Mit Wärmepumpenstrom umweltfreundlich & kostensparend heizen

Obwohl sie in der Anschaffung recht kostspielig ist, lohnt sich gerade für Einfamilienhäuser der Einbau einer Wärmepumpe. Immer mehr Stromversorger haben inzwischen einen speziellen Wärmepumpenstromtarif im Angebot, der günstiger ist als normale Stromtarife. Mit einem jährlichen Wärmepumpenstromwechsel können Sie zudem langfristig Ihre Stromkosten senken.

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Anbieter für Wärmepumpenstrom

Lange Zeit lag die Bereitstellung von Wärmepumpenstrom in der Verantwortung der Grundversorger. Seit 2007 ist das gelockert und auch andere Versorger dürfen diesen Sondertarif anbieten. Da Tarife beim Grundversorger in der Regel am teuersten sind, war das eine willkommene Entscheidung. Wechseln Sie also unbedingt von der Grundversorgung in einen gesonderten Wärmepumpenstromtarif! Wir zeigen Ihnen hier, welche Anbieter unter anderem Wärmepumpenstrom anbieten. Die genannten Tarifpreise beziehen sich auf einen jährlichen Stromverbrauch von 8.000 kWh einer Luftwärmepumpe mit Eintarifzähler im 12-Monatstarif in Hamburg.

Wärmepumpenstrom von E.ON

E.ON ist ein zuverlässiger Stromanbieter, der von unserem Kundenservice mit 16 von 16 Punkten die Bestnote erhält. Aufgrund einer Auflage der EU-Kommission hat E.ON das Heizstromgeschäft im Frühjahr 2020 jedoch auf die LichtBlick SE, Deutschlands größten Ökostromanbieter, übertragen. In der Grundversorgung liefert E.ON zwar weiterhin Wärmepumpenstrom, da Tarife in der Grundversorgung jedoch meist teurer sind, raten wir von solchen Angeboten ab.

Wärmepumpenstrom von LichtBlick

Die LichtBlick SE ist Deutschlands größter Ökostromanbieter. Seit der Übernahme der Heizstromsparte von E.ON gilt LichtBlick zudem als fünftgrößter Stromanbieter hierzulande. Wärmepumpenstrom kostet bei LichtBlick bei einem Verbrauch von 8.000 kWh 159,88 Euro/Monat bzw. 1.918,56 Euro im Jahr. Der Arbeitspreis liegt in diesem Tarif bei 22,49 Cent pro Kilowattstunde.

Wärmepumpenstrom von E.VITA

Seit 2008 beliefert der Stuttgarter Versorger E.VITA Kunden deutschlandweit mit Strom und Gas. Zwei Jahre nach der Gründung nahm das mittelständische Energieunternehmen Angebote für Heizstrom in sein Portfolio auf – und war damit eines der ersten in Deutschland. Im „Wärmepumpen Strom“-Tarif kostet die Kilowattstunde 21,2617 Cent. Bei einem Verbrauch von 8.000 kWh zahlen Sie inklusive Grundpreis etwa 151,40 Euro im Monat bzw. 1816,75 Euro im Jahr.

Wärmepumpenstrom von EnBW

EnBW zählt in Deutschland zu den Big Four der Energieanbieter und verfügt entsprechend über eine breite Tarifauswahl. Auch für Wärmepumpenstrom. Im Tarif „EnBW WärmePro“ zahlen Sie pro Monat 163 Euro bzw. 1951,65 Euro im Jahr. Da mit diesem Tarif ein attraktiver Bonus verbunden ist, fallen Ihre effektiven Kosten jedoch geringer aus. Für eine Kilowattstunde berechnet Ihnen der Anbieter 22,49 Euro. Im Tarif „EnBW NaturWärme Pro“ (100 Prozent Ökostrom) liegt Ihr monatlicher Abschlag bei 166 Euro, die Jahreskosten belaufen sich auf 1994,30 Euro. Auch in diesem Tarif gibt es einen hohen Bonus, wodurch Ihre effektiven Kosten sinken. Die Kilowattstunde kostet im Ökotarif 23,04 Cent.

