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Wechselpilot-Ratgeber

Warum lohnt es sich, Strompreise zu vergleichen?

Strompreise zu vergleichen und einen günstigen Tarif zu finden, ist keine leichte Aufgabe. Zum einen fällt die Preisgestaltung bei den einzelnen Versorgern sehr unterschiedlich aus. Undurchsichtige Preismodelle sind keine Seltenheit und verschleiern – zumindest auf den ersten Blick – die tatsächlichen Stromkosten. Zum anderen ändern sich Tarife und Preismodelle pausenlos. Wer also wirklich Stromkosten sparen möchte, muss sich mit der Preisgestaltung der Versorger auseinandersetzen und Strompreise korrekt miteinander vergleichen.

Zugegeben: Das klingt erstmal anstrengend. Allerdings lassen sich durch einen regelmäßigen Tarifvergleich und Versorgerwechsel mehrere hundert Euro jährlich sparen. Daher ist es also durchaus sinnvoll, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Dinge, die Sie bei einem Strompreisvergleich berücksichtigen müssen, ändern sich nämlich nicht. Wer also einmal verstanden hat, auf was es achten gilt, vergleicht in Zukunft sehr schnell die zahlreichen Angebote und findet zielgerichtet einen günstigen Tarif. Mit diesem Ratgeber helfen wir Ihnen dabei. Bevor Sie starten, sollten Sie sich fragen, wie viel Zeit Sie für den Vergleich aufbringen möchten. In Abhängigkeit davon zeigen wir Ihnen drei Strategien, mit denen Sie den Weg zum optimalen Preis finden.

Wie viel Zeit möchten Sie investieren?

15 Minuten

Sie möchten so wenig Zeit wie möglich investieren, trotzdem aber Jahr für Jahr sparen? Dann empfehlen wir Ihnen einen unabhängigen Wechselassistenten für Strom & Gas wie Wechselpilot. Wir kümmern wir uns für Sie um den gesamten Wechselprozess: Wir vergleichen alle am Markt verfügbaren Tarife, kündigen den alten Vertrag, melden neu an. Zusätzlich übernimmt unser Team die Kommuniktion mit dem neuen Versorger und kümmert sich um den lästigen Papierkram.Vier Monate vor Ende der Vertragslaufzeit erhalten Sie von uns wieder eine Empfehlung für einen günstigeren Tarif.

60 Minuten

Vergleichsportale stellen in der Regel einen Tarifrechner bereit und zeigen nach Eingabe Ihrer Verbrauchsdaten sowie der Postleitzahl der Lieferstelle verschiedene Stromtarife inkl. Einsparpotential an – also eine ganz gute Möglichkeit, um einen Überblick der am Markt verfügbaren Preise zu erhalten. Dennoch gilt es, vorsichtig zu sein: Nicht immer sind die Tarife, die prominent gelistet werden, für den Kunden vorteilhaft. Zum Teil arbeiten Portale Hand in Hand mit Versorgern und zeigen Ergebnislisten an, deren Ranking von Provisionen beeinflusst sind.

120 Minuten

Ja, es kostet ein bisschen Zeit, sich mit Strompreisen und Tarifmodellen auseinanderzusetzen. Mit unserem Ratgeber werden Sie allerdings schnell lernen, worauf Sie achten müssen und am Ende Strompreise gekonnt selbst vergleichen! Wir geben Ihnen verschiedene Tipps, wie Sie Grund- und Arbeitspreise, Bonus-Zahlungen und weitere Vertragsdetails auswerten, um gezielt einen passenden Stromtarif und Ihren optimalen Strompreis finden. Außerdem decken wir die drei größten Stolperfallen beim Vertragswechsel auf, um sicherzustellen, dass Sie diese ganz einfach umschiffen!

Warum gibt’s unterschiedliche Tarifpreise?

Was den Strommarkt so unübersichtlich macht: die unendlich scheinende Anzahl verschiedener Stromanbieter. Und dann bieten auch noch alle verschiedene Tarife an! Warum eigentlich? Diese Entwicklung geht zurück auf die Strommarktliberalisierung im Jahr 1998. Damals wurde der Markt für alle Stromanbieter geöffnet, um den Wettbewerb am Markt zu erhöhen und den Strompreis zu senken. Im Zuge dessen entstanden viele neue Anbieter mit besonderen Tarifmodellen, beispielsweise Energiediscounter wie Immergrün oder Billig?Will ich!, die Strom zu besonders niedrigen Preisen vermarkten.

