal, ob Sofort- oder Neukundenbonus: Die Zahlung lohnt sich. Wichtiger Hinweis: Ziehen Sie während des laufenden Vertragsverhältnisses um, sollten Sie vor dem Wechsel unbedingt prüfen, ob Ihre neue Lieferstelle im Versorgungsgebiets des Anbieters liegt. Das ist nicht der Fall? Dann dürfen Sie Ihren Vertrag zwar kündigen – müssen allerdings auch auf Ihren Neukundenbonus verzichten, da Sie nicht volle 12 Monate in der Belieferung verblieben sind.

Sie bezahlen monatlich Abschläge

Die meisten Gasanbieter fordern monatliche Abschläge, es gibt aber auch Vertragsmodelle mit Flatrate-Abrechnungen oder sogenannte Pakettarife. Davon sollten Sie die Finger lassen. Am sichersten ist, monatlich zu zahlen. Am Ende des Jahres erfolgt eine Abrechnung, bei der Ihr tatsächlicher Verbrauch sowie Ihre Abschläge berücksichtigt werden. Entweder erhalten Sie daraufhin eine Rückzahlung oder müssen nachzahlen – je nachdem, ob Sie weniger oder mehr Gas verbraucht haben.

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Turbulenzen erkennen

Woran Sie mögliche Fallen erkennen

Ihr Bonus kommt nicht

Mit Bonuszahlungen machen Anbieter Verlust und Sie Gewinn. Vorausgesetzt, Sie wechseln nach einem Jahr den Anbieter. Man könnte sagen: Manche Anbieter wollen nicht riskieren, dass Ihre Wechselfreudigkeit ihn Geld kostet – und warten besonders lange mit der Bonuszahlung. So lange, bis Sie vielleicht vergessen haben, dass Ihnen ein Bonus zusteht? Tappen Sie also nicht in die Falle. Wenn Fristen für Bonuszahlungen verstreichen, haken Sie nach. Auch mehrmals. Der Bonus steht Ihnen zu, fordern Sie ihn ein.

Kurze Preisgarantie

Ihr Anbieter ist zu billig

Bei sogenannten Billiggasanbietern oder Discountern sollten Sie immer vorsichtig sein. Wer Ihnen auffällig günstige Preise und dazu hohe Boni anbietet, spart erstens vermutlich an anderer Stelle und fährt zweitens nicht unbedingt das sicherste Geschäftsmodell. Wie im Fall der BEV, die 2019 genau deshalb insolvent ging und 60.000 Kunden auf ihren Kosten sitzen ließ. Soweit muss es natürlich nicht kommen, zumal viele Billiganbieter aus Energiekonzernen oder Stadtwerken entstehen und daher einen starken Rückhalt haben. Wir raten Ihnen, Billiggasanbieter etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Vertrag mit Sachprämie

Egal, ob es sich um ein Tablet, ein Smartphone oder einen Fernseher handelt, bei einer Sachprämie zahlen Sie in der Regel drauf. Und das, obwohl Sie mit dem Wechsel in einen günstigeren Gasvertrag doch eigentlich Kosten sparen wollen! Passen Sie also auf: Der Gaspreis, den Sie in einem Vertrag mit Sachprämie zahlen, ist in der Regel höher als in einem Vertrag mit Bonus. Dann lieber einfach 12 Monats-Verträge mit Bonus wählen und von dem dadurch Ersparten in Tablet, Smartphone oder Fernseher investieren.

Gaspreisvergleich für Unternehmen

So sparen Sie mit Gewerbegas noch mehr

Sie führen ein Unternehmen oder einen landwirtschaftlichen Betrieb, sind freiberuflich oder selbstständig tätig oder leiten einen Verein? Sofern Sie aus gewerblichen Gründen einen Gasanschluss nutzen, dürfen Sie Gewerbegas beziehen. Ob sich das für Sie lohnt, hängt maßgeblich von Ihrem Verbrauch ab. Ein Gewerbegastarif wird sich nicht rechnen, wenn Ihr Jahresverbrauch bei 20.000 kWh liegt. Das ist nämlich nur geringfügig mehr als das, was ein Einfamilienhaus im Durchschnitt benötigt. Bereits ab einem Verbrauch von 50.000 kWh können Sie mit einem Wechsel zu Gewerbegas sparen. So richtig lohnt sich der Sondertarif allerdings ab einem Jahresverbrauch von 120.000 Kilowattstunden.