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Wärmepumpenstrom von innogy

Innogy gilt aufgrund seiner günstigen Preise auf dem Energiemarkt zwar als Discounter, unser Kundenservice kann innogy jedoch guten Gewissens als Stromanbieter empfehlen. Das Unternehmen setzt auf Umweltfreundlichkeit, daher wird auch der Wärmepumpenstromtarif „Strom Natur Wärmepumpe“ aus 100 Prozent erneuerbaren Energien erzeugt. Im Jahr zahlen Sie in diesem Tarif um die 1.839,20 Euro, pro Monat sind das etwa 153,27 Euro. Für eine Kilowattstunde Wärmepumpenstrom berechnet Ihnen innogy 21,74 Cent.

Wärmepumpenstrom von Yello

Yello gehört zum Energieriesen EnBW. Stromtarife bestehen bei Yello zu 100 Prozent aus Ökostrom, ermöglicht über mehrere Klimaschutzprojekte. Wärmepumpenstrom von Yello kostet im Tarif „Strom Warm“ im Jahr 1.934,36 Euro, im Monat 161,95 Euro. Pro Kilowattstunde berechnet Yello in diesem Tarif 23,05 Cent.

Wärmepumpenstrom der Stadtwerke Flensburg

Die Stadtwerke Flensburg gibt es bereits seit über 150 Jahren. Der Anbieter aus dem Norden versorgt Kunden in ganz Deutschland. Zwei Tarife stehen Ihnen für Wärmepumpenstrom bei den Stadtwerken Flensburg zur Auswahl: „Flensburg eXtra Ökowärme“ und „Flensburg eXtra Wärme“. Im Tarif „Flensburg eXtra Ökowärme“ berechnen Ihnen die Stadtwerke Flensburg 1.937,04 Euro im Jahr und 161,42 Euro im Monat. Die Kilowattstunde im Öko-Wärmepumpenstromtarif kostet 23,70 Cent. Im Tarif „Flensburg eXtra Wärme“ zahlen Sie für einen Verbrauch von 8.000 kWh im Jahr 1.889,84 Euro und damit 157,49 Euro im Monat. Hier kostet die Kilowattstunde Wärmepumpenstrom 23,11 Cent.

FAQ

Die häufigsten Fragen zu Wärmepumpenstrom

Eine Kilowattstunde kostet im Wärmepumpenstromtarif zwischen 20 und 23 Cent. Das sind mitunter zehn Cent weniger als im normalen Stromtarif, in dem 2020 eine kWh 31,47 Cent kostet. Wie hoch der Wärmepumpenstrompreis ausfällt, hängt vom jeweiligen Anbieter ab.

Wärmepumpen benötigen Strom nicht zum Heizen, sondern um den Kompressor zu betreiben, der Umweltenergie (Luft, Wasser, Erdwärme) in Heizwärme umwandelt. Der Stromverbrauch macht daher bei Wärmepumpen nur einen geringen Anteil von 20 Prozent aus. Dennoch gilt: Je mehr die Wärmepumpe arbeiten muss, um Wohnräume zu beheizen, desto höher fällt auch der Stromverbrauch aus. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Häuser, in denen Wärmepumpen genutzt werden, optimal gedämmt sind.

Wie effizient eine Wärmepumpe läuft, zeigt die Jahresarbeitszahl (JAZ). Sie beschreibt das Verhältnis zwischen zugeführtem Strom und tatsächlicher Energieerzeugung. Eine gute JAZ liegt zwischen Drei und Vier, je höher die Zahl, desto besser. Hat eine Wärmepumpe mit einer Kilowattstunde zugeführten Stroms vier Kilowattstunden Energie erzeugt, liegt die JAZ bei Vier, die Wärmepumpe arbeitet effizient.