Seitdem kämpfen die Anbieter in Deutschland um neue Kunden und motivieren insbesondere mit attraktiven Sofort- und Neukundenboni zum Wechsel. Natürlich zahlen Versorger diese Prämien nicht ohne Grund aus, sondern mit dem Ziel, neue Kunden möglichst lange Zeit im selben Tarif zu halten. Aus einem einfachen Grund: Mit den Wechselprämien gehen Versorger in Vorleistung. Damit sich dieses Modell rechnet, ist der Strompreis meist höher als in Tarifen ohne Prämie. Aufgrund der höheren Grund- und Arbeitspreise steigen die Stromkosten im nachfolgenden Belieferungsjahr – und der Versorger verdient sich den ausgezahlten Bonus wieder zurück.

Schritt 1 im Strompreisvergleich

Den Strompreis & seine Zusammensetzung verstehen

Wenn Sie Strom beziehen, zahlen Sie dafür einen Grund- und einen Arbeitspreis. Der Grundpreis ist ein fixer Betrag, den Sie unabhängig von Ihrem Verbrauch zahlen. Dieser wird also auch fällig, wenn Sie gar keinen Strom verbrauchen. Neben dem Arbeitspreis gibt es noch den Grundpreis.

Pro verbrauchter Kilowattstunde zahlen Sie einen bestimmten Betrag an Ihren Versorger: den Arbeitspreis. Dieser unterscheidet sich meist, genau wie der Grundpreis, von Anbieter zu Anbieter und von Tarif zu Tarif.

Der Arbeitspreis setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Netzentgelte
  • Kosten für Stromerzeugung, Vertrieb & Marge
  • Staatliche Steuern: Mehrwertsteuer sowie Stromsteuer
  • Kosten für den Betrieb der Messstelle
  • EEG-Umlage (zur Förderung von Erneuerbaren Energien)
  • Konzessionsabgabe
KomponentenErklärung
NetzentgelteNetzentgelte können Sie als den Preis verstehen, den Sie an Ihren Netzbetreiber für die Nutzung des Versorgungsnetzes zahlen. In Deutschland gibt es vier große Netzbetreiber. Aufgrund dieser Marktstruktur (man nennt sie auch natürliches Monopol) bilden sich Preise nicht im freien Wettbewerb. Daher gibt es Behörden, die regulierend eingreifen und sicherstellen, dass die Netzbetreiber vertretbare Preise ansetzen. Die Preise müssen auf den Internetseiten der Betreiber veröffentlicht werden. Auch in Ihrer Stomrechnung wird dieser Posten separat aufgeführt. Aktuell machen die Netzentgelteetwa etwa 25 Prozent des Strompreises aus.
MehrwertsteuerWie auch bei anderen Waren und Dienstleistungen wird auf den Nettostrompreis die Mehrwertsteuer von 19 Prozent erhoben.
Stromsteuer (auch: Ökosteuer)Die Stromsteuer ist ebenfalls ein fixer Betrag, deren Einführung auf die ökologische Steuerreform im Jahr 1999 zurückgeht. Seit 2004 beträgt der Satz für Privatverbraucher 2,05 Cent pro Kilowattstunde.
EEG-UmlageDie EEG-Umlage ist eine weitere staatliche Abgabe. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erhalten Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugen, eine Förderung. Diese wird wiederum über den Strompreis finanziert. Die Höhe der Umlage wird von den Netzbetreibern festgelegt. Im Jahre 2019 wird für jede verbrauchte Kilowattstunde eine Umlage von 6,405 Cent erhoben. Im Jahr 2020 erhöht sich die Umlage um 5,5 Prozent auf 6,756 ct/kWh.
KonzessionsabgabeDie Konzessionsabgabe wird von Netzbetreibern an Gemeinden gezahlt und gewährt ihnen das Recht, öffentliche Wege zur Verlegung von Strom- und Gasleitungen und somit zur Energieversorgung zu nutzen. Diese Abgabe wird über die Energieversorger an die Verbraucher weitergereicht. Die Höhe der Abgabe ist abhängig von der Versorgungsart, der Größe der Gemeinde und der Menge der durchgeleiteten Energie. Für Strom liegt sie zwischen 1,32 und 2,39 Cent pro Kilowattstunde.
Schritt 2 im Strompreisvergleich

Die wichtigen Vertragsdetails kennen & verstehen

Vertragslaufzeit

Nachdem Sie nun verstanden haben, wie sich der Strompreis zusammensetzen, geht es im nächsten Schritt darum, sich mit den Vertragsdetails auseinanderzusetzen. Neben dem bereits erwähnten Grundpreis ist die Vertragslaufzeit ein wichtiger Anhaltspunkt.

