Wie Sie mit Nachtstrom wirklich Stromkosten sparen

Nachtstrom lohnt sich unter bestimmten Bedingungen besonders, zum Beispiel mit einer Nachtspeicherheizung oder einer Wärmepumpe. Wir klären auf, wie Sie wirklich kostensparend heizen.

Mit unserem Schnellangebot erfahren Sie jetzt schon, wie viel Sie sparen können. Kostenlos und unverbindlich.

Rechner wird geladen...
Kurz & knapp

Was Sie über Nachtstrom wissen sollten

Hohe Ersparnis bei Nacht

So sparen Sie mit Nachtstrom

Im Nachtstromtarif zahlen Sie 30 Prozent weniger für die Kilowattstunde Strom als sonst. Warum? Kraftwerke aller Art produzieren auch nachts Strom. Doch die Nachfrage ist nachts sehr gering und überschüssigen Strom kann man faktisch nicht speichern – er muss zeitnah verbraucht werden. Deshalb riefen Versorger den günstigen Nachtstromtarif ins Leben.

Für wen lohnt sich Nachtstrom wirklich?

Die meisten Verbraucher haben tagsüber den größten Strombedarf. Nachts sind in der Regel nur wenige elektrische Geräte in Betrieb. Bei einem solchen Verbrauchsprofil wird sich ein Nachtstromtarif nicht rentieren. Als Faustregel gilt: Beziehen Sie mindestens 60 Prozent Ihres Strombedarfs zu Nebenzeiten, lohnt es sich, über einen Nachtstromtarif nachzudenken. Die Nebenzeit für den Stromverbrauch ist in der Regel zwischen 22 und 6 Uhr.

Achten Sie bei einem Wechsel unbedingt auf die Konditionen Ihres Nachtstromtarifs. Die Kosten im Niedertarif belaufen sich häufig auf nur etwa 20 Cent/kWh, sind aber tagsüber umso höher. Zum Vergleich: In normalen Haushaltsstromtarifen zahlen Verbraucher im Durchschnitt mittlerweile über 31 Cent/kWh.

Nachtstrom lohnt sich besonders, wenn Sie mit Strom heizen. In diesem Zusammenhang spricht man bei Nachtstrom mitunter auch von Heizstrom. Klassisch wird der Nachtstrom in Kombination mit einer Nachtspeicherheizung genutzt. Diese produziert nachts Wärme, die dank einer guten Speicherfähigkeit langsam über den Tag hinweg abgegeben wird.

In der Zukunft kann der Nachtstrom immer mehr an Bedeutung gewinnen. Wärmepumpen beispielsweise drängen verstärkt auf den Markt. Diese lassen sich teilweise so steuern, dass sie primär zur Nachtzeit arbeiten, und sie sind deutlich effizienter als eine Nachtspeicherheizung. Auch Besitzer eines Elektrofahrzeugs könnten vom günstigen Nachtstrom profitieren, wenn Sie ihr Auto überwiegend nachts laden.

Eine weitere lohnenswerte Konstellation ergibt sich, wenn tagsüber der Eigenbedarf aus einer Photovoltaikanlage gedeckt wird. Dann ist der Verbrauch tagsüber so niedrig, dass der höhere Strompreis nicht ins Gewicht fällt.

Vorteile Nachtstrom

  • niedriger Arbeitspreis
  • durchschnittlich 30 Prozent Ersparnis gegenüber Haushaltsstrom
  • effizienter Stromverbrauch
  • besonders sinnvoll bei der Nutzung einer Nachtspeicherheizung
  • Heiz- und Haushaltsstrom kombiniert

Nachteile Nachtstrom

  • Nachtstromtarife lohnen sich nicht für jeden Verbraucher
  • Wer nachts nur einen geringen Stromverbrauch hat, tappt mit Nachtstromtarifen in eine Kostenfalle
  • Versorger bieten Nachtstrom nur in Kombination mit Haushaltsstrom an, sodass Sie hier an die Preise gebunden sind

Voraussetzungen für einen Nachtstromtarif

  • Gemeinsame oder getrennte Messung? Die Messung Ihres Stromverbrauchs im Nieder- und Hochtarif kann entweder in einem einzelnen Stromzähler oder in zwei separaten Geräten vorgenommen werden.
  • Auf den Stromzähler kommt es an. Entscheiden Sie sich für die gemeinsame Messung, müssen Sie sich einen sogenannten Doppeltarif- oder Zweifachzähler anschaffen. Dieser kann den Nachtstrom und den Haushaltsstrom getrennt zählen.

