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Gastarife vergleichen: In drei Schritten zum optimalen Tarif!

Ähnlich wie bei den Strompreisen herrscht auf dem Gasmarkt ein Tarifdschungel. Viele Verbraucher sind von der großen Vielfalt an Anbietern, Tarifmodellen sowie den zahlreichen Vertragsdetails verwirrt. Gleichzeitig erschwert dies den Vergleich zwischen den verschiedenen Tarifen und Anbietern. Für Verbraucher ist es jedoch wichtig, konkret die Preise zu vergleichen, um gezielt den passenden Anbieter zu finden.

Dieser Ratgeber hilft Ihnen dabei, zu erkennen, auf welche Vertragsdetails Sie achten sollten. So finden Sie sich im Tarifdschungel zurecht und können mit den verschieden Vertragskonditionen etwas anfangen. Zu den zentralen Faktoren gehören vor allem der Arbeitspreis, der den Gaspreis pro kWh festlegt, sowie der Grundpreis, der die monatliche Grundgebühr des Tarifs ist. Doch auch die Laufzeit und in diesem Zusammenhang die Preisgarantie sind wichtige Faktoren. Hinzu kommen die Kündigungsfrist, die für Verbraucher mitunter negativ ausgelegt sein kann, und weitere Regelungen zur Vertragsverlängerung. Anbieter werben gerne mit Sofortboni oder einem Neukundenbonus. Hier ist Aufmerksamkeit gefragt, denn nur aus den Vertragsdetails geht hervor, in welcher Form diese Boni ausgezahlt werden.

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Schritt 1: Zuverlässigen Versorger finden

Um nach einem Versorgerwechsel keine böse Überraschungen zu erleben, geben wir drei Tipps, mit denen Sie Anbieter vorab prüfen können.

Schritt 2: Passenden Gastarif wählen

Wir erklären, warum Versorger überhaupt Prämien ausbezahlen, und wann Sie sich für einen Gastarif mit bzw. ohne Bonus entscheiden sollten.

Schritt 3: Tarif-Merkmale vergleichen

Beim Vergleich von Gastarifen sollten Sie unbedingt auf die effektiven Kosten achten. Wir zeigen, wie Sie diese Kosten ganz einfach nachvollziehen können.

Schritt 1

Einen zuverlässigen Versorger finden – so gelingt es Ihnen!

Wie erkenne ich einen zuverlässigen Gasanbieter?

Besonders wichtig für den Kunden ist die Zuverlässigkeit des Gasanbieters. Der günstigste Vertrag ist nutzlos, wenn der Lieferant nach wenigen Monaten insolvent ist, falsche Rechnungen ausstellt oder die versprochenen Bonuszahlungen zurückhält. Im schlimmsten Fall zahlt der Verbraucher unter dem Strich mehr, sodass der gesamte Wechselaufwand umsonst war.

Tipp 1: Checken Sie die Bewertungen

Eine gute Möglichkeit, seriöse Anbieter zu erkennen, sind unabhängige Bewertungen von anderen Kunden. Diese finden sich an verschiedenen Orten im Internet. Vergleichsportale sind beispielsweise eine Anlaufstelle. Jedoch sollten Sie sich nicht auf eine einzige Seite verlassen.

Mitunter stecken hinter solchen Portalen Anbieter, die mit einigen Gasunternehmen kooperieren oder ihre Einnahmen über Vermittlungen von Vertragsabschlüssen generieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Informationen aus möglichst vielen unterschiedlichen Quellen zu beziehen.

Außerdem geben viele Verbraucher solche Bewertungen bereits zu Beginn ihres Vertragsverhältnisses ab. Bewertet wird dann häufig nur der Preis, nicht die Zuverlässigkeit über die Vertragsdauer. Deshalb ist es sinnvoll, Kundenstimmen aus anderen Quellen zu berücksichtigen. Eine gute Anlaufstelle ist das Beschwerdeportal ReclaBox .
Hier werden Beschwerden und Reklamationen zusammengetragen. Wenn ein Gasversorger auf ReclaBox nicht auftaucht, ist dies bereits ein gutes Zeichen. Eine weitere Möglichkeit stellen die Google-Bewertungen dar. Diese finden Sie, indem Sie auf der Google-Startseite nach dem Namen des Gasunternehmens suchen.