Sie legt fest, wie lange Sie an den Anbieter gebunden ist. Üblich sind Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten. Auch Tarife mit kürzeren Laufzeiten werden Sie hin und wieder finden. Solche Angebote sind natürlich flexibler. Der Zugewinn an Flexibilität geht allerdings meist mit einem höheren Grundpreis einher.

Achtung:

Angebote mit einer Laufzeit von 24 Monaten sind selten vorteilhaft – vor allem, wenn diese mit Bonuszahlungen verbunden sind. Im ersten Jahr scheinen Grund- und Arbeitspreise günstig, schließlich fallen die effektiven Stromkosten durch den Bonus niedriger aus. Wenn die Prämie im zweiten Jahr wegfällt, steigen die Kosten meist signifikant. Unter dem Strich entsteht kein Vorteil gegenüber Verträgen mit einer Laufzeit von 12 Monaten.

Kündigungsfrist & Preisgarantie

Wichtig ist weiterhin, sich mit den Themen Kündigungsfrist und der Preisgarantie zu beschäftigen. Einige Anbieter versuchen hier, für Verbraucher ungünstige Konstellationen zu verstecken. Die Preisgarantie beschreibt den Zeitraum, in dem keine Preiserhöhungen durchgeführt werden. Diese Garantie wird von den Versorgern jedoch häufig eingeschränkt. Die eingeschränkte Preisgarantie bezieht sich ausschließlich auf die Kosten, die vom Anbieter beeinflusst werden. Erhöhen sich also Umlagen, Steuern oder Netznutzungsentgelte, dürfen diese an den Kunden weitergegeben werden. Die Kündigungsfrist wiederum definiert den spätesten Zeitpunkt der Kündigung. Eine übliche und kundenfreundliche Frist liegt bei vier Wochen. Es gibt jedoch Anbieter, die eine Kündigung bis zu drei Monaten vor Vertragsablauf fordern.

Sofort- & Neukundenbonus

Interessant für Verbraucher sind auch die Boni. Viele Anbieter locken mittlerweile mit einem Neukundenbonus oder einem Sofortbonus. Auch hier gibt es mitunter große Unterschiede. Einige Anbieter gewähren eine Gutschrift kurze Zeit nach dem Wechsel, in anderen Fällen wird diese erst nach Ablauf der kompletten Vertragslaufzeit gewährt. Ein genauer Blick in die Vertragsdetails ist also angebracht. In den Verträgen finden sich außerdem Angaben zu den Abschlagszahlungen. Die meisten Stromanbieter fordern monatliche Abschläge. Diese orientieren sich am Verbrauch des Vorjahres. Erst am Ende des Jahres erfolgt eine Abrechnung. Hier wird der tatsächliche Verbrauch ermittelt und die Abschläge berücksichtigt. Im Ergebnis kann der Verbraucher eine Erstattung erhalten oder es erwartet ihn, bei gestiegenem Verbrauch, eine Nachzahlung. Einige Anbieter werben auch mit Paketen oder Flatrates. Diese Zahlungen werden manchmal mit Abschlägen verwechselt, da auch sie monatlich konstant sind.

Schritt 3 im Strompreisvergleich

Die drei größten Fallen beim Strompreisvergleich

Mit einigen versteckten Tricks versuchen unseriöse Anbieter, Neukunden anzulocken. Auf den ersten Blick wirken viele Angebote sehr verlockend. Erst bei einer genaueren Kontrolle beziehungsweise im Laufe der Vertragszeit entpuppt sich das vermeintliche Schnäppchen als Reinfall.