Sie brauchen Hilfe beim Wechsel?

Jetzt entspannt wechseln lassen!

FAQ

Die wichtigsten Fragen zum Nachtstrom

Nachtstrom ist fast schon ein Relikt aus den 50er Jahren – aber ebenso wie die Nachtspeicherheizung hat sich der Sondertarif bis heute gehalten. Vielleicht hören Sie trotzdem jetzt zum ersten Mal von diesem Stromtarif? Wir beantworten hier die wichtigsten Fragen zu Nachtstrom, die auch andere Verbraucher immer wieder stellen.

Im Durchschnitt lassen sich 30 Prozent Stromkosten durch einen Wechsel von Haushaltsstrom auf Nachtstrom einsparen. Dies gilt aber nur, wenn der Stromverbrauch z.B. durch eine Nachtspeicherheizung vor allem nachts sehr groß ist.

Dies ist stark von Ihrem Verbrauch und Wohnort abhängig. Wir stellen Ihnen einige Anbieter mit günstigen Tarife vor. Zusätzlich können Sie unseren Nachtstromvergleich nutzen, um herauszufinden, welche Versorger Sie beliefern können.

Nachtstromtarife werden mit speziellen Zählern abgerechnet. Diese sogenannten Zweitarifzähler sind in der Lage, Nieder- und Hochtarif voneinander zu trennen. Tagsüber ist der Zähler im Modus für den Hochtarif und schaltet nachts in den Niedertarif.

Wann genau der Wechsel zwischen Tages- und Nachtstromtarif stattfindet, ist nicht exakt festgelegt. Dies variiert von Anbieter zu Anbieter. In der Regel erstreckt sich der Nachtstromtarif auf die Zeit zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens. Welche Zeiten genau als HT und NT festgelegt sind, bestimmt der örtliche Netzbetreiber.

Der durchschnittliche Preis pro Kilowattstunde liegt bei etwa 23 Cent im Niedertarif. Auch hier kommt es stark auf den Verbrauch an. Sie sollten unbedingt beachten, dass der Preis für den Hochtarif deutlich höher als beim „normalen“ Haushaltsstrom ausfallen kann.

Mit Hochtarif (HT) ist der Strom gemeint, den Sie tagsüber beziehen. Mit Niedertarif (NT) ist entsprechend der Nachtstrom gemeint. Wünschen Sie einen Nachtstromtarif, müssen Sie beim Stromanbieter sowohl Ihren Verbrauch tagsüber (HT) als auch nachts (NT) angeben.

Nachtstrom damals und heute

Nachtstrom für Nachtspeicherheizungen nutzen

Nachtspeicherheizungen galten lange Zeit als großartige Erfindung – dieser Ruf hat seit den 1980ern jedoch deutlich nachgelassen. Heute denken Verbraucher bei Nachtspeicherheizungen eher an überteuerte Stromrechnungen.

Was ist eine Nachtspeicherheizung? Wie der Name schon sagt, speichert eine solche Heizung Nachtstrom – also den nachts von Kraftwerken produzierten Strom – in Form von Wärme und gibt ihn tagsüber ab. Die Heizelemente im Inneren können bis zu 600 Grad Celsius heiß werden und ein eingebauter Überhitzungsschutz sorgt dafür, dass es nicht brenzlig wird. Im Prinzip eine gute Sache und zur Geburtsstunde Anfang der 1950er revolutionär, heizte man damals doch überwiegend mit Öl- und Kohleöfen. Elektrisch zu heizen galt als emissionsfrei und kostengünstig.

Nachtspeicher: Die klimaschädlichste Heizung?

