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Gas

Ökogas

Alle Fakten & warum Sie heute noch wechseln sollten

31. Juli 2018

von Stephanie Hein

1. Was ist Ökogas?

Ökogas bezeichnet Gas, bei dem während Produktion und Transport der Ausstoß von Treibhausgasen möglichst reduziert oder gänzlich vermieden werden soll. Für den Begriff gibt es jedoch keinerlei gesetzliche Definition, sodass prinzipiell jeder Anbieter den Namen verwenden kann. Verbraucher müssen deshalb genau auf die Details achten. Von Erdgas unterscheidet sich Ökogas dadurch, dass es im besten Fall aus regenerativen Rohstoffen entsteht und nicht einfach aus Reservoirs entzogen wird. Welche Quellen dafür verwendet werden, ist ebenfalls nicht vorgeschrieben, die meisten Anbieter geben dies aber gegenüber ihren Verbrauchern an. Der einzige Unterschied zum Erdgas besteht in der Art und Weise der Gewinnung, bei der Verwendung verhalten sich beide Arten von Gas gleich.

 

2. Wie entsteht Ökogas und welche Erzeugung wird empfohlen?

Für Ökogas werden organische Stoffe verwenden, bei deren Vergärung natürliches Biogas freigesetzt wird. Verwendet werden kann dafür beispielsweise Gülle oder Bioabfall. Bei der Verbrennung von Biogas wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Rohstoffe zuvor natürlich aufgenommen haben. Dadurch ist auf diese Weise gewonnenes Gas klimaneutral. Bei der Herstellung können neben Abfällen und Reststoffen alternativ auch nachwachsende Rohstoffe wie Pflanzen verwendet werden. Nicht selten ist es eine Mischung aus all diesen Stoffen, welche die Grundlage für Ökogas bildet. Umweltschützer bevorzugen gemeinhin regenerative Quellen, da diese die Umwelt noch weniger belasten. Kritisch diskutiert wird daher insbesondere die Verwendung von Gülle aus Massentierhaltung.

 

3. Ökogas vs. Klimagas: Wo liegt der Unterschied?

Wer sich auf die Suche nach umweltfreundlichen Gastarifen begibt, stolpert häufig auch über den Begriff „Klimagas“. Dabei handelt es sich um Tarife, bei denen nicht etwa Biogas, sondern ganz normales Erdgas zum Einsatz kommt. Es findet durch den Anbieter aber ein Ausgleich der CO2-Emissionen statt, etwa indem Klimaschutzprojekte unterstützt werden. Das ist zwar besser als nichts, klimaneutral kann auf diese Weise aber kein Gas gewonnen werden. Gas aus regenerativen Quellen ist daher die bessere Alternative, da es schon zum Zeitpunkt der Erzeugung die Umwelt schont. Da Klimagas die Problematik letztlich nur verlagert, empfehlen wir Umweltfreunden daher immer den Wechsel zu einem echten Biogas-Anbieter. Biogas ist meist zum gleichen Preis erhältlich und verfügt über keinerlei Nachteile.

 

4. Woran erkenne ich einen echten Ökogas-Anbieter?

Leider gibt es bisher nur wenige Zertifikate für Biogas-Anbieter. Ein guter Anhaltspunkt ist das Biogasregister für Deutschland der Deutschen Energie-Agentur (dena). Darin werden Anbieter von Biogas mit Nachweisen verzeichnet, sodass Sie schnell zu passenden Anbietern finden können. Darüber hinaus gibt es noch das Grünes Gas-Label, welches in Zusammenarbeit der Umweltverbände und unabhängig von den Produzenten entstanden ist. Auch auf dieses Siegel können Sie sich als Verbraucher bei der Suche nach einem Biogas-Anbieter verlassen.

Keine Bedeutung sollten Sie hingegen Fantasie-Siegeln schenken, welche die Anbieter selbst auf ihrer Webseite oder in der Werbung platzieren. Angaben wie „100% Biogas“ oder ähnliches sind nichts wert, solange sie nicht von einer unabhängigen Quelle überprüft wurden. Wer wirklich etwas gegen den Klimawandel tun möchte, achtet bei der Auswahl deshalb auf eine Prüfung durch externe und unabhängige Institutionen.

Zu echtem Ökogas-Anbieter wechseln?

Da so mancher Versorger bis heute mit falschen Tatsachen wirbt, empfehlen wir Ihnen, sich im Zweifel beraten zu lassen. Unsere Experten arbeiten ausschließlich unabhängig vom Versorger und empfehlen Ihnen nur von uns geprüfte Ökogas-Anbieter mit fairen Tarifen. Die Besonderheit an unserem Service: Wir wechseln Ihren Vertrag jedes Jahr, wodurch Sie nicht nur in den ersten 12 Monaten nach dem Wechsel sparen, sondern Ihre Kosten langfristig reduzieren.

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