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Die Zeiten, in denen Energieriesen den deutschen Strommarkt dominieren, sind vorbei. Seit der Marktöffnung vor rund 20 Jahren ist Bewegung in die Branche gekommen: Mittlerweile gibt es mehr als 1.000 Stromanbieter, die rund 12.500 Tarife anbieten. Wer Energie so preiswert wie möglich beziehen möchte, merkt schnell: Bei der Vielzahl von Versorgern und den teils unübersichtlichen Preisstrukturen ist es nicht ganz einfach, sich einen Überblick zu verschaffen. Daher erklären wir Ihnen hier Schritt für Schritt, worauf Sie bei einem Stromtarifvergleich achten sollten und wie Sie garantierte den optimalen Tarif finden.

Einen zuverlässigen Versorger finden – so gelingt es Ihnen!

Warum sollte ich meinen zukünftigen Stromanbieter überprüfen?

Plötzlich deutlich höhere Abschlagszahlungen, doppelte Abbuchungen oder gar nicht erstattete Guthaben – die negative Berichterstattung über die teils zweifelhaften Methoden im Energiemarkt reißt nicht ab. Das Beispiel der jüngsten Vergangenheit: die Bayerische Energieversorgungsgesellschaft (BEV), die im Januar Insolvenz anmeldete. Die BEV hatte mehrere hunderttausend Kunden mit einem überzeugenden Preismodell angelockt. Immer mehr Verbraucher beklagten, die BEV behalte Bonuszahlungen ein. Zum Jahresende 2018 setzte der Versorger trotz Preisgarantie dramatische Preiserhöhungen an. Rund 200.000 Kunden reagierten mit Sonderkündigungen und wechselten den Versorger. Damit brach das System, das auf niedrigen Margen und extrem hohen Kundenzahlen basierte, zusammen.

Kunden stehen in so einer Situation häufig vor dem Problem, dass laufende Verträge nicht mehr erfüllt und Boni nicht mehr ausbezahlt werden. Sobald der insolvent gegangene Anbieter die Belieferung einstellt, fallen Haushaltskunden in die gesetzliche gesicherte Ersatzversorgung. Eine Unterbrechung der Versorgung wird ausgeschlossen, allerdings zahlen Verbraucher in den meisten Fällen drauf: Die Tarife der lokalen Grundversorgung sind – vor allem im Vergleich zu Discount-Tarifen – in der Regel deutlich teurer.

Natürlich muss ein unbedachter Versorgerwechsel nicht immer schief gehen. Um böse Überraschungen nach Vertragsabschluss zu vermeiden, empfehlen wir, den potenziellen neuen Stromanbieter ein wenig unter die Lupe zu nehmen.

Wie erkenne ich einen zuverlässigen Stromanbieter?

Tipp 1: Nutzen Sie Bewertungsportale

Eine gute Anlaufstelle sind Bewertungs- und Beschwerdeportale. Verbraucher teilen hier ihre Erfahrungen und helfen, schwarze Schafe von ehrlichen Anbietern zu trennen. Unter anderem lässt sich erkennen, ob ein Stromversorger seine Versprechen bezüglich der Boni einhält. Wichtig sind auch Informationen darüber, ob die Kommunikation reibungslos verläuft. Ist der Kundenservice hilfreich und jederzeit erreichbar? Stellt sich der Stromversorger bei einer Kündigung quer? Lockt ein Anbieter zunächst mit besonders günstigen Tarifen, nur um dann versteckte Preiserhöhungen durchzusetzen? Wie transparent sind die Abrechnungen und kommen die Rechnungen fristgerecht? Für solche Informationen sind die Portale zuverlässige Quellen.

Auch Vergleichsportale listen Kundenbewertungen – meist entstehen diese Kommentare allerdings zu Vertragsbeginn. Ob ein Stromanbieter wirklich verlässlich ist, lässt sich allerdings meist erst nach einiger Zeit feststellen.

Nehmen Sie sich also etwas Zeit, um möglichst viele Informationen über den Stromanbieter, der in Betracht gezogen wird, einzuholen. In jedem Fall empfehlen wir Ihnen einen Blick auf die Google-Bewertungen sowie das Beschwerdeportal ReclaBox.