Mit steigenden Energiekosten und dem technischen Fortschritt nahm die Beliebtheit dieser Heizung in den letzten Jahrzehnten immer weiter ab. Andere Heizsysteme eroberten den Markt und zeigten: Eine Nachtspeicherheizung ist alles andere als emissionsfrei. Tatsächlich stellt sie die klimaschädlichste Art zu heizen dar. Im Vergleich zu einer fossil betriebenen Zentralheizung entstehen etwa dreimal so viele CO2-Emissionen, wenn der Strom für die Nachtspeicherheizung aus einem Kohlekraftwerk bezogen wird. Wer die Energie aus Wind und Wasser zieht, hat diese Sorgen auf den ersten Blick zwar nicht, verbraucht aber pro Kilowattstunde zwei- bis viermal mehr Strom als mit einer Wärmepumpenheizung. Um dem entgegenzuwirken, verfügen moderne Nachtspeicherheizungen inzwischen über eine automatische Aufladesteuerung, die ein effizienteres Heizen ermöglicht und bei alten Geräten nachgerüstet werden kann.

Auch heute noch nutzen viele Verbraucher eine Nachtspeicherheizung, Nachtstromspeicherheizung, Niedertarif-Speicherheizung oder einen Nachtspeicherofen. Dass sie kaum verschleißen, platzsparend und günstig in der Anschaffung sind, machen diese Geräte attraktiv.

Keine Lust, im Dunkeln zu tappen?

Mit uns jetzt schnell & sicher wechseln!

Umweltfreundlich heizen

Nachtstrom für Wärmepumpen

Mit Strom zu heizen muss nicht teuer und umweltschädigend sein. Das beweisen Wärmepumpen, die sich in den letzten Jahren in Ein- und Mehrfamilienhäusern immer größerer Beliebtheit erfreuen. Wie eine Nachtspeicherheizung kann auch eine Wärmepumpe nachts arbeiten und entsprechend dann den Strom beziehen. Jedoch funktioniert dieses Heizsystem komplett anders.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe? Anders als bei einer Nachtspeicherheizung leistet der Strom bei einer Wärmepumpe nur einen kleinen Beitrag zur Wärmeerzeugung. Die eigentliche Energie, mit der Wärmepumpen Häuser und Wohnungen heizen, beziehen sie aus der Umwelt – aus dem Grundwasser (Wasser-Wasser-Wärmepumpe), der Luft (Luft-Wasser-Wärmepumpe) oder der Erdwärme (Sole-Wasser-Wärmepumpe). Somit arbeitet eine Wärmepumpe zum Großteil mit thermischer Energie.


Die thermische Energie wird mithilfe eines Kältemittels nutzbar gemacht. Das Kältemittel kann thermische Energie besonders gut speichern und transportiert sie zu einem strombetriebenen Kompressor, der das Kältemittel so weit verdichtet, bis es heiß genug ist. Nun kann die Wärme an den Heizkreis des Gebäudes abgegeben werden und das Kältemittel beginnt den Kreislauf von vorn. Eine kWh Strom liefert je nach Art der Wärmepumpe zwischen 3 und 5 kWh Heizenergie. Im Sommer kann eine Wärmepumpe über den selben Mechanismus als Klimaanlage genutzt werden.


Wer den Strom für den Verdichter aus Solar, Wind- oder Wasserkraftanlagen bezieht, heizt mit einer Wärmepumpe sehr umweltbewusst. Aber auch so ist das Heizsystem eine umweltfreundliche Alternative zur zugegebenermaßen veralteten Nachtspeicherheizung. Wärmepumpen können sowohl über „normalen“ Haushaltsstrom betrieben werden als auch über Nacht- oder speziellen Wärmepumpenstrom. Für die letzteren Varianten ist Voraussetzung, dass ein zweiter Zähler verbaut ist und der Wärmestrom entweder gemeinsam oder separat gemessen wird. Wie Nachtspeicherheizungen verfügen auch Wärmepumpen über einen Wärmespeicher, der sich nachts auffüllen lässt und die Wärme tagsüber abgibt.

