Stromtarife vergleichen – Zum besten Angebot im Stromtarif-Dschungel

Stromtarife vergleichen erscheint doppelt unangenehm: Denn Stromtarif = staubtrocken. Und Vergleichen = Arbeit. Aber: Der Aufwand lohnt sich! Durch einen jährlichen Stromtarifwechsel sparen Sie bares Geld. Im Schnitt 270 € pro Jahr.

Der Stromtarif-Dschungel ist in Teilen undurchdringlich, so dass nur wenige Lust verspüren, sich in diesen zu stürzen. Arbeitspreise, Grundpreise, Bonus, Sachprämien, Vertragslaufzeit, Kaution, Pakettarife und igittigitt. Doch keine Sorge: Wir geben Rat. Im Folgenden finden Sie alle notwendigen Informationen, um den Wechsel gekonnt zu meistern.

Falls Sie jetzt schon keine Lust mehr haben, weiterzulesen, weisen wir ganz uneigennützig darauf hin: Als Dschungelspezialisten übernehmen wir den Wechsel gerne für Sie.

Sie so: Zurücklehnen und Sparen. Wir so: Unabhängig und yeah Dschungel. Hierzu weiter unten mehr.

Überblick

Der Weg durch den Tarif-Dschungel

1. Die Grundlagen

Wechseln – lohnt sich das wirklich?

Die wichtigste Frage vorab: Lohnt sich ein Wechsel denn wirklich? Unsere Erfahrung mit tausenden von Kunden zeigt: auf jeden Fall. Die Verbraucherzentrale sieht das genauso:  „Bei Strom und Gas können Sie mit einem Wechsel oft Geld sparen.“

Unsere Daten machen deutlich, dass Sie bei einem jährlichen Stromtarifwechsel im Schnitt 270 € pro Jahr sparen. Das sind 77 Döner bei einem Preis von 3,50 Euro. Oder 90 Bier, wenn eines 3 Euro kostet.

Zur Veranschaulichung anbei reale Beispiele unserer Kunden:

Familie Valet

  • 5 Personen Haushalt
  • 5-Zimmer-Wohnung in Hamburg
  • Jährliche Ersparnis: 367€

Trachtenunternehmen Amsel Fashion

  • Unternehmen in München
  • ca. 300m² Geschäfts-Fläche
  • Jährliche Ersparnis: 1.500€

Apotheker Büttner

  • Zwei Apotheken in Heilbronn mit 600m²
  • 30 Mitarbeiter
  • Jährliche Ersparnis: 5.000€

Ehepaar Stephan

  • Stadtwohnung in München
  • 110m² Wohnfläche und 6000 kWh Verbrauch
  • Jährliche Ersparnis: 1.000€

Fehler passieren – Geht jetzt das Licht aus?

Fehler passieren. Seien es falsche Zählerangaben oder Vertragsbeginne, die Buchung von Wärmepumpen anstatt Nachspeicherheizungen oder ähnliches. Geht jetzt das Licht aus? Kurz und knapp: Nein. Ein Ausfall der Stromversorgung aufgrund eines Anbieterwechsels ist in jedem Fall ausgeschlossen. Dies wird in Deutschland gesetzlich geregelt. Wenn etwas schief läuft, werden Sie im Zweifel durch den sogenannten Grundversorger beliefert.

Problem: Teuer kann es werden. Denn Grundversorger-Tarife sind die kostspieligsten.

Das heißt Finger weg vom Stromtarif-Wechsel? Keinesfalls. Alle Grundlagen für einen gelungenen Wechsel finden Sie im Folgenden.

Die gängigsten Irrtümer

Vorab müssen wir mit einigen Irrtümern aufräumen, die immer wieder an uns herangetragen werden: Der billigste Tarif ist der beste! Einmal Wechseln reicht doch! Tarife mit Sachprämie sind super!

Irrtum Nr. 1: Der billigste Tarif ist der beste!

Das sehen wir nicht so. Warum? Da der Stromanbietermarkt dafür zu komplex ist und viele Unternehmen und deren Geschäftsmodelle nicht seriös sind. Das Ergebnis: Ein preisgünstiger Tarif im Vorfeld – und im Nachhinein viel Ärger. Insolvenzen und andere Probleme, wie ungerechtfertigte Nachforderungen, lassen grüßen.

Das aktuellste Beispiel hierfür ist die Insolvenz des Energieversorgers BEV.