Tipp 2: Vorsicht bei Discountern

Ein Grund für Probleme mit Gasversorgern ist der harte Preiskampf. Immer wieder drängen neue Unternehmen mit extrem hart kalkulierten oder ungewöhnlichen Preismodellen auf den Markt. Hier stehen neben den undurchsichtigen Preismodellen bei Discountern vor allem auch die verlockenden Bonuszahlungen im Vordergrund. Diese sollen Kunden dazu verleiten, den Anbieter zu wechseln. Mitunter verzögern die Anbieter jedoch die Auszahlung dieser Boni oder versuchen, sich komplett um die Gutschrift zu drücken.

Teilweise endet die Preisgarantie auch vor der Fälligkeit des Kundenbonus. In diesem Fall verliert der Verbraucher den Anspruch auf den Bonus, wenn er aufgrund der Preiserhöhung seinen Vertrag kündigt.

Viele besonders günstige Lockangebote beruhen auch auf einer Strategie der Preiserhöhung. Direkt nach Ablauf der Preisgarantie, die dann kürzer ist als die eigentliche Vertragslaufzeit, wird der Preis deutlich erhöht. Das Unternehmen baut darauf, dass der Kunde die Erhöhung nicht realisiert oder einen erneuten Wechsel aus Faulheit unterlässt. Für den Verbraucher wird das vermeidliche Schnäppchen so schnell zu einem überteuerten Gasvertrag. Ebenfalls droht der Versorger in eine finanzielle Schieflage zu geraten, wenn die Kalkulation nicht aufgeht. In der jüngeren Vergangenheit passierte dies beispielsweise bei der BEV, die dann die Insolvenz anmelden musste. Für Verbraucher bedeutet dies, dass sie in die teure Grundversorgung fallen, da der Anbieter den Vertrag nicht mehr erfüllen kann.

Tipp 3: Prüfen Sie das Unternehmen hinter dem Versorger

Häufig gestaltet sich die Recherche nach der Zuverlässigkeit schwierig, denn die Anbieter scheinen neu oder sehr klein zu sein. In diesem Fall lohnt es sich, zu prüfen, welches Unternehmen hinter der Marke steckt.

Die großen vier Anbieter beherrschen nach wie vor eine Mehrheit des Gasmarktes in Deutschland. Teilweise tun sie dies über kleinere Marken oder Tochterunternehmen, deren Namen weniger bekannt sind.
Beispiele sind hier eprimo oder innogy, hinter denen RWE steht, oder die Stadtwerke Düsseldorf, die von EnBW Energie Baden-Württemberg geführt werden.

Praxistest empfohlen Vor dem Wechsel auf Nummer sicher gehen?

Wir empfehlen den Praxistest: Rufen Sie den Kundenservice an, stellen Sie ein paar Fragen, lassen Sie sich beraten. Schon ein kurzes Telefonat hilft, die Servicebereitschaft des Versorgers einzuschätzen.

Ein weiteres Zeichen für einen zuverlässigen Anbieter sind die Kontaktmöglichkeiten. Unternehmen, die darum bemüht sind, zufriedene Kunden zu haben, bieten möglichst viele Wege zur Kontaktaufnahme an. Dies kann ein Live-Chat, E-Mail, klassisches Telefon oder auch der Support via SMS und WhatsApp sein. Wer sichergehen möchte, der testet vor der Vertragsunterschrift einfach den Kundenservice.

Tipp 4: Achtung bei Haustürgeschäften

Vorsicht gilt generell bei Haustürgeschäften. Hier wird auf einen schnellen Vertragsabschluss gedrängt. Ohne Vergleichsmöglichkeit ist eine objektive Bewertung innerhalb von wenigen Minuten jedoch nicht möglich. Immer wieder wird berichtet, dass Gründe erfunden werden, um einen Wechsel aggressiv zu bewerben, beispielsweise, dass ein ganzes Haus auf einen neuen Anbieter umgestellt wird.

Auch Unterschriften für vermeintliche Zählerstandablesungen entpuppten sich im Nachhinein schon mal als Einverständniserklärung für einen Tarifwechsel. Wer an der Tür überrumpelt oder getäuscht wurde, braucht aber nicht in Panik zu verfallen: In Deutschland gilt für Privatpersonen eine 14-tägige Widerrufsfrist. Innerhalb dieser Zeit kann von einem Vertrag ohne Angabe von Gründen zurückgetreten werden.