Tipp 2: Testen Sie den Kundenservice

Viele Beschwerden über Stromunternehmen beziehen sich auf fehlende Kundenfreundlichkeit. Wenn es darum geht, einen direkten Kontakt zum Anbieter herzustellen, legen viele Unternehmen den Kunden unnötig Steine in den Weg. Einige schwarze Schafe bauen darauf, dass die Verbraucher die Kontaktaufnahme abbrechen, wenn die Kommunikation erschwert wird. Deshalb sollten Sie prüfen, welche Kontaktmöglichkeiten angeboten werden. Ein Indiz für die Kundennähe ist immer auch die offizielle Webseite. Ist diese klar und verständlich oder finden sich mehrere Optionen für die Kontaktaufnahme, stehen die Chance gut, dass auch eine direkte Kommunikation mit dem Unternehmen möglich ist.

Sie möchten vor dem Wechsel auf Nummer sicher gehen? Wir empfehlen den Praxistest: Rufen Sie den Kundenservice an, stellen Sie ein paar Fragen, lassen Sie sich beraten. Schon ein kurzes Telefonat hilft, die Servicebereitschaft des Versorgers einzuschätzen.

Tipp 3: Kontrollieren Sie die Aussagekraft von verwendeten Qualitätssiegeln

Wer die Websites von Versorgern besucht, stellt schnell fest: es wimmelt nur so von Gütesiegeln, Labels und Auszeichnungen. Welche Aussagen einer Zertifizierung in Bezug auf die Qualität eines Stromanbieters entnommen werden kann, lässt sich durch einen Blick auf die Bewertungskriterien überprüfen. Als verlässlich sind solche Zertifizierungen einzustufen, bei denen eine externe Bewertung erfolgt oder regelmäßige Nachprüfungen stattfinden.

Werden keine verbindlichen Kriterien vorgegeben, ist Vorsicht geboten. Auszeichnungen, die gekauft werden können, sollten ebenfalls kritisch geprüft werden. Selbst wenn (vermeintliche) Bewertungskataloge existieren, vielleicht sogar eine externe Überprüfung stattfindet – wenn der Erhalt des Siegels von Vornherein feststeht, können Sie dessen Aussagekraft zu Recht bezweifeln.

Tipp 4: Achtung bei Haustürgeschäften

Vorsicht gilt generell bei Haustürgeschäften. Hier wird auf einen schnellen Vertragsabschluss gedrängt. Ohne Vergleichsmöglichkeit ist eine objektive Bewertung innerhalb von wenigen Minuten jedoch nicht möglich. Immer wieder wird berichtet, dass Gründe erfunden werden, um einen Wechsel aggressiv zu bewerben, beispielsweise, dass ein ganzes Haus auf einen neuen Anbieter umgestellt wird. Auch Unterschriften für vermeintliche Zählerstandablesungen entpuppten sich im Nachhinein schon mal als Einverständniserklärung für einen Tarifwechsel. Wer an der Tür überrumpelt oder getäuscht wurde, braucht aber nicht in Panik zu verfallen: In Deutschland gilt für Privatpersonen eine 14-tägige Widerrufsfrist. Innerhalb dieser Zeit kann von einem abgeschlossenen Vertrag ohne Angabe von Gründen zurückgetreten werden.

Bevor es ins Detail geht: Stromtarif mit oder ohne Bonus?

Warum gibt es überhaupt Wechselprämien?

Mit der Strommarktliberalisierung im Jahre 1998 wurde der Markt für alle Stromanbieter geöffnet, um den Wettbewerb am Markt zu erhöhen und den Strompreis zu senken. Im Zuge dessen entstanden viele neue Anbieter mit besonderen Tarifmodellen, beispielsweise Energiediscounter, die Strom zu besonders niedrigen Preisen vermarkten. Seitdem kämpfen die Anbieter in Deutschland um neue Kunden und werben mit attraktiven Sofort- und Neukundenboni – mit dem Ziel, neue Kunden möglichst lange Zeit im selben Tarif zu halten. Aus einem einfachen Grund: Versorger gehen mit Prämien in Vorleistung. Damit sich dieses Modell rechnet, ist der Preis, den Sie für den Strom zahlen, meist höher als in Tarifen ohne Prämie. Aufgrund der höheren Grund- und Arbeitspreise zahlen Sie also im nachfolgenden Belieferungsjahr deutlich mehr – und Ihr Versorger verdient sich so den an Sie ausgezahlten Bonus wieder zurück. Kommt nach Ablauf der vertraglich zugesicherten Preisgarantie noch eine Preiserhöhung hinzu, steigen Ihre Stromkosten erneut. Treue wird also von keinem Versorger belohnt, im Gegenteil: Sie zahlen drauf.