  • Im Jahr 2018 hat die BEV, die Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH, mit sehr hohen Neukundenboni von bis zu 25% des Jahresverbrauchs geworben. Verständlicherweise fanden das viele Kunden sehr attraktiv. Am Ende sind es über 600.000, die betroffen sind.
  • Denn im Januar 2019 musste die BEV Insolvenz anmelden. Und plötzlich werden aus Kunden Insolvenzgläubiger. Das Verfahren läuft gerade.

Unsere Empfehlung: Natürlich ist das Ziel, zu sparen. Aber nehmen Sie nicht nur den günstigsten Preis ins Auge, sondern schauen Sie sich auch den Stromversorger und dessen Tarife ganz genau an. Macht deren Geschäftsmodell Sinn? Ist das Angebot zu gut um wahr zu sein? Sind die Grund- und Arbeitspreise realistisch? Sind die Boni übertrieben?

„Bei über 1.000 Energieversorgern und unzähligen Tarifen ist es wichtig, genau zu prüfen, wem man sein Vertrauen schenkt“, sagt Jan Rabe, Energiemarktexperte und Geschäftsführer von Wechselpilot. „So kann man sich eine Menge Ärger sparen. Das ist unser Anspruch als Wechselpilot. Die BEV hatten wir konsequent ausgeschlossen.“

Irrtum Nr. 2: Einmal Wechseln reicht doch!

Das stimmt. Aber nur, wenn Ihnen die Kosten egal sind. Denn: Sie sparen am meisten und regelmäßig, wenn sie jährlich wechseln.

Warum ist das so? Wenn man den Stromanbieter wechselt, bekommt man einen Bonus. In der Regel zwei Boni, um genau zu sein, den Neukundenbonus und den Sofortbonus (dazu weiter unten mehr). Stromanbieter gehen mit diesen Bonuszahlungen in Vorleistung. Damit sich dieses Modell für die Anbieter rechnet, sind zwei zentrale Kostenbestandteile des Stromtarifs, der Grund- und der Arbeitspreis (siehe unten), höher als in Tarifen ohne Wechselprämie. Wenn man nicht jährlich wechselt, werden zum einen also keine Boni gezahlt, zum anderen sind diese Preisbestandteile höher. Der Stromtarif-Preis ist in der Regel im zweiten Jahr also merklich teurer.

Nach wie vor können die Versorger darauf setzen, dass Kunden den Aufwand scheuen,  zu wechseln. Aktuelle Zahlen zeigen, dass rund 60% der Deutschen nach wie vor nicht regelmäßig Ihre Stromanbieter wechseln.

Unsere Empfehlung: Wechseln Sie jährlich, wenn Sie Geld sparen wollen! Egal, ob Sie unseren Wechselservice in Anspruch nehmen oder nicht.

Irrtum Nr. 3: Tarife mit Sachprämie sind super!

Klare Antwort: Kommt darauf an. Es gibt Stromtarife, die mit Sachprämien angeboten werden. Das heißt, zu dem Stromtarif bekommen Sie beispielsweise ein Handy oder einen Kühlschrank dazu. Sozusagen als Bonus.

Das klingt natürlich attraktiv. Die Nachfrage hiernach ist deswegen groß. Aber Vorsicht: Um zu sehen, ob sich ein solches Angebot wirklich lohnt, muss man genau durchkalkulieren. Lassen Sie uns das anhand eines realen Rechenbeispiels deutlich machen:

Stromtarif mit Smartphone als Sachprämie

Wir legen einen Jahresverbrauch von 2.200 kWh zugrunde. Die Sachprämie: ein Smartphone. Laufzeit: 24 Monate.

Für die Stromlieferung zahlt der Kunde monatlich

  • einen Grundpreis von 13,15 Euro pro Kilowattstunde
  • sowie einen Arbeitspreis von 29,83 Cent pro Kilowattstunde.
  • Meist kommt hierzu eine Einmalzahlung von 4,95 Euro hinzu sowie eine zusätzliche monatliche Rate von hier 30 Euro für das neue Smartphone.

Das Ergebnis: Über einen Zeitraum von zwei Jahren ergeben sich Kosten in Höhe von 2.486,66 Euro, das heißt 1243,33 Euro pro Jahr oder 103,61 Euro im Monat.