Schritt 2

Bevor es ins Detail geht: Gastarif mit oder ohne Bonus?

Warum gibt es überhaupt Wechselprämien?

Um zu verstehen, warum es diese Boni gibt, sollte ein Blick auf die Geschichte des Gasmarktes geworfen werden. Die Energiemarktliberalisierung im Jahre 1998 startete den freien Wettbewerb. Lokale Monopole fielen und zahlreiche neue Unternehmen drängten auf den Markt. Kundenboni sollen Verbraucher vor allem zum Wechsel animieren. Statistiken zeigen, dass viele Verbraucher ohne einen Anreiz den Wechsel scheuen. Durch einen einmaligen Bonus von beispielsweise 50 Euro werden Kunden dazu verleitet, den Anbieter zu wechseln.

Langfristig geht es vor allem darum, die Kunden zu binden. Denn hat erst ein Wechsel stattgefunden, bleiben viele Verbraucher diesem Anbieter treu. Dies sogar unabhängig davon, ob eventuell ein günstigerer Tarif zur Verfügung steht oder das Unternehmen seine Preise nach kurzer Zeit anhebt. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Viele Kunden sind zu träge, um sich permanent mit dem Thema zu beschäftigen und nachzurechnen. Oftmals herrscht auch der Glaube, dass ein Wechsel kaum lohnenswert ist. Ein weiterer Grund ist, dass Kündigungen und Wechsel in der Regel mit Fristen verbunden sind. Wer den Zeitpunkt verpasst, ist weiterhin an seinen alten Versorger gebunden. Wirklich sparen tun vor allem die Verbraucher, die regelmäßig den Markt sondieren und häufig wechseln. In diesen Fällen sind dann auch die Kundenboni interessant und rentieren sich. Wer diese Arbeit nicht auf sich nehmen möchte, der fährt in der Regel mit Tarifen ohne Boni besser.

Wird der Bonus trotz Wechsel in einen anderen Stromtarif ausgezahlt?

Zunächst muss zwischen den beiden gängigen Bonuszahlungen unterschieden werden:

Sofortbonus

Fast immer eine feste Summe, die 4 bis 12 Wochen nach Vertragsbeginn auf das hinterlegte Bankkonto des Kunden ausgezahlt wird.

Neukundenbonus

Wird meist prozentual an den Jahreskosten bemessen und nach 12 Monaten ausbezahlt; manchmal wird dieser Bonus mit der ersten Jahresrechnung verrechnet.

Immer wieder wird darüber berichtet, der Neukundenbonus werde nach der regulären Kündigung im ersten Vertragsjahr nicht ausgezahlt. Das ist allerdings nicht der Fall: eine Kündigung verhindert in keiner Weise die Auszahlung! Jene wird den Kunden gesetzlich garantiert. Sollte sich ein Anbieter doch einmal weigern, so ist der Gang zum Verbraucherschutz oder zur Schlichtungsstelle Energie ratsam. Bei zuverlässigen Versorgern gibt es in dieser Hinsicht aber so gut wie keine Probleme.

Nur in Ausnahmefällen verfällt der Anspruch auf den Neukundenbonus, etwa wenn Sie wegen eines Umzugs eine Sonderkündigung aussprechen und Ihren Vertrag vor Ablauf des Belieferungsjahres unterbrechen. In diesem Zusammenhang sollten Sie bereits vor Vertragsabschluss prüfen, was das Kleingedruckte in Bezug auf eine Kündigung sagt.

Ohne Bonus In welchen Fällen profitiere ich von Tarifen ohne Bonus?

Wer den Wechsel-Aufwand scheut, sollte daher von Angeboten mit Bonus Abstand halten. Tarife ohne Bonus sind also für die Verbraucher interessant, die sich nicht permanent mit dem Thema Stromvertrag beschäftigen möchten. In der Regel sind Grund- und Arbeitspreise günstiger, außerdem kommen größere Preissprünge nach der Garantiezeit weniger häufig vor.

Mit Bonus Wann sollte ich mich für einen Tarif mit Bonus entscheiden?