Es empfiehlt sich, bereits beim Einbau der Wärmepumpe gemeinsam mit dem Techniker schriftlich eine Jahresarbeitszahl festzulegen, die Sie zum Jahresende erreichen möchten. Damit können Sie dann auch den voraussichtlichen Stromverbrauch berechnen, den Sie das Jahr über beziehen werden. Angenommen, Sie benötigen 10.000 Kilowattstunden, um Räume und Wasser das Jahr über zu heizen. Dann teilen Sie die 10.000 einfach durch Ihre JAZ, um den Stromverbrauch zu berechnen.

Hintergrundwissen

Was ist eine Wärmepumpe?

Wärmepumpen sind Heizsysteme, die für Ein- und Mehrfamilienhäuser ausgelegt sind. Prinzipiell funktionieren die Geräte nach dem gleichen Schema wie Kühlschränke. Jedoch wird die Wärme im Haus bereitgestellt, während die Kälte nach außen abgegeben wird. Die Funktion kann umgedreht werden, sodass eine Wärmepumpe im Sommer wie eine Klimaanlage das Haus kühlt.

Das System der Wärmepumpe besteht aus zwei Geräten. Diese sind über Leitungen miteinander verbunden, in denen ein Kältemittel zirkuliert. Eine wichtige Funktion übernimmt der Kompressor. Dieser ist im Außengerät der Wärmepumpe untergebracht. Das Kältemittel wird komprimiert und verflüssigt. Durch den ausgeübten Druck erwärmt es sich bei diesem Prozess. Im Haus gibt das Kältemittel dann seine Wärme im Wärmetauscher ab, entweder an ein Speichermedium wie Wasser oder direkt an die Innenluft.

Danach wird das Gas wieder zum Außengerät transportiert und verdampft dort. Hierbei kühlt es extrem ab und erreicht Temperaturen unterhalb der Außenluft. Im Wärmetauscher nimmt das Gas dann die Wärmeenergie der Außenluft auf und wird anschließend vom Kompressor erneut verdichtet. Hier schließt sich der Kreislauf.

Luft, Wasser, Erdwärme: Die Arten der Wärmepumpe

Es existieren mehrere unterschiedliche Varianten von Wärmepumpenheizungen. Sie unterscheiden sich vor allem in der Art und Weise, wie die Nutzwärme erzeugt und abgegeben wird. Bei den Luftwärmepumpen wird direkt die Außenluft als Ressource für die Erzeugung der Nutzwärme genutzt.

  • Luft-Luft-Wärmepumpen geben die Wärme über einen Inverter in Form von warmer Luft direkt in einen Raum ab. Hier dient die Außenluft als Energielieferant, um Wärme im Inneren zu erzeugen. Dabei sind sowohl die Luft außerhalb des Gebäudes als auch die verbrauchte Raumluft nützlich für diese Art der Wärmepumpe. Der Einbau einer solchen Heizung lohnt sich für Sie nur dann, wenn in Ihrem Haus weniger als zehn Watt benötigt werden, um einen Quadratmeter Wohnfläche zu heizen.
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen sind in der Lage, einen Heizkreislauf mit Warmwasser zu betreiben, und gehören zu den beliebtesten Wärmepumpen. Sie sind weniger aufwendig in der Anschaffung als andere Wärmepumpen, da weder Erdsonden gebohrt noch Brunnen gebaut werden müssen. Zudem nimmt eine Luft-Wärmepumpe (wie diese Wärmepumpe kurz genannt wird) weniger Platz ein.
  • Die Grundwasserwärmepumpe entnimmt die Umweltwärme dem Grundwasser. Hierfür kommen Brunnen zum Einsatz, die meist eine Tiefe von maximal 15 Metern besitzen. Solche Wärmepumpen werden weniger häufig eingebaut als andere Wärmepumpen. Das liegt unter anderem daran, dass für eine Grundwasserwärmepumpe ein Sicker- oder Saugbrunnen angelegt oder vorhanden sein muss.
  • Die Erdwärmepumpe (auch als Sole-Wasser-Wärmepumpe bekannt) stellt eine weitere Variante zur Nutzung der Umweltwärme dar. Hier werden entweder tiefe Sonden oder großflächige und oberflächennahe Kollektoren für die Zirkulation des Kühlmittels eingesetzt. Das gestaltet den Einbau einer Erdwärmepumpe entsprechend aufwendig.