Mit einem günstigen Nachtstrom- oder einem speziellen Wärmepumpenstromtarif können Verbraucher so ihre Wärmepumpe kostensparend mit Strom versorgen lassen. Doch auch bei einer Wärmepumpe gilt, den eigenen Verbrauch im Auge zu behalten, um sich von versteckten Kosten nicht überraschen zu lassen.

E-Mobilität

Nachtstrom für E-Autos

Wird ein E-Auto zuhause geladen, zählt es zu den Großverbrauchern im Haushalt. Je nach Auto und Steckdose kann der Ladevorgang bis zu 14 Stunden dauern, weshalb viele Besitzer ihr Auto über Nacht laden. Da bietet es sich doch an, für den Ladestrom einen separaten Stromtarif zu wählen. Oder?

E-Autos mit Nachtstrom laden: Wann macht das Sinn? Es mag auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, das E-Auto mit Nachtstrom zu laden. Aber auch diese Rechnung sollten sie sich gut durch den Kopf gehen lassen. Es lohnt sich, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind. Erstens: Der Stromverbrauch Ihres E-Autos macht alleine oder in Kombination mit anderen Geräten mindestens 60 Prozent des Gesamtstrombedarfs aus. Zweitens: Sie sind Vielfahrer und kommen mit Ihrem E-Auto auf mindestens 10.000 Kilometer pro Jahr. Andernfalls könnten Sie mit dem Wechsel von Haushaltsstrom zu Nachtstrom für Ihr E-Auto in eine Kostenfalle tappen.

E-Autos mit Autostrom laden – eine gute Alternative zu Nachtstrom? Ein paar Versorger bieten speziell für E-Autos sogenannte Autostromtarife an. Auch für diesen Strom erfolgt die Messung über einen separaten Zähler. Anders als beim Nachtstrom ist dieser Tarif zwar nicht an eine bestimmte Zeit gebunden, oft setzen die Versorger aber eine Wallbox oder ein smartes Lademanagement voraus. Deren Anschaffung ist mit hohen Kosten verbunden und auch nicht für jeden Haushalt möglich, wie in Gemeinschaftsgaragen. Je nach Angebot kann sich ein Autostromtarif dennoch rentieren.

Kommt weder der Nacht- noch der Autostrom für Sie infrage, sparen Sie in jedem Fall Kosten für Ihr E-Auto, wenn Sie jährlich den Stromanbieter wechseln.

Ausblick

Die Zukunft für Nachtstrom

Mit dem Nachtstromtarif Kosten zu sparen und damit etwas für die Umwelt zu tun, funktionierte Mitte des letzten Jahrhunderts. Inzwischen ist jedoch der Tarif – ebenso wie die Nachtspeicherheizung – überholt. Zum einen geht das Zuviel des von Kraftwerken produzierten Stroms nicht mehr länger „verloren“, sondern kann auf anderem Wege genutzt oder gespeichert werden. Zum anderen lohnt es sich für Verbraucher nur noch unter bestimmten Voraussetzungen, Nachtstrom zu beziehen, und ist daher nicht für jeden Haushalt kostengünstig.

Obwohl es auch moderne Geräte gibt, die nachts mit Strom versorgt werden können, haben Verbraucher hier außerdem Alternativen zum Nachtstrom. Für Wärmepumpen und E-Autos bieten immer mehr Versorger spezielle Wärmepumpen– und Autostromtarife an. Auch wenn das Angebot noch überschaubar ist: Die Nachfrage wächst.

Dennoch, Nachtstrom wird nicht von heute auf morgen Geschichte sein. Schließlich sind auch Nachtspeicherheizungen noch lange nicht vom Markt verschwunden. Entsprechend ist es für Verbraucher weiterhin attraktiv, sich über einen Wechsel zu Nachtstrom Gedanken zu machen.

Jetzt mit Wechselpilot sparen!

Unser Team nimmt Ihnen den Vertragswechsel gerne ab – und kümmert sich nicht nur einmalig, sondern jedes Jahr um einen neuen, günstigeren Tarif!