Wird der Bonus trotz Wechsel in einen anderen Stromtarif ausgezahlt?

Zunächst muss zwischen den beiden gängigen Bonuszahlungen unterschieden werden:

Sofortbonus: fast immer eine feste Summe, die 4 bis 12 Wochen nach Vertragsbeginn ausgezahlt wird
Neukundenbonus: wird meist prozentual an den Jahreskosten bemessen und nach 12 Monaten ausbezahlt; manchmal wird dieser Bonus mit der ersten Jahresrechnung verrechnet

Immer wieder wird darüber berichtet, der Neukundenboni werde nach der regulären Kündigung im ersten Vertragsjahr nicht ausgezahlt. Das ist allerdings nicht der Fall: eine Kündigung verhindert in keiner Weise die Auszahlung! Jene wird den Kunden gesetzlich garantiert. Sollte sich ein Anbieter doch einmal weigern, so ist der Gang zum Verbraucherschutz oder zur Schlichtungsstelle Energie ratsam. Bei zuverlässigen Versorgern gibt es in dieser Hinsicht aber so gut wie keine Probleme.

Nur in Ausnahmefällen verfällt der Anspruch auf den Neukundenbonus, etwa wenn Sie wegen eines Umzugs eine Sonderkündigung aussprechen und Ihren Vertrag vor Ablauf des Belieferungsjahres unterbrechen. In diesem Zusammenhang sollten Sie bereits vor Vertragsabschluss prüfen, was das Kleingedruckte in Bezug auf eine Kündigung sagt.

In welchen Fällen profitiere ich von Stromtarifen ohne Bonus?

Wer den Wechsel-Aufwand scheut, sollte daher von Angeboten mit Bonus Abstand halten. Tarife ohne Bonus sind also für die Verbraucher interessant, die sich nicht permanent mit dem Thema Stromvertrag beschäftigen möchten. In der Regel sind Grund- und Arbeitspreise günstiger, außerdem kommen größere Preissprünge nach der Garantiezeit weniger häufig vor.

Und wann sollte ich mich für einen Tarif mit Bonus entscheiden?

Regelmäßigem Tarif-Hopping ist für Sie kein Problem? Dann empfehlen wir Ihnen einen Tarif, der Boni beinhaltet. Wer jedes Jahr rechtzeitig kündigt und zu einem neuen Versorger wechselt, profitiert immer wieder von günstigeren Tarifen und neuen Bonuszahlungen. Und zwar nicht zu knapp: mit dem Wechsel in einen anderen Stromtarif können Sie jedes Jahr mehrere Hunderte Euro sparen!

Mit unserer Erklärung können Sie das selbst in die Hand nehmen oder Sie geben den Wechsel an uns ab. Wir organisieren für Sie jedes Jahr den gesamten Prozess: Sie erhalten von uns unabhängige Tarif-Empfehlungen, wir kündigen den alten Vertrag und melden Sie neu an. Auch die zeitintensive Kommunikation übernimmt unser Team und klärt offene Fragen ohne Umwege direkt mit dem Versorger oder Netzbetreiber. Sie hören nur dann etwas von uns, wenn vertragsrelevante Nachrichten für sie vorliegen oder der nächste Wechsel bevorsteht.

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Die wichtigsten Tarif-Merkmale auf einen Blick

Ein Stromtarif setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen – und das kann manchmal ziemlich verwirren! Ausschlaggebend ist allerdings (zum Glück) nur eine Frage: Wie viel zahlen Sie effektiv für den Strom, den Sie verbrauchen? Wir erklären Ihnen, wie Sie den Effektivpreis, also Ihre tatsächlichen Kosten, berechnen können. Mit diesem Preis können Sie Stromtarife anschließend ganz einfach vergleichen, egal wie unterschiedlich die Vertragsmodelle gestaltet sind.

Grund- und Arbeitspreis – worauf Sie achten sollten!

Für Ihre tatsächlichen Kosten sind der Grund- und Arbeitspreis ausschlaggebend. Bei dem Grundpreis handelt es sich um eine monatliche fixe Gebühr. Selbst wenn Ihr Verbrauch in einem Abrechnungszeitraum bei 0 kWh lag, wird dieser Betrag in der angegebenen Höhe fällig. Der Arbeitspreis hingegen ist variabel und gibt die Kosten für den Verbrauch einer Kilowattstunde Strom an. Zusammen mit Ihrem Verbrauch können Sie Ihre jährlichen Stromkosten berechnen:

Grundpreis + Arbeitspreis * Verbrauch = Stromkosten

Oftmals ist ein höherer Grundpreis mit einem niedrigeren Arbeitspreis gepaart. Für Haushalte mit einem hohen Verbrauch lohnen sich meistens Verträge dieser Art. Wer hingegen wenig verbraucht, der fährt mit einem niedrigeren Grundpreis und einem dafür höheren Arbeitspreis meist besser.