Versteckte Preiserhöhungen

Eine beliebte Masche ist das Spiel mit der Preisgarantie. Verdächtig sind grundsätzliche alle Tarife, bei denen die Preisgarantie kürzer ist als die Vertragslaufzeit. Beispielsweise schließt ein Kunde einen Vertrag über 24 Monate ab, da ihn der günstige Arbeitspreis angesprochen hat. Die Preisgarantie läuft jedoch nur 12 Monate. Mit Ablauf des ersten Vertragsjahres erhält der Kunde prompt eine saftige Preiserhöhung. Beim Nachrechnen stellt sich heraus, dass der Vertrag plötzlich teurer ist als Vergleichsangebote.

In diesem Fall ist für den Verbraucher jedoch noch nicht alles verloren. Bei Preiserhöhungen hat der Kunde automatisch ein Sonderkündigungsrecht. Innerhalb von zwei Wochen, nachdem der Kunde Kenntnis über die Preiserhöhung erhalten hat, kann der Vertrag gekündigt werden. Dieses Sonderkündigungsrecht wurde im Sommer 2016 von dem Oberlandesgericht Düsseldorf nochmals ausdrücklich bestätigt.

Einbehaltene Bonuszahlungen

Ein weiterer Streitpunkt sind die Bonuszahlungen. Häufig sind diese so gelegt, dass sie erst nach 12 oder 24 Monaten fällig sind. Viele Verbraucher vergessen nach dieser langen Zeit, dass sie Anspruch auf einen Bonus haben. Wann genau der Bonus gutgeschrieben werden soll, steht in den Vertragsdetails. Verpasst der Anbieter den Zeitpunkt, ist es sinnvoll, zunächst direkt über den Kundenservice nachzufragen. Hat dies keinen Erfolg, ist eine schriftliche Mahnung der nächste Schritt. Sollte der Anbieter auch hierauf nicht reagieren, bleiben noch Beschwerdeportale wie Reclabox oder die Verbraucherzentralen.

Unzuverlässige Versorger

Unzuverlässige Anbieter können für Probleme sorgen. Besonders ärgerlich ist es, wenn ein Stromunternehmen insolvent geht. Daher eine letzte Empfehlung: Informieren Sie sich über den Ruf des potenziellen neuen Versorgers. Online gibt es verschiedene Verbraucher- und Beschwerdeportale, die Anhaltspunkte über die Zuverlässigkeit eines Anbieters geben. Unter anderem lässt sich erkennen, ob ein Versorger sein Versprechen bezüglich der Auszahlung von Boni und Wechselprämien einhält. Wichtig sind auch Informationen darüber, ob die Kommunikation reibungslos verläuft. Ist der Kundenservice gut erreichbar, sind die Mitarbeiter freundlich und kompetent? Stellt sich der Stromversorger bei einer Kündigung quer? Lockt ein Anbieter mit besonders günstigen Tarifen, nur um dann Preiserhöhungen durchzusetzen? Wie transparent sind die Abrechnungen und kommen diese fristgerecht?

Mit Bewertungen und Erfahrungsberichten anderer Versorger fällt es leichter, schwarze Schafe von ehrlichen Anbietern zu trennen. Sollten Fragen offen bleiben, können Sie unsere individuellen Stromanbieter-Ratgeber oder unseren Kundenservice telefonisch zu Rate ziehen.

Das Wichtigste im Überblick

Wer wirklich von einem Anbieterwechsel profitieren und günstige Tarife finden will, sollte einige Dinge beachten. Wichtig sind vor allem die nebenstehenden Faktoren.

Außerdem gilt, dass langfristig nur derjenige spart, der Strompreise regelmäßig vergleicht. Wer sich für einen Tarif mit Bonus entscheidet, sollte den erneuten Wechsel nach 12 Monaten nicht verpassen, um hohen Kosten im zweiten Vertragsjahr zu vermeiden. Echte Sparfüchse wechseln also regelmäßig und kontrollieren mindestens einmal im Jahr, ob ihr Vertrag noch vorteilhaft ist.

  • Den eigenen Jahresverbrauch genau kennen
  • Die Zuverlässigkeit des neuen Anbieters bewerten
  • Auf das Kleingedruckte und alle Vertragsdetails achten
  • Strompreisgarantien im Auge behalten
  • Bei Preiserhöhung vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen
  • Kündigungsfristen vormerken
  • Jedes Jahr wechseln

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