Regelmäßigem Tarif-Hopping ist für Sie kein Problem? Dann empfehlen wir einen Tarif, der Boni beinhaltet. Wer jedes Jahr rechtzeitig kündigt und den Versorger wechselt, profitiert immer wieder von günstigeren Tarifen und neuen Bonuszahlungen. Und zwar nicht zu knapp: mit dem Wechsel in einen anderen Stromtarif können Sie jedes Jahr mehrere Hunderte Euro sparen!

Mit unserer Erklärung können Sie den Versorgerwechsel selbst in die Hand nehmen – oder Sie geben ihn an unser Team ab. Wir organisieren für Sie jedes Jahr den gesamten Prozess: Sie erhalten von uns unabhängige Tarif-Empfehlungen, wir kündigen den alten Vertrag und melden Sie neu an. Auch die zeitintensive Kommunikation übernimmt unser Team und klärt offene Fragen ohne Umwege direkt mit dem Versorger oder Netzbetreiber. Sie hören nur dann etwas von uns, wenn vertragsrelevante Nachrichten für sie vorliegen oder der nächste Wechsel bevorsteht.

Wechsel abgeben

Schritt 3

Die relevanten Bestandteile des Gastarifs im Überblick

Jeder Tarif setzt sich aus mehreren Variablen zusammen. Nur wenn alle Faktoren berücksichtigt werden, lässt sich bewerten, wie günstig ein Vertrag ist. Zentrale Mechanismen sind der Grund- und Arbeitspreis. Der Arbeitspreis wird in Kilowattstunden abgerechnet. Dieser Posten ist somit direkt abhängig vom jeweiligen Verbrauch. Bei dem Grundpreis hingegen handelt es sich um eine Pauschale. Dies ist faktisch die monatliche Grundgebühr des Tarifs. Verträge, die Ihnen einen Bonus ausloben, besitzen häufig einen höheren Grund- oder Arbeitspreis als vergleichbare Tarife ohne Bonus. Die Unternehmen finanzieren so die Kosten für die Bonuszahlungen.

Grund- und Arbeitspreis – so setzen sich die Gaskosten zusammen

Für Ihre tatsächlichen Kosten sind der Grund- und Arbeitspreis ausschlaggebend. Bei dem Grundpreis handelt es sich um eine monatliche fixe Gebühr. Selbst wenn Ihr Verbrauch in einem Abrechnungszeitraum bei 0 kWh lag, wird dieser Betrag in der angegebenen Höhe fällig. Der Arbeitspreis hingegen ist variabel und gibt die Kosten für den Verbrauch einer Kilowattstunde Strom an.

Oftmals ist ein höherer Grundpreis mit einem niedrigeren Arbeitspreis gepaart. Für Haushalte mit einem hohen Verbrauch lohnen sich meistens Verträge dieser Art. Wer wenig verbraucht, fährt mit einem niedrigeren Grundpreis und einem höheren Arbeitspreis meist besser.

Gaskosten

Obwohl der Zählerstand des Gaszählers in m³ dargestellt ist, wird der Verbrauch wie beim Strom in Kilowattstunden angegeben. Mit dieser Formel können Sie Ihre Gaskosten berechnen:

Grundpreis + Arbeitspreis * Verbrauch = Gaskosten

Wie hoch ist der monatliche Abschlag?

In der Regel stellen die Gasversorger einmal im Jahr eine detaillierte Rechnung aus. Über das Jahr hinweg werden konstante Abschlagszahlungen berechnet. Die Höhe der Abschläge richtet sich nach dem Verbrauch des letzten Jahres.

Warum elf und nicht zwölf Abschläge? Im zwölften Monat der Vertragslaufzeit erhalten Sie Ihre Abschlussrechnung und – falls Sie zuvor zu viel gezahlt haben – eine Rückzahlung. Damit in diesem Monat nicht noch eine Abbuchung stattfindet und Sie außerdem Ihre Abrechnung erhalten, wird zu diesem Zeitpunkt kein Abschlag fällig.

Abschläge

Mit dem Verbrauch aus dem vorigen Belieferungsjahr bzw. mit den Kosten, die im letzten Vertragsjahr fällig geworden sind, werden elf Abschlagszahlungen berechnet:

Gaskosten / 11 Monate = Monatlicher Abschlag

Was sind die effektiven Kosten?