Stromtarif ohne Sachprämie

Wir legen wieder einen Jahresverbrauch von 2.200 kWh zugrunde. Die Vertragslaufzeit: ein Jahr. Der Kunde wechselt nach einem Jahr und schließt einen preislich ähnlichen Tarif ab.

Stromkosten im ersten Jahr: 788,26 Euro. Sofort- und Neukundenbonus insgesamt: 140 Euro.

Das Ergebnis:

  • Effektive Kosten im ersten Jahr (also abzüglich der Boni): 648,26 Euro.
  • Die Ersparnis im ersten Jahr gegenüber dem Tarif mit der Sachprämie beträgt 595,07 Euro.
  • Selbst wenn wir davon ausgehen, dass die Stromkosten im zweiten Jahr etwas ansteigen (beispielsweise aufgrund von Steuererhöhungen; realistisch wären bei diesem Stromverbrauch etwa 40-70 Euro für das Jahr), würde die Ersparnis im zweiten Jahr immer noch 555,07 bis 525,07 Euro betragen.
  • Insgesamt läge die Ersparnis also bei mindestens 1120,14 Euro in zwei Jahren gegenüber dem Tarif mit Sachprämie.

Unsere Empfehlung: Schauen Sie sich genau an, ob sich der Stromtarif mit Sachprämie lohnt. Das empfiehlt auch die Verbraucherzentrale. Im hier genannten Beispiel zahlt sich die Sachprämie nicht aus. Denn ein Smartphone der neuesten Generation kann aktuell meist günstiger gekauft werden. Dazu kommt, dass die Kosten weiterlaufen, wenn das Smartphone früher defekt ist.

2. Die Grundbegriffe – von der Artenvielfalt des Stromtarif-Dschungels

Ja, der Stromtarif-Dschungel ist artenreich. Hier tummeln sich unzählige Fachausdrücke. Wir erklären die wichtigsten Begriffe.

Stromkosten: Von Arbeits- und Grundpreisen, effektiven Stromkosten und Gedöns

Ihre monatlichen Stromkosten werden maßgeblich von zwei Preiskomponenten bestimmt: Dem Grundpreis und dem Arbeitspreis.

Der Grundpreis ist ein monatlicher fixer Betrag, der in „Euro pro Monat“ angegeben wird. Das heißt, selbst wenn Sie nichts verbrauchen (also null Kilowattstunden), wird dieser Betrag in der angegebenen Höhe fällig. Der Grundpreis ist verbrauchsunabhängig. Der Arbeitspreis hingegen ist variabel und gibt die Kosten für den Verbrauch einer Kilowattstunde Strom an. Die Einheit hierfür ist „Cent pro kWh“. Ihre Stromkosten berechnen sich also wie folgt:

Stromkosten = Grundpreis + Arbeitspreis x Verbrauch (in kWh)

Unsere Empfehlung: Oftmals ist ein höherer Grundpreis mit einem niedrigeren Arbeitspreis verbunden. Für Haushalte mit einem hohen Verbrauch lohnen sich meistens Verträge dieser Art. Wer wenig verbraucht, fährt mit einem niedrigeren Grundpreis und einem höheren Arbeitspreis in der Regel besser.

Und was sind nun die effektiven Stromkosten?Das ist die relevanteste Größe für Sie. Denn sie besagen, welche Kosten nach der Schlussrechnung wirklich anfallen. Hierbei werden also beispielsweise die ausgezahlten Boni miteinberechnet.

Effektive Stromkosten = Grundpreis + Arbeitspreis x Verbrauch (in kwh) – Bonus

Neukunden- und Sofortbonus

Der Sofortbonus, auch Wechsel- oder Willkommensbonus genannt, wird direkt bei Vertragsabschluss gezahlt. Dieser ist fast immer eine feste Summe, die der Kunde normalerweise vier bis zwölf Wochen nach Vertragsbeginn erhält.

Ein Neukundenbonus wird dagegen am Ende der Vertragslaufzeit ausgezahlt, in der Regel nach zwölf Monaten. Dieser wirdmittlerweile oft prozentual an den Jahreskosten berechnet.

Immer wieder kursiert das Gerücht, dass eine Kündigung des Vertrags im ersten Jahr die Auszahlung des Neukundenbonus verhindert. Das ist falsch. Solange die vertraglich festgelegte Laufzeit wie vereinbart vollbracht wird (beispielsweise zwölf Monate), wird der Neukundenbonus ausgezahlt.