Vorteile Wärmepumpe

  • Strom wird nicht zum Heizen benötigt
  • Strom ist nur für die Kompression des Kältemittels notwendig
  • Echte Alternative zu traditionellen Heizmethoden
  • Wärmepumpen sind wartungsarm
  • Die Geräte erzeugen keinerlei Abgase
  • Es gibt spezielle, günstige Stromtarife für Wärmepumpen

Nachteile Wärmepumpe

  • Wärmepumpen sind teuer in der Anschaffung
  • Wärmepumpen sind nicht für jeden Haushalt geeignet
  • Sie müssen für Ihr Haus strenge Energieauflagen erfüllen, damit sich eine Wärmepumpe lohnt
  • Sie müssen trotz der Energieeffizienz auf den Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe achten – Wärmepumpen allein sparen Ihnen keine Stromkosten

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Voraussetzungen für Wärmepumpen & Wärmepumpenstrom

Eine Wärmepumpe lohnt sich am ehesten im Einfamilienhaus. Doch auch hier gibt es gewisse Voraussetzungen, die erfüllt werden sollten. Da Wärmepumpen sehr kostspielig in der Anschaffung sind, sollten Sie absolut sicher sein, dass alles für den Einbau stimmt. Folgende Kriterien sind dabei zu beachten:

  • Dämmung: Je besser Ihr Haus gedämmt ist, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Aus diesem Grund eignen sich Neubauten gut für Wärmepumpen, da man von Anfang an die Kriterien beachten kann.
  • Jahresarbeitszahl festlegen: Ob sich der Einbau einer Wärmepumpe gelohnt hat, zeigt nach einem Jahr die Jahresarbeitszahl. Eine gute Zahl liegt zwischen drei und vier, aber es gilt: Je größer die Zahl, desto besser. Diese Zahl sollten Sie beim Einbau schriftlich festhalten. Sie gibt an, wie effizient die Wärmepumpe gearbeitet hat. Liegt die Jahresarbeitszahl zum Beispiel bei vier, hat die Wärmepumpe das Vierfache der eingesetzten Energie geliefert hat.
  • Flächenheizung: Eine Fußboden- oder Wandheizung ist zwar keine zwingende Voraussetzung für die Effizienz einer Wärmepumpe, allerdings ist sie von Vorteil. Denn das System einer Fußbodenheizung beispielsweise ergänzt sich perfekt mit dem einer Wärmepumpe.

Wer den Strom für den Verdichter der Wärmepumpe aus Solar, Wind- oder Wasserkraftanlagen bezieht, heizt sehr umweltbewusst. Wer darüber hinaus Wärmepumpenstrom bezieht, kann Stromkosten sparen. Denn dieser spezielle Stromtarif ist in der Regel günstiger als gewöhnlicher Haushaltsstrom.

Da Sie als Verbraucher für Ihre Wärmepumpe einen anderen Tarif wählen als für Ihren Haushalt, muss ein zweiter Zähler verbaut sein. Nur so kann unterschieden werden, wie viel Strom für die Heizung bezogen wird – und wie viel für andere elektronische Geräte.

Kostenfalle Wärmepumpe?

Tappen Sie beim Wärmepumpenstrom nicht in die Kostenfalle! Wärmepumpenstromtarife mögen günstiger sein als Haushaltsstromtarife. Das heißt nicht, dass Ihre Stromkosten automatisch sinken, wenn Sie Wärmepumpenstrom beziehen. Auch bei Wärmepumpen ist es essenziell, einen guten Blick auf den eigenen Verbrauch zu haben und effizient zu heizen. Ansonsten sind auch Wärmepumpenstromtarife auf Dauer teuer.

