Entspannt Ökostrom beziehen und damit Geld sparen

Ob aus Wind, Sonne, Wasser oder Müll, Strom lässt sich aus vielen Quellen gewinnen. Umweltbewusst Strom zu beziehen wird in Deutschland immer wichtiger, das spiegelt auch der Strommarkt ab: Mehr und mehr Anbieter haben inzwischen grünen Strom im Gepäck, vereinzelt gibt es auch reine Ökostromanbieter. Wie Sie den richtigen finden und dauerhaft Ihre Stromkosten senken, erklären wir Ihnen hier.

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Übersicht

Ökostromanbieter in Deutschland

Ein Stromtarifvergleich zeigt: Die meisten Stromanbieter haben inzwischen Tarife mit grünem Strom im Sortiment. Darüber hinaus gibt es auch einige Anbieter, die sich komplett dem Ökostrom verschrieben haben und ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen vermarkten. Wir stellen Ihnen hier reine Ökostromanbieter vor. Ein Blick in die Tarife zeigt: Selbst reiner Ökostrom kann günstig sein.

Ökostrom von Green Planet Energy eG

Green Planet Energy eG, gegründet 1999, ist zwar mit der Greenpeace-Stiftung verbunden, agiert aber als eigenständige Genossenschaft. Für den Anbieter gelten jedoch die „Greenpeace-Kriterien für sauberen Strom“. Das Energieunternehmen beliefert inzwischen 180.000 Kunden deutschlandweit mit Ökostrom aus Wind und Wasserkraft sowie Windgas (Gemisch, Windgasanteil nimmt jedoch stetig zu).

Der Ökostrom von Green Planet Energy eG ist sowohl TÜV NORD- als auch OmniCert- und OK Power-zertifiziert. Auf der Webseite des Anbieters sind alle Kraftwerke sowie Projekte detailliert aufgelistet. Das Unternehmen ist auch politisch aktiv und investiert in neue Technologien.

Beispielrechnung: Bei einem Jahresverbrauch von 2.200 kWh zahlen Sie im „Ökostrom aktiv„-Tarif 63,53 Euro im Monat, im Tarif „Solarstrom plus“ kostet Sie der Strom 65,73 Euro im Monat. Bei Letzterem setzt sich der Strom aus 10 Prozent Solarstrom aus deutschen Braunkohlerevieren und 90 Prozent Ökostrom aus Wind- und Wasserkraft zusammen. Zudem fördern Sie in diesem Tarif den Bau von Solaranlagen in Braunkohlerevieren sowie politische Arbeit.

Ökostrom von LichtBlick

Wie Green Planet Energy eG hat auch LICHTBLICK seinen Hauptsitz in Hamburg. Das Unternehmen wurde bereits 1998 gegründet und ist somit einer der ältesten Ökostromanbieter Deutschlands. Seit der Übernahme der Heizstromsparte von E.ON ist LichtBlick zudem sowohl das fünftgrößte Energieunternehmen als auch größter reiner Ökostromlieferant Deutschlands.

Der Strom wird von ok-power zertifiziert und hat vom Öko-Test die Note „Sehr gut“ erhalten. Er stammt vollständig aus Wasserkraftwerken, die