Und jetzt – Tarif mit oder ohne Bonus? Die Antwort ist einfach: Am meisten können Sie sparen, wenn Sie jährlich Ihren Stromanbieter wechseln und somit die höchsten Boni erhalten (siehe Kunden-Beispiele oben). Wenn Sie sich mit dem Thema überhaupt nicht auseinandersetzen wollen und einen Stromtarifwechsel generell ablehnen, ist für Sie ein Tarif ohne Bonus auf Dauer günstiger. Vergleichsweise mehr müssen Sie dann aber in jedem Fall zahlen.

Stromverbrauch, Kilowattstunde und ich

Stromverbrauch ist laut Definition die „Menge der genutzten elektrischen Energie“. In Haushalten oder bei anderen Normalverbrauchern ist die dafür verwendete Einheit die Kilowattstunde, kurz kWh. Diese wiederum ist „die Energiemenge, die bei einer Leistung von 1 kW innerhalb von einer Stunde umgesetzt wird (Quelle: Energie-Lexikon). Und was bringt mir das jetzt? An dieser Stelle vor allem schlaues Wissen für den nächsten Kaffee oder Stammtisch. Denn wichtig für Sie ist es, für den richtigen Stromtarif vor allem zu wissen, wieviel Sie pro Jahr verbrauchen.

Das Statistische Bundesamt hat für 2017 den Verbrauch von Haushalten ermittelt. Durchschnittlich verbraucht ein

Unserer Erfahrung nach, mit mehreren tausend Kunden, berechnen sich die durchschnittlichen Verbrauche pro Haushalt wie folgt:

Das sind jeweils Durchschnittswerte, können aber als Richtwerte dienen. Natürlich hängt der Stromverbrauch maßgeblich davon ab, welche stromverbrauchenden Geräte sich in den Räumlichkeiten befinden. Haben Sie beispielsweise

Vertragslaufzeiten

Laut Definition des Dudens ist die Vertragslaufzeit die „Gültigkeitsdauer eines Vertrags“. Gängig sind Stromverträge in den Vertragslaufzeiten 12 und 24 Monate.

Die monatlichen effektiven Kosten eines 24-Monats-Vertrags sind teurer. Das liegt vor allem daran, dass im zweiten Jahr keine Bonuszahlungen anfallen. Dafür hat man normalerweise eine größere Preisstabilität über einen längeren Zeitraum – eben die 24 Monate.

Die 12-Monats-Verträge sind die merklich günstigere Variante. Voraussetzung ist jedoch, dass man jährlich wechselt.

Vertragsverlängerung, Kündigung und Sonderkündigungsrechte

In der Regel verlängern sich Stromverträge automatisch, wenn keine Kündigung erfolgt. Hat man den Zeitpunkt zur Kündigung verpasst, ist man meist mit einer Folgelaufzeit von zwölf Monaten an den Anbieter gebunden. Alle Details hierzu sind in den Vertragskonditionen geregelt.

Eine Kündigung muss vor dem Ablauf der Frist schriftlich erfolgen. Bei den Kündigungsfristen gibt es mitunter große Unterschiede. Einige Anbieter gewähren kurze Fristen, wie beispielsweise vier Wochen, andere hingegen verlangen eine Kündigung mehrere Monate im Voraus.

Unsere Empfehlung: Eine faire und verbraucherfreundliche Kündigungsfrist beträgt vier Wochen zum Ende des Vertrags.

Sonderfall – Strom vom Grundversorger: Wer bisher Strom vom Grundversorger bezieht, hat es leicht. Eine Kündigung ist mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen jederzeit möglich. Wer einen Vertrag bei einem anderen Stromanbieter abschließt, muss in der Regel gar nicht tätig werden. Der neue Anbieter erledigt alle Formalitäten mit dem Grundversorger.

Damit die Verwirrung noch größer wird,gibt es auch gesetzlich festgelegte  Sonderkündigungsrechte:

Abschläge und jährliche Abrechnung

In Deutschland ist bei Stromtarifen das System aus Abschlagszahlungen sowie einer jährlichen Abrechnung gängig.

Die Abschläge werden monatlich im Voraus gezahlt und berechnen sich nach einem geschätzten Stromverbrauch. Dieser Schätzung liegt der Verbrauch des Vorjahres zugrunde – oder wird frei geschätzt, sofern es keinen Vorjahreswert gibt. Hieraus werden in der Regel elf Abschlagszahlungen errechnet.