Damit Ihnen keinen böse Überraschung blüht, empfehlen wir Ihnen, jährlich den Wärmepumpenstromanbieter zu wechseln. So beziehen Sie Jahr für Jahr Strom für Ihre umweltfreundliche Heizung über den optimalen Tarif – und sparen im besten Fall dank Bonusauszahlung zusätzlich Kosten.

Welche Förderungen für Wärmepumpen gibt es?

Wer in ein neues Heizsystem investiert, kann unter Umständen von Förderungen profitieren. Grundvoraussetzung, um eine Förderung in Anspruch zu nehmen, ist ein bestimmter COP-Wert der Pumpe. Der COP-Wert gibt, ähnlich wie die Jahresarbeitszahl, Auskunft über die Effizienz des Systems. Die Mindestwerte betragen für die Förderung:

  • Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen 3,1
  • Bei Sole-Wasser-Wärmepumpen 4,3
  • Bei Wasser-Wasser-Wärmepumpen 5,1

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert die Anschaffung solche Systeme mit bis zu 2.800 Euro. Jedoch können auch Gasheizungen von ähnlichen Förderungen Gebrauch machen. Wer bei einer Sanierung einen Brennwertkessel einbaut, der kann bis zu 2.500 Euro Zuschuss erhalten.

Schon gewusst?

Bereits 1777 entdeckte der schottische Mediziner und Chemiker William Cullen das Prinzip der Wärmepumpe. Bei einem Experiment brachte er Äther mittels Unterdruck zum Verdampfen, er entzog dem Reaktionsgefäß also Wärme. Da es jedoch nicht sein Ziel war, Wärme zu erzeugen, sondern Kälte, kamen vorerst keine Versuche zum Bau einer Wärmepumpe auf. Das passierte erst Anfang 1850. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden dann erstmals serienmäßig Klimaanlagen mit Heizfunktion verbaut. Durch die Ressourcenknappheit und die hohen Brennstoffpreise nach dem Ersten Weltkrieg, nahm die Entwicklung der Wärmepumpe richtig Fahrt auf. Seither haben Wärmepumpen immer mehr an Bedeutung gewonnen.

Was ist ein Wärmepumpentrockner?

Ein Wärmepumpentrockner hat mit der Wärmepumpe als Heizung nichts zu tun. Sie brauchen also keine Wärmepumpe, um einen solchen Trockner nutzen zu können. Ein Wärmepumpentrockner ist ein Trockner, der mit Wärmepumpentechnologie läuft. Wärmepumpentrockner werden immer beliebter in Haushalten, denn sie sind die effizientesten ihrer Art. Sprich, sie zählen zur Energieffizienzklasse A+++, was eine massive Stromersparnis im Gegensatz zu herkömmlichen Trocknern darstellt.

Allerdings sind Wärmepumpentrockner sehr laut, wenn sie laufen, und eignen sich daher am besten für Einfamilienhäuser mit Keller oder abschließbaren Hauswirtschaftsräumen. Zudem sind sie – das haben sie mit der Wärmepumpe gemeinsam – in der Anschaffung sehr teuer. Ein Wärmepumpentrockner kann zwischen 400 und 1.000 Euro kosten.