Was sind eigentlich Abschläge?

In Deutschland hat sich ein System aus Abschlagszahlungen sowie einer jährlichen Abrechnung eingebürgert. Die Abschläge berechnen sich nach einem geschätzten Verbrauch. Zugrunde gelegt wird der Verbrauch des Vorjahres. Aus diesem werden elf beziehungsweise zwölf Abschlagszahlungen errechnet:

Stromkosten / 11 Monate = Monatlicher Abschlag

Mit den monatlichen Abschlagszahlungen leisten Sie also faktisch eine Vorauszahlung auf Ihren Jahresverbrauch.

Warum sind Abschläge manchmal höher als die tatsächlichen monatlichen Kosten?

Monatliche Schwankungen beim Stromverbrauch, wie sie zum Teil zwischen Sommer- und Wintermonaten bestehen, werden bei Abschlägen nicht berücksichtigt. Die Stromanbieter runden bei der Berechnung meist ein wenig auf. Wurden also im Vorjahr 3.395 kWh verbraucht, kann es gut sein, dass als Grundlage für die Abschläge im nächsten Jahr mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh gerechnet wird.

Aus diesem Grund sind die Abschlagszahlungen meist ein wenig höher als die tatsächlichen Kosten. Diese Vorgehensweise verhindert hohe Nachzahlungen, wenn bei der Jahresabrechnung doch ein höherer Verbrauch festgestellt wird. Sofern der Stromverbrauch gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben ist, erhalten Verbraucher eine Rückerstattung.

Auch Tarife mit Bonuszahlungen führen meist zu höheren monatlichen Abschlägen. Warum? Prämien werden meist getrennt von den monatlichen Abschlägen gutgeschrieben (Ausnahme: Tarife mit Bonus auf den Abschlag), sind für die Berechnung der tatsächlichen Kosten allerdings ausschlaggebend.

Grundpreis + Arbeitspreis * Verbrauch – Bonus = effektive Stromkosten

Sind kurze oder längere Laufzeiten sinnvoll?

Stromverträge werden in der Regel mit Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten angeboten. Manche Versorger bieten auch kürzere Verträge über drei oder sechs Monate an.

Grundsätzlich gilt, dass Verträge mit kürzerer Laufzeit flexibler sind: Sie binden sich weniger lang an einen bestimmten Anbieter und können deutlich früher erneut wechseln. Bei Verträgen mit kurzer Laufzeit sollten Sie jedoch einen genauen Blick auf Grund- und Arbeitspreis werfen – diese fallen meist höher aus. Auch Boni für Neukunden sind bei diesen Verträgen eher selten.

Angebote mit einer Laufzeit von 24 Monaten sind in den seltensten Fällen vorteilhaft – vor allem, wenn diese mit Bonuszahlungen verbunden sind. Im ersten Jahr mag es weniger offensichtlich sein, wenn Grund- und Arbeitspreise teurer sind, schließlich fallen Ihre effektiven Stromkosten durch den Bonus niedriger aus. Im zweiten Jahr kann es dann zu einer unschönen Überraschung kommen, wenn die Prämie wegfällt und . Für den Verbraucher entsteht dann unter dem Strich kein Vorteil gegenüber Verträgen mit kurzer Laufzeit.

Was genau besagt die Preisgarantie?

Wichtig im Zusammenhang mit der Vertragslaufzeit ist die Preisgarantie, mit der Anbieter versichern, in einem bestimmten Zeitraum keine Korrekturen am Preis vorzunehmen. Es gibt zwei unterschiedliche Varianten von Preisgarantien. Neben der regulären Garantie gibt es noch die eingeschränkte Preisgarantie. Der Unterschied besteht in der Weiterleitung der indirekten Kosten, die von den Anbietern nicht beeinflusst werden können. Bei der eingeschränkten Preisgarantie werden also Verteuerungen, die aufgrund von Steuererhöhungen und Umlagen entstehen, weiterhin an den Kunden weitergeleitet. Dies sind zum Beispiel die Mehrwert- und Stromsteuer sowie die EEG-Umlage und Konzessionsabgaben. Eingeschränkte Preisgarantien haben also den Nachteil, dass sie für den Verbraucher keine absolut stabilen Preise garantieren.
Wenn Preisgarantien nicht für die gesamte Vertragslaufzeit gelten, kann der Anbieter nach Ablauf der Garantie Preise grundsätzlich erhöhen. Dies betrifft sowohl die direkten Stromerzeugungskosten als auch Steuern und Umlagen.