Elf Abschläge in einem Jahr von zwölf Monaten? Klingt komisch, ist aber so. Der einfache Grund ist Praktikabilität. Im zwölften Monat der Vertragslaufzeit erhalten Sie Ihre Abschlussrechnung und – falls Sie zuvor zu viel gezahlt haben – eine Rückzahlung. Damit in diesem Monat nicht eine weitere Abbuchung erfolgen muss, sondern die finale Abrechnung direkt einbezogen werden kann, wird kein Abschlag fällig.

Zum Ende eines Jahres erfolgt die jährliche Abrechnung. Bei dieser wird anhand der Zählerstände genau ermittelt, wieviel Sie verbraucht haben und wird mit den Abschlägen verrechnet.

Unsere Empfehlung: Notieren Sie Ihre vergangenen Zählerstände immer genau mit, beispielsweise durch ein Handy-Foto des Zählers zum Ablesezeitpunkt. So kann Ihnen niemand etwas vormachen und falsche Angaben präsentieren.

Preisgarantien

Im Kern besagt die Preisgarantie, dass Anbieter in einem vertraglich festgelegten Zeitraum keine Korrekturen am festgelegten Preis vornehmen. Das führt zu Kostensicherheit. Preisgarantien gelten in der Regel ab dem Zeitpunkt des Strom-Lieferbeginns und meistens für drei bis zwölf Monaten. Das wird vertraglich festgelegt.

Unterschiede gibt es zwischen der vollständigen und der eingeschränkten Preisgarantie.

Bei der vollständigen Preisgarantie, auch reguläre Preisgarantie genannt, dürfen nur Änderungen der Mehrwertsteuer und der Stromsteuer an den Verbraucher „weitergegeben“ werden. Änderungen bei anderen Energiekostenbestandteilen, wie Umlagen, Steuern oder andere Abgaben sind hingegen ausgeschlossen.

Die eingeschränkte Preisgarantie ist variabler. Hier werden auch Änderungen an den Steuern Umlagen oder andere Abgaben auf den Verbraucher übertragen. Fixiert sind ausschließlich die Netznutzungsentgelte und der Energiekostenanteil.

Generell gilt: Wenn Preisgarantien nicht für die gesamte Vertragslaufzeit gelten, kann der Anbieter nach Ablauf der Garantie die Preise grundsätzlich erhöhen. Dies betrifft sowohl die direkten Stromerzeugungskosten als auch Steuern und Umlagen. Solche Preiserhöhungen müssen vom Anbieter angekündigt werden. Mit welchem Vorlauf erfahren Sie in Ihren Vertragsdetails. In der Regel werden Preiserhöhungen mindestens sechs Wochen im Voraus schriftlich angekündigt. Wichtig ist zu wissen, dass Sie dann ein Sonderkündigungsrecht besitzen.

Unsere Empfehlung: Insbesondere die Strompreise sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Daher kann eine möglichst lange Preisgarantie bei einem günstigen Stromtarif grundsätzlich empfohlen werden. Das hängt natürlich immer vom Einzelfall und hier beispielsweise den Kostenbestandteilen oder der Art der Preisgarantie ab.

Kaution

Eine Kaution, auch Sonderabschlag genannt, ist eine Vorauszahlung an den Stromanbieter, quasi ein zinsloses Darlehen an diesen. Diese Zahlung muss gleich bei Abschluss des Stromvertrags einmalig gezahlt werden. Sie kann mehrere hundert Euro betragen.

Stromtarife mit einer Kaution sind mit die günstigsten am Markt und werden oft von Billiganbietern verwendet.

Unsere Empfehlung: Wir raten (ebenso wie Verbraucherschützer) von Tarifen dieser Art nachdrücklich ab. Denn es besteht das Risiko, dass bei einer Insolvenz des Stromanbieters der gezahlte Betrag nicht zurückerstattet wird. Die Insolvenz der BEV aus 2019 hat gezeigt, wie schnell das gehen kann.

Pakettarife

Bei Pakettarifen, auch Strompakete genannt, kauft der Verbraucher eine im Vorfeld festgelegte Menge an Strom ein. Auf Deutsch: Sie sagen im Vorfeld, ich werde genau X kWh Strom verbrauchen, nicht mehr und nicht weniger.

Das kann im Vergleich zu herkömmlichen Tarifen günstiger sein. Aber Vorsicht: Wenn Sie Ihren Stromverbrauch nicht präzise voraussagen, kann es teuer werden. Denn nicht verbrauchte Strommengen verfallen und wer mehr verbraucht zahlt kräftig drauf.