Kurz & knapp

Das Wichtigste über Wärmepumpenstrom

  • Mit einer Wärmepumpe heizen Sie dank thermischer Energie umweltfreundlich.
  • Da Wärmepumpen in der Anschaffung recht kostspielig sind, sollte das Gebäude gewisse Voraussetzungen erfüllen – zum Beispiel gut gedämmt sein. Gerade Neubauten und Einfamilienhäuser profitieren vom Einbau einer Wärmepumpe.
  • Wärmepumpenstromtarife sind in der Regel deutlich günstiger als Haushaltsstromtarife. Ein Wechsel lohnt sich daher allemal für Sie! Voraussetzung: Es ist ein zweiter Zähler für Ihre Wärmepumpe verbaut.
  • Achten Sie trotz attraktiver Wärmepumpenstromtarife immer auf den Verbrauch! Ansonsten können auch Wärmepumpenbesitzer mit hohen Nachzahlungen für Strom überrascht werden. Wenn Sie jährlich Ihren Wärmepumpenstromanbieter wechseln, schützen Sie sich davor und senken Ihre Stromkosten dauerhaft.
  • In Deutschland bieten seit 2007 auch freie Versorger Wärmepumpenstromtarife an. Wir stellen Ihnen alle Anbieter für Wärmepumpenstromtarife vor.
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Wärmepumpe vs. Gasheizung

Was ist der Unterschied zwischen Wärmepumpe und Gasheizung? Zunächst einmal benötigt eine Wärmepumpenheizung im Gegensatz zur Gasheizung keinen Brennstoff. Sofern eine Stromquelle vorhanden ist, lässt sich eine Wärmepumpenheizung also völlig autark betreiben. Wärmepumpen sind relativ wartungsarm.

Es gibt weniger Verschleißteile als bei einem Heizkessel und auch der Wartungs- und Kontrollaufwand ist geringer als bei einer Gasheizung. Ein großer Vorteil zeigt sich außerdem im Sommer. Das System kann zur Kühlung eingesetzt werden und funktioniert dann wie eine Klimaanlage. Die Wärme wird aus dem Haus abgeführt und im Außenbereich abgegeben.

Wärmepumpe

  • Kosten für die Anschaffung inkl. Montage: ab 8.000 Euro
  • geringer Wartungsaufwand (alle zwei Jahre)
  • Wartungskosten: im Schnitt unter 100 Euro im Jahr für ein Einfamilienhaus
  • Der Stromverbrauch kann für ein Einfamilienhaus für die Wärmepumpe um die 5.000 kWh oder mehr im Jahr betragen.
  • Im Wärmepumpenstromtarif kostet die Kilowattstunde Strom deutlich weniger als im Haushaltstarif (um die 20 Cent/kWh), wodurch Kosten gespart werden können
  • Beispielrechnung: 5.000 kWh/Jahr x 0,20 Euro/kWh = 1.000 Euro/Jahr Heizkosten

Gasheizung

  • Kosten für die Anschaffung inkl. Montage: ab 4.000 Euro
  • aufwändige Wartung (einmal im Jahr)
  • Wartungskosten: im Schnitt 130 Euro im Jahr für ein Einfamilienhaus
  • Der Gasverbrauch eines Einfamilienhauses kann im Jahr bis zu 15.000 kWh betragen.
  • Eine kWh Gas kostet 2020 um die 6 Cent pro Kilowattstunde.
  • Beispielrechnung: 15.000 kWh/Jahr x 0,06 Euro/kWh = 900 Euro

Wärmepumpe oder Gas – was lohnt sich 2020?

Bei der Frage „Wärmepumpe oder Gas?“ kommt es in erster Linie auf Ihre Wohnsituation an. Wohnen Sie in einer Wohnung oder in einem Einfamilienhaus? Bauen Sie neu? Grundsätzlich spricht vieles auf den ersten Blick für eine Gasheizung. Schließlich können Sie auch mit Gas umweltfreundlich heizen. Die meisten Versorger haben inzwischen Ökogastarife im Angebot. Wer zudem jedes Jahr den Anbieter wechselt, kann auch mit Ökogas, das häufig etwas mehr kostet als Erdgas, Heizkosten sparen. Darüber hinaus ist sie unkompliziert und weniger kostspielig in der Anschaffung. So muss Ihr Haus keine besonderen Anforderungen erfüllen, sondern lediglich über eine Gaszufuhr verfügen.

Anders ist das bei einer Wärmepumpe. Hier sollten gewisse Begebenheiten stimmen, damit sie ihr volles Potenzial entfalten kann. Das ist in einem optimal gedämmten Einfamilienhaus der Fall. Was für die Wärmepumpe spricht, ist, dass sie so umweltfreundlich arbeitet. Vor allem, wenn der Strom für den Verdichter ebenfalls aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Es handelt sich hier folglich um eine moderne, zukunftsweisende Heizung.

Kostenvergleich: Gasheizung vs. Wärmepumpe

Bei der Anschaffung sind Wärmepumpensysteme relativ teuer. Ein großer Teil der Investition entfällt hierbei nicht auf die Technik, sondern entsteht durch die Installationsarbeiten. Dies sind vor allem die Erdarbeiten, die durch die Sonden, Kollektoren oder Brunnen anfallen. So sind bei der Anschaffung einer Erdwärmepumpe mit Gesamtkosten zwischen 12.000 und 20.000 Euro zu rechnen. Luftwärmepumpen sind günstiger, da hier die Tiefbauarbeiten entfallen. Diese sind teilweise ab 8.000 Euro zu haben. Eine Gasheizung mit allen Bauteilen und Arbeiten ist in der Regel für weit weniger zu haben. Für ein Einfamilienhaus werden meist zwischen 4.000 und 10.000 Euro veranschlagt.

Der zweite interessante Aspekt sind die Betriebskosten. Hier sind der Gaspreis und Strompreis interessant. Bei einem Vergleich der Betriebskosten kommt außerdem die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe ins Spiel. Diese bewertet die energetische Effizienz des Systems, also das Verhältnis zwischen der erzeugten Wärme und der dafür benötigten elektrischen Energie. Ein Einfamilienhaus, das im Jahr eine Gasrechnung von 1.500 Euro hat, kann mit einer effizienten Wärmepumpe bis zu 500 Euro jährlich sparen. Rechnet man die gesparten Wartungs- und Inspektionskosten hinzu, rentiert sich eine Wärmepumpe innerhalb von fünf bis zehn Jahren nach der Anschaffung.

Nichtsdestotrotz funktioniert eine Wärmepumpe am besten in Energiesparhäusern. Ist ein Haus zum Beispiel nicht ausreichend gedämmt, macht sich das sofort auf der Stromrechnung bemerkbar. Bei einer Wärmepumpe kann dann der Stromverbrauch schon mal in die Höhe schießen. Deshalb kommt es bei dieser Heizung auf Dämmung und kontrolliertes Heizen besonders an. Auch bei einer Gasheizung schadet es nicht, ein Auge auf das Heizverhalten zu haben. Allerdings muss ein Haus für eine Gasheizung keinen eigenen Energiestandard vorweisen.

Fazit: Wer neu baut, die Anschaffungskosten nicht scheut und auf Energieeffizienz bedacht ist, für den lohnt sich eine Wärmepumpe. Zudem können Wärmepumpenstromtarife dabei helfen, Stromkosten zu senken. Wichtig: jährlich den Anbieter wechseln, um das Optimum herauszuholen! Andernfalls kann auch mit einer Gasheizung umweltschonend (und kostensparend) geheizt werden – nämlich durch einen jährlichen Wechsel zum optimalen Ökogastarif.

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Was ist eine Gas-Hybridheizung?

Stand 2019 wird jeder vierte Neubau in Deutschland mit einer Wärmepumpenheizung geplant. Besonders effizient arbeiten die Systeme in Umgebung, wo ein niedriger Heizbedarf vorhanden ist. Bei den Neubauten sind dies vor allem die Energiesparhäuser. Doch auch bei der Sanierung von älteren Wohnhäusern kommen die Vorteile zum Tragen. In diesen Fällen wird häufig eine Hybridheizung eingebaut. In Kombination mit einem anderen Heizsystem werden dann die Heizkosten gesenkt oder für mehr Komfort gesorgt.

Hybridheizungen vereinen zwei Heizsysteme miteinander. Besonders beliebt ist die Gas-Hybridheizung, die Wärmepumpe und Gasheizung miteinander kombiniert. Die Heizsysteme wechseln sich im Laufe der Nutzung ab – je nachdem, welches System in bestimmten Zeiten wirtschaftlicher läuft. So arbeitet die Gas-Hybridheizung überwiegend zwar als Wärmepumpe, sinken aber die Temperaturen oder schießt der Wärmeverbrauch in die Höhe, schaltet sie auf Gasheizung um.

Erstens wird damit weniger Gas als bei einer herkömmlichen Gasheizung verbraucht, was umweltschonend ist. Zweitens schonen Verbraucher damit zusätzlich ihren Geldbeutel in kalten Monaten, wenn Wärmepumpenstrom aufgrund des hohen Verbrauchs teuer werden kann. Ein weiterer Vorteil: Hybridheizungen aller Art entsprechend dem Erneuerbaren Energie Wärme Gesetz und können somit in Neubauten ohne Probleme verbaut werden.

Eine Gas-Hybridheizung kann sich also durchaus lohnen. Allerdings ist sie, wie auch die Wärmepumpe, teuer in der Anschaffung. Darüber hinaus kommt sie nicht ohne fossile Rohstoffe (Gas) aus und ihr Einbau ist nicht überall möglich. Denn für eine Gas-Hybridheizung müssen sowohl Gasanschluss als auch die Wärmequelle (für die Wärmepumpe) vorhanden sein.

Was ist eine Öl-Hybridheizung?

Auch Ölheizungen sind mit Wärmepumpen kombinierbar. Wer also von Öl auf Wärmepumpe umrüsten möchte, muss nicht zwangsläufig das eine Heizsystem komplett gegen das andere austauschen. Häufig werden Luft-Wasser-Wärmepumpe dafür genutzt.

Der Heizkessel der Ölheizung bleibt erhalten und kommt weiterhin zum Einsatz. Nämlich dann, wenn es sehr kalt ist und die Wärmepumpe nicht mehr so effizient arbeiten kann. Dann schaltet die Hybridheizung auf Öl um. Obwohl weiterhin Öl zum Heizen genutzt wird, ist eine solche Hybridheizung ein guter Schritt in Richtung Umweltfreundlichkeit. Denn bis zu 60 Prozent des Ölverbrauchs können dadurch reduziert werden.

Wechselservice

Wärmepumpenstrom wechseln lassen – Ihre Vorteile

Nach dem Einbau wird die Wärmepumpe zum regulären Strompreis vom Grundversorger beliefert. In der Regel erhält die Pumpe einen eigenen Stromzähler für eine separate Abrechnung. Wie vom normalen Stromvertrag gewöhnt, ist hier ein Anbieterwechsel möglich. Beim Strompreisvergleich haben Sie die freie Wahl unter allen vor Ort verfügbaren Stromanbietern. Hinzu kommt, dass einige Versorger spezielle Wärmepumpen-Stromtarife anbieten. Hierbei profitieren Sie von günstigeren kWh-Preisen und senken somit die Heizkosten weiter.

Wechselpilot übernimmt den Wechsel für Sie und wählt jedes Jahr automatisch den besten Wärmepumpenstromtarif aus. Dadurch sparen Sie jeden Aufwand und sparen Jahr für Jahr Stromkosten. Sie müssen sich weder auf die Suche nach dem besten Tarif machen noch um den Papierkram kümmern. Zudem übernehmen wir die gesamte Kommunikation mit Ihrem Versorger – Sie können sich entspannt zurücklehnen, während wir alles Wichtige klären. Jedes Jahr ganz automatisch. In Ihrem Kundenkonto haben Sie trotzdem jederzeit den vollen Überblick. Haben Sie nach einem Jahr durch uns etwas gespart, erheben wir eine Servicegebühr in Höhe von 20 Prozent auf Ihre Ersparnis.

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