Sie sind nicht dazu verpflichtet, Gewerbegas zu beziehen. Erfüllen Sie jedoch die Kriterien für Gewerbegaskunden – gewerbliche Nutzung des Gasanschlusses, sehr hoher Verbrauch -, empfehlen wir Ihnen einen Gewerbegasvergleich. Ab einem Verbrauch von 1.500.000 kWh Gas im Jahr, gelten Sie übrigens als Industriegaskunde und können entsprechend Industriegas beziehen. Dieses ist noch mal günstiger als Gewerbegas – wird aber anders verrechnet und der Verbrauch wird über einen RLM-Zähler abgelesen.

Wie viel kostet Gewerbegas?

Je höher die Abnahme, desto weniger berechnen Anbieter ihren Kunden für die einzelne Kilowattstunde. Gewerbetreibende haben in der Regel einen deutlich höheren Verbrauch als Haushaltskunden. Versorger bemühen sich daher mit günstigeren Preisen im Gewerbegastarif um diese Kundengruppe. Eine Kilowattstunde kostet dann eher zwischen drei und vier Cent, statt um die fünf bis sechs Cent, wie es in Haushaltstarifen mit geringem Verbrauch üblich ist. Inzwischen gibt es über 4.000 dieser Tarife. Um den passenden Gewerbegastarif zu finden, müssen Sie folgende Angaben parat haben: Postleitzahl, Größe Ihres Gewerbes in Quadratmetern oder alternativ Ihren Jahresverbrauch in kWh.

Zusammengefasst:

  • Bei Gewerbegas handelt es sich um einen Sondertarif der Gasanbieter.
  • Da Gewerbekunden in der Regel einen höheren Gasverbrauch haben als Privatkunden, bieten Gasversorger die Kilowattstunde zu attraktiveren Preisen an.
  • Um Gewerbegas beziehen zu können, benötigen Sie einen Nachweis dafür, dass Sie den Gasanschluss gewerblich nutzen. Auch Vereine, Freiberufler oder Selbstständige gehören in diese Kategorie.
  • Gewerbegas lohnt sich bereits ab einem Verbrauch von 50.000.
  • Mit einem Wechsel in einen Gewerbegastarif können Sie mehrere hundert Euro im Jahr sparen.
  • Ab einem Gasverbrauch von 1.500.000 kWh gelten Sie als Industriegaskunde.
  • Ein Preisvergleich für Gewerbegas lohnt sich jedes Jahr.

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Ihre potenzielle Ersparnis

Gaspreisvergleich für Gewerbekunden

Wir haben für ein Gewerbe in Hamburg vier Gaspreisvergleiche angestellt: zwei für einen Jahresverbrauch von 50.000 kWh und zwei für einen Verbrauch von 120.000 kWh. Dabei haben wir jeweils den von uns empfohlenen Gewerbegastarif mit dem von uns empfohlenen Privatgastarif verglichen. Das Ergebnis: Bei beiden Vergleichen spart das Hamburger Gewerbe mit einem Gewerbegastarif, wobei die Ersparnis bei dem höheren Verbrauch fast 1.000 Euro beträgt.

Auch Gewerbekunden sollten jedes Jahr ihren Anbieter wechseln, um von den Vorteilen des Neukundenstatus zu profitieren. Bonuszahlungen sind im Gewergeastarif zwar selten, sparen können Sie mit einem jährlichen Gewerbegaswechsel dennoch. Gerade der Arbeitspreis macht hier den Ausschlag. Ebenso wichtig, wie die Ersparnis ist die Tatsache, dass Sie bei einem Wechsel erneut 12 Monate Preisgarantie erhalten. So bleiben Sie vor horrenden Preiserhöhungen weitestgehend geschützt.