Unsere Empfehlung: Da der eigene Stromverbrauch selten genau vorausgesagt werden kann, raten wir von solchen Tarifen ab. Dadurch können unnötige Kosten vermieden werden.

Tarife mit Vorkasse

Bei Tarifen mit Vorkasse wird der Strom meist bis zu einem Jahr im Voraus bezahlt. Das Problem: Ob der Versorger seriös ist oder nicht, ist manchmal schwierig einzuschätzen. Wenn dieser insolvent geht, kann es sein, dass Sie von dem im Vorfeld gezahlten Geld nicht viel wiedersehen.

Unsere Empfehlung: Wie bei  anderen dubiosen Tarifen dieser Art empfehlen wir nachdrücklich: Finger weg! Die Versuchung kann groß sein, der Ärger im Nachhinein aber ebenso.

3. Und jetzt? Schritt für Schritt durch den Dschungel

Die Entscheidung ist gefallen, der Stromtarif soll gewechselt werden – also auf in den Dschungel! Aber wie?

Schritt 1: Was will ich – und was brauche ich wann?

Zuallererst ist es wichtig, dass Sie wissen, was Sie wann brauchen und wollen. Und Ihre Daten parat haben. Die wichtigsten Punkte sind:

1. Wie bin ich vertraglich an meinen bisherigen Stromanbieter gebunden?

2. Was für einen Strom-Anschluss habe ich?

3. Wie hoch ist mein Verbrauch?

Das Einfachste ist es, wenn Sie bereits eine Abrechnung erhalten haben und somit wissen, wie hoch Ihr Stromverbrauch ist. Unserer Erfahrung nach berechnen sich die durchschnittlichen Verbrauche pro Haushalt wie folgt:

Das sind nur Durchschnittswerte, die je nach verwendeten elektronischen Geräten variieren können. Wenn Sie Fragen zu Ihrem potentiellen Verbrauch haben, rufen Sie uns einfach an. Wir helfen gerne – und unverbindlich.

4. Was für Strom will ich?

5. Was für einen Vertrag will ich?

Schritt 2: Einen zuverlässigen Versorger finden.

Die Basisdaten haben Sie parat. Damit ist ein großer Schritt geschafft, die Ausrüstung ist gepackt. Auf in’s Dschungeldickicht!

Aber wie komme ich da durch? Wie weiter oben bereits dargestellt, gibt es leider nicht nur seriöse Anbieter oder Tarife im Strommarkt. Unsere Empfehlung daher: Schauen Sie sich die Versorger und dessen Tarife genau an.

Anbei finden Sie vier Tipps, wie Licht in den Stromtarif-Dschungel kommt

Tipp 1: Nutzen Sie Online-Vergleichsportale

Natürlich am besten Wechselpilot. Ok, Schleichwerbung beiseite: Durch Wechselportale- bzw. Vergleichsportale erhalten Sie einen guten Überblick, welche Stromanbieter es gibt und welche Tarife diese anbieten.

Geben Sie hier die Daten ein, die Sie sich im Schritt 1 bereits zurechtgelegt haben. Ihnen wird eine Fülle an verschiedenen Anbietern und Tarifen angezeigt werden. Schauen Sie sich die Angebote im Detail an.

Tipp 2: Nutzen Sie Bewertungsportale und Informationsangebote zum Anbieter

Wenn Sie den Namen des Stromanbieters in Bewertungs- bzw. Beschwerdeportale eingeben, bekommen Sie einen Eindruck zu Kunden-Erfahrungen. Gut ist es immer, wenn der Anbieter bereits viele Bewertungen bekommen hat – ansonsten ist die Gefahr größer, dass diese nicht echt sind. Mindestens hundert Bewertungen halten wir für eine angemessene Größe.

Solche Bewertungen gelten übrigens auch für uns: Auch wir werden bewertet, beispielsweise bei Google.

Im nächsten Schritt sollten Sie zusätzliche Informationen über den Strom-Anbieter suchen. Gab es zuletzt negative Berichterstattung über den Anbieter? Was sagt die Verbraucherzentrale? Stimmen die Unternehmensdaten? Sind die Vertragsdetails zu schön, um wahr zu sein? „Es wichtig, diese Informationen zunächst genau zu prüfen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, Anbieter und Stromtarife mit einer guten Portion gesunden Menschenverstands zu bewerten. Das ist unser Ansatz“, sagt Jan Rabe, Energiemarktexperte und Gründer von Wechselpilot.