Warum sind Abschläge manchmal höher als die tatsächlichen monatlichen Kosten?Abschläge manchmal höher als die tatsächlichen monatlichen Kosten? Tarife mit Boni führen meist zu höheren Abschlägen. Warum? Prämien werden getrennt von den monatlichen Abschlägen gutgeschrieben (Ausnahme: Tarife mit Bonus auf den Abschlag), sind für die Berechnung der tatsächlichen Kosten aber ausschlaggebend.
 

Grundpreis + Arbeitspreis * Verbrauch – Bonus = effektive Gaskosten

Welche Laufzeit ist sinnvoll?

Wichtig für den Verbraucher ist außerdem die Laufzeit der Tarife. Gängig sind Verträge mit 12 oder 24 Monaten, wobei es auch abweichende Längen gibt. Bei Verträgen mit kurzer Laufzeit bleiben Sie flexibel. Jedoch weisen diese häufig leicht höhere Grund- und Arbeitspreise auf. Bei Verträgen mit 24 Monaten Laufzeit und einem Bonus gilt es, vorsichtig zu sein. Oftmals gilt die Preisgarantie nur für das erste Jahr. Dann hebt der Versorger den Grund- oder Arbeitspreis im zweiten Vertragsjahr an und plötzlich befinden Sie sich in einem ungünstigen Tarif.

Preisgarantie

Nicht nur ist die Laufzeit interessant, die möglichst die gesamte Vertragslänge abdecken sollte, sondern auch die Art der Garantie. Die sogenannte eingeschränkte Preisgarantie zeigt an, dass Kostensteigerungen, die durch Steuererhöhungen entstehen, an den Kunden weitergegeben werden dürfen. Darüber hinaus gibt es noch die Energiepreisgarantie. Diese gilt dann ausschließlich für die reinen Energiekosten. Steigen für den Versorger die Netzentgelte oder Steuern, dann kann der Preis jederzeit, also auch während der Garantiezeit, korrigiert werden. Nur die vollständige Preisgarantie ist verlässlich. Mit Ausnahme von einer Anhebung der Mehrwertsteuer, die immer zu einer Preissteigerung führt, bleibt der Preis über die gesamte Garantiezeit konstant. Im Falle einer Preiserhöhung steht dem Kunden auf jeden Fall ein Sonderkündigungsrecht zu. Auch während der Vertragslaufzeit darf der Verbraucher innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe kündigen und den Anbieter wechseln.

Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist gibt an, mit welchem Abstand zum Vertragsende die Kündigung stattfinden muss. Für Verbraucher sind immer kurze Fristen vorteilhaft. Optimal ist eine Frist von zwei Wochen. Diese gilt übrigens auch, wenn Sie Ihr Gas vom Grundversorger beziehen. Ausnahmen können alternative Tarife, die separat mit dem Grundversorger abgeschlossen wurden, darstellen. Bei einer langen Kündigungsfrist ist die Gefahr groß, den Termin zu verpassen. Die meisten Verträge verlängern sich dann automatisch, oftmals direkt um 12 Monate. In den Vertragsdetails sind diese Konditionen unter dem Punkt Folgelaufzeiten beschrieben. Eine solche automatische Vertragsverlängerung lässt sich nur verhindern, indem regelkonform gekündigt wird. Dies geschieht entweder durch eine fristgemäße Kündigung zum Ende der Vertragslaufzeit oder durch eine außerordentliche Kündigung, wenn ein Grund vorliegt. Zu diesen zählt neben einer Preiserhöhung auch ein Umzug.

Das Wichtigste zum Thema Gastarifvergleich und Anbieterwechsel

Bei der Suche nach einem günstigen Gastarif ist es wichtig, bestimmte Eckdaten zu vergleichen und verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Im Mittelpunkt sollte stehen, einen vertrauenswürdigen und zuverlässigen Lieferanten zu finden. Wer wirklich sparen will, der kommt nicht umher, jährlich den Markt zu sondieren und Tarife zu vergleichen. Nur durch häufige Wechsel kann das volle Sparpotenzial ausgereizt werden. Wichtig ist es weiterhin, die eigenen Verbrauchswerte genau zu kennen. Auf diese Weise finden Sie den richtigen Vertrag, können Boni entsprechend den Voraussetzungen wählen und verschiedene Tarifmodelle präzise vergleichen. Wechseln Sie jetzt den Gasanbieter!

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