Solche Preiserhöhungen müssen vom Anbieter angekündigt werden. In den Vertragsdetails findet sich eine Angabe zu den Fristen, innerhalb denen Preiserhöhungen mitgeteilt werden. Gängig ist die Handhabe, Preiserhöhungen mindestens sechs Wochen im Voraus anzukündigen. Sie erhalten in diesen Fällen eine schriftliche Mitteilung und haben das Recht, Ihren Vertrag mit einer Sonderkündigung zu beenden.

Vertragsverlängerung

Die Vertragsverlängerung von Stromverträgen hat eine eigene Dynamik. In der Regel verlängern sich Verträge automatisch, wenn keine Kündigung erfolgt. In den Vertragskonditionen sind sowohl die Kündigungsfrist als auch das Intervall der Vertragsverlängerung festgelegt. Wird der Zeitpunkt der Kündigung verpasst, ist man also einen weiteren Zyklus an den Anbieter gebunden. Die Folgelaufzeit beträgt häufig zwölf Monate.

Die Kündigung muss vor dem Ablauf der Frist und schriftlich erfolgen. Auch bei den Kündigungsfristen gibt es mitunter große Unterschiede. Einige Anbieter gewähren zwar kurze Fristen, andere Unternehmen hingegen versuchen, Kündigungen durch sehr lange Zeiträume zu verhindern. Als faire Kündigungsfrist gilt ein Zeitraum von vier Wochen zum Ende des Vertrags. Bei einigen Anbietern sind jedoch Fristen von bis zu drei Monaten im Vertrag verankert.

Es gibt jedoch auch Sonderkündigungsgründe. Ein Umzug kann einen solchen Sonderkündigungsgrund darstellen. Hier muss dem Anbieter spätestens zwei Wochen vor dem Umzug die Kündigung inklusive dem Grund bekannt gegeben werden. Falls der Stromanbieter jedoch am neuen Wohnort aktiv ist und der Umzug als Grund für eine Sonderkündigung in den AGB ausgeschlossen ist, ist diese Methode nicht möglich. Ein weiterer Grund für eine außerordentliche Kündigung stellt eine Preiserhöhung dar. Dies betrifft alle Arten von Verträgen und Preissteigerungen, also auch Korrekturen, die aufgrund von Steuer- oder Umlageerhöhungen vorgenommen wurde. Dies wurde im Juli 2016 vom Oberlandesgericht Düsseldorf in einem Urteil bestätigt.

Wer seinen Strom vom Grundversorger bezieht, für den gelten wiederum andere Regelungen. In diesen Fällen ist die Kündigung deutlich einfacher. Es existieren keine festen Termine, zu denen der Vertrag gekündigt werden kann. Eine Kündigung ist jederzeit möglich, wobei die Frist bei zwei Wochen liegt. Wer sich dazu entscheidet, einen Vertrag bei einem anderen Anbieter abzuschließen, muss in der Regel gar nicht tätig werden. Alle Formalitäten mit dem Grundversorger erledigt der neue Anbieter.

Kurz und knapp: Das Wichtigste zum Thema Stromtarif und Anbieterwechsel

Wer sich im großen Angebot der Tarife und Anbieter zurechtfinden will, der benötigt vor allem zuverlässige Informationen. Nur so ist es möglich, einen vertrauenswürdigen Anbieter zu finden und einen Tarif auszuwählen, der zum eigenen Profil passt. Sparfüchse wechseln möglichst jedes Jahr und nutzen so die angebotenen Boni bestmöglich aus. Wer die Zeit in regelmäßige Recherche nicht investieren möchte, aber trotzdem immer im besten Tarif sein will, sollte auf Wechselservices wie Wechselpilot zurückgreifen. Einmal angemeldet, wechselt der Service jedes Jahr automatisch die Energieverträge und übernimmt dabei die gesamte Kommunikation und den Papierkram. So wird kein Wechsel verpasst und man kann sich einfach zurücklehnen und sparen.

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