Tipp 3: Testen Sie den Kundenservice

Wer kennt das nicht. „Ihre Wartezeit beträgt 37 Minuten“, das Lied in der Telefon-Leitung kennt man mittlerweile auswendig und die vor zwei Wochen verfasste E-Mail scheint nie angekommen zu sein.

Der Kundenservice ist das Herzstück eines jeden Service-Unternehmens. Unsere Empfehlung daher: Testen Sie den Kundenservice auf Herz und Nieren.

Ein erstes Indiz ist, welche Kontaktmöglichkeiten angeboten werden. Kann man sich telefonisch zu annehmbaren Zeiten an das Unternehmen wenden? Ist die Kontaktaufnahme via E-Mail möglich? Hat man den Eindruck, dass eine Kontaktaufnahme erwünscht ist?

Dazu vermittelt die offizielle Website meist einen guten Eindruck, welcher Wert auf Kundennähe gelegt wird. Ist Website klar und verständlich? Wird die Möglichkeit der Kontaktaufnahme deutlich angeboten?

Zu guter Letzt: Machen Sie den Praxistest. Rufen Sie den Kundenservice an, stellen Sie ein paar Fragen und lassen Sie sich beraten. Wie lange sind die Wartezeiten? Fühle ich mich als Kunde in der Hotline gut und freundlich beraten? Konnte mir bei meinen Fragen geholfen werden?

Tipp 4: Kontrollieren Sie die Aussagekraft von Qualitätssiegeln

Wer die Websites von Strom-Anbieter besucht, stellt schnell fest: Es wimmelt nur so von Gütesiegeln, Labels und Auszeichnungen. Und in der Tat, diese können sehr hilfreich sein, einzuschätzen, ob ein Anbieter seriös ist.

Aber: Bei Siegeln und Co sollten Sie genau hinschauen. Nur weil ein Logo einen seriösen Eindruck macht, muss es das nicht sein.

Was dahinter steht, weiß man nur dann, wenn man einen Blick auf die Bewertungskriterien wirft. Als verlässlich sind solche Zertifizierungen einzustufen, bei denen eine externe Bewertung erfolgt oder regelmäßige Nachprüfungen stattfinden.

Werden keine verbindlichen Kriterien vorgegeben, ist Vorsicht geboten. Auch Auszeichnungen, die gekauft werden können, sollten kritisch geprüft werden. Dann gilt: Selbst wenn (vermeintliche) Bewertungskataloge existieren, gegebenenfalls sogar eine externe Überprüfung stattfindet: Wenn der Erhalt des Siegels von Vornherein feststeht, da es gekauft werden kann, können Sie dessen Aussagekraft zu Recht bezweifeln.

Schritt 3: Stromtarif-Wechsel. The End. Level: Expert!

Sie haben im 1. Schritt Ihre Ausrüstung gepackt und im 2. Schritt die Lage sondiert und Ihre ausgewählten Dschungel-Begleitungen auf Herz und Nieren geprüft.

Sie sind zufrieden, alle Schritte haben gepasst? Dann haben Sie Ihren Stromtarif ausgewählt. Jetzt heißt es nur noch: Vertrag akribisch ausfüllen, abschließen, wechseln – und Geld sparen.

Glückwunsch!

4. Und wir so? Yeah Dschungel

Wir lieben Dschungel. Nicht nur die grünen Lungen dieser Erde, sondern auch die teilweise etwas undurchdringlichen Lebensräume von Grundpreisen und Vertragslaufzeiten.

Unser Angebot an Sie: Zurücklehnen und sparen. Wir finden und fangen den besten Stromtarif für Sie! Ganz nach Ihren Wünschen und Vorstellungen.

Und das vollkommen unabhängig. Wir bekommen keine Provisionen von Stromanbietern. Dadurch sind wir auch keinem Anbieter verpflichtet – sondern nur Ihnen. Was wir bekommen? Dazu hier mehr.

Haben Sie Fragen? Wenden Sie sich hierfür gerne ganz unverbindlich an uns. Entweder über unsere Hotline oder via E-Mail. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Sie wollen gleich die Strom-Anbieter und Preise vergleichen? Dann nutzen Sie doch einfach unseren Rechner:

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