Privat- vs. Gewerbetarif für 50.000 kWh/Jahr

  • Differenz zwischen dem Privat- und Gewerbetarif (inkl. Bonus): 224,98 Euro
  • Der Privattarif hat den höheren Bonus, aber auch höhere Grund- und Arbeitspreise
  • Im Gewerbetarif zahlt das Hamburger Gewerbe 0,24 Cent weniger für die Kilowattstunde Gas
  • Im Gewerbertarif zahlt das Hamburger Gewerbe 9,03 Euro weniger für den Grundpreis
Wechselpilot-Empfehlung für einen privaten Gastarif bei einem Verbrauch von 50.000 kWh im Jahr
Wechselpilot-Empfehlung für einen gewerblichen Gastarif bei einem Verbrauch von 50.000 kWh im Jahr

Privat- vs. Gewerbetarif für 120.000 kWh/Jahr

  • Differenz zwischen dem Privat- und Gewerbetarif: 844,56 Euro
  • Der Privattarif hat einen geringeren Grundpreis, dafür einen höheren Arbeitspreis – der letztendlich den Tarif deutlich teurer macht
  • Im Gewerbetarif zahlt das Hamburger Gewerbe 0,72 Cent weniger für die Kilowattstunde Gas
Wechselpilot-Empfehlung für einen privaten Gastarif bei einem Verbrauch von 120.000 kWh im Jahr
Wechselpilot-Empfehlung für einen gewerblichen Gastarif bei einem Verbrauch von 120.000 kWh im Jahr
FAQ Gaspreisvergleich

Noch Fragen?

Wie viel Sie für eine Kilowattstunde Gas bezahlen, ist von Ihrem Verbrauch, Ihrem Tarif und Ihrem Wohnort abhängig. Im Schnitt jedoch liegt der Gaspreis 2020 für Verbraucher bei 6 bis 7 ct/kWh bei einem Verbrauch von 20.000 kWh.

Wer Ökogas bezieht, finanziert damit Klimaschutzprojekte. Pro kWh Ökogas – normales Erdgas – kommt ein bestimmter Betrag des Gaspreises, den Sie zahlen, der Umwelt zugute. Quasi als Ausgleich. Deshalb wird Ökogas häufig auch als Klimagas bezeichnet.

Bei Biogas handelt es sich um Bioethan, das entsteht, wenn Biomasse vergärt. Auf dem Markt wird sowohl reines Biogas als auch ein Biogas-Erdgas-Gemisch, das ebenfalls als Biogas vermarktet wird.

Lange Zeit war der Gaspreis vom Ölpreis abhängig . Das gilt seit 2010 nicht mehr, trifft allerdings nur auf den Gaspreis zwischen Versorger und Verbraucher zu. Der Gaspreis an der Börse kann durchaus Schwankungen des Ölpreises unterliegen.

Die größten Gasproduzenten in und um Europa sind Russland (Gazprom), die Niederlande (Gasunie) und Norwegen (Statoil). Obwohl es auch in Deutschland Gasproduzenten gibt, wird Gas noch viel importiert. Über ein Drittel unseres Gases stammt aus Russland. Entsprechend ist der Wettbewerb in Deutschland geringer als auf dem Strommarkt und der Preis im Europavergleich höher.

Gas wird auf dem heimischen Zähler in Kubikmeter angezeigt, auf der Abrechnung des Versorgers erfolgt die Angabe jedoch in Kilowattstunden. Um m3 in kWh umzurechnen, müssen Sie folgende Formel anwenden: kWh = m3 x Brennwert x Zustandszahl. Um herauszufinden, wie viel 1 m3 Gas in kWh ist, setzen Sie in der Formel entsprechend bei m3 eine 1 ein.

Das beeinflusst den Gaspreis

Was kostet eine kWh Gas?

Im Schnitt zahlt Deutschland pro Kilowattstunde Gas mehr als 6 Cent, ein sportlicher Preis – vor allem, da Versorger Gas weitaus günstiger bekommen. Was den kWh-Preis, der auf Ihrer Rechnung als Arbeits- oder Verbrauchspreis aufgeführt wird, für Sie so teuer macht, sind: Netzentgelte, Kosten für Gaserzeugung, Vertrieb & Marge, staatlichen Steuern (Mehrwertsteuer, Gassteuer), Kosten für Betrieb der Messstelle, Konzessionsabgabe.

  • Weil Sie als Gasverbraucher das Versorgungsnetz nutzen, berechnet Ihnen der örtliche Netzbetreiber etwas dafür. Diese Netzentgelte decken die Kosten, die bei der Nutzung der Infrastruktur des Gasnetzes entstehen – und manchmal auch noch Kosten für Abrechnungen, Messungen und den Betrieb der Messstellen. Aktuell machen sie etwa 25 Prozent des Strompreises aus.
  • Wie auch bei anderen Waren und Dienstleistungen wird auf den Nettogaspreis die Mehrwertsteuer (19 Prozent) erhoben.
  • Die Gassteuer beträgt für private Haushalte 0,55 Cent pro Kilowattstunde.
  • Dach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erhalten Anlagen, die Gas aus erneuerbaren Quellen erzeugen, eine Förderung. Diese wird wiederum in Form der EEG-Umlage über den Gaspreis finanziert. 2019 betrug die EEG-Umlage 6,405 Cent, 2020 wurde sie um 5,5 Prozent auf 6,756 ct/kWh erhöht.
  • Die Konzessionsabgabe zahlen Netzbetreiber an die Gemeinden, um Gasleitungen öffentlich verlegen zu dürfen. Letzten Endes kommen auch Sie für diese Abgabe auf, da Ihr Gasversorger sie in den Gaspreis einfließen lässt. Wie hoch die Abgabe ausfällt, hängt von der Größe der Gemeinde sowie der Menge an durchgleitetem Gas ab. Beispiel: Wird Gas ausschließlich zum Kochen und für Warmwasser bezogen, darf die Konzessionsabgabe für Gemeinden mit mehr als 500.000 Bewohnern 0,93 ct/kWh nicht überschreiten. Die genauen Richtlinien können Sie auf der Seite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz nachlesen.
Deutschlands Gasmarkt

Warum es heute über 1.000 Gasanbieter gibt

Auf dem deutschen Gasmarkt gibt es Statista zufolge (Stand: Januar 2020) inzwischen 1.047 Gaslieferanten, 68 Gashändler, 720 Gasnetzbetreiber und 31 Gasspeicherbetreiber. Dass Verbraucher unter verschiedenen Anbietern wählen und wechseln können, galt nicht immer. Lange Zeit war der Gasmarkt in Deutschland stark monopolistisch geprägt, Anbieterwechsel waren praktisch ausgeschlossen. Die Energierechtsnovelle sollte 1998 eigentlich dafür sorgen, dass der Markt freier und die Angebote für Verbraucher günstiger werden. Doch bis Verbraucher wirklich frei entscheiden konnten, von wem sie Gas beziehen, dauerte es noch einige Jahre.

  • 2003: Die Gasnovelle wird verabschiedet, Versorgungsmonopole werden für unzulässig erklärt, „natürliche Monopole“ der Versorgungsnetze sind hingegen weiterhin erlaubt.
  • 2005: Einführung einer Regulierungsbehörde, die Bundesnetzagentur beaufsichtigt nun die Gasnetze.
  • 2006: Das Bundeskartellamt kündigt an, dass Gasanbieterwechsel ab dem 1. April möglich sind, nun da die Anbieter E-ON, ENTEGA, MITGAS, RWE, SpreeGas und Thüga AG sich dazu verpflichtet haben, Wechsel zu gestatten. Zuvor noch hatte das Amt ein Missbrauchs wegen zu hoher Preisanhebungen geführt. Da es jedoch keine neuen Anbieter auf dem Markt gibt, wird diese Ankündigung eher als schlechter Aprilscherz aufgenommen.
  • 2007: Der Bundesgerichtshof entscheidet am 13.06., dass Verbraucher Preiserhöhungen nicht einfach so hinnehmen müssen.
  • 2008: Seit der „Marktöffnung“ 1998 ist der Gaspreis um etwa 100 Prozent gestiegen. Ursprünglich sollte jedoch das Gegenteil eintreffen.
  • 2010 bis 2012: Der Gaspreis steigt an, sinkt aber nach 2012 kontinuierlich.
  • 2017: Mit 5,73 ct/kWh erreicht der Gaspreis sein bisheriges Tief. Ausschlaggebend dafür waren stabile, teilweise sinkende Importpreise für Erdgas aus Nordwegen und Russland. Während Importeure 2013 noch 2,65 Cent pro kWh gezahlt hatten, wurde Gas 2017 für 1,70 Cent pro Kilowattstunde gehandelt. Hinzu kam, dass das Angebot auf dem internationalen Markt stetig wuchs und mit Katar quasi über Nacht einen großen Exporteur gewann. Auch bereits aktive Förderländer wie Norwegen, Russland oder die Vereinigten Staaten erhöhten ihre Kapazitäten teils deutlich. Seither steigt er jedoch wieder an und lag 2019 bei 6,19 ct/kWh.
  • bis heute: Mehr Gasanbieter sowie Alternativen zu Erdgas (Öko- und Biogas) strömen den Markt. Verbraucher können zwischen Tarifen und Anbietern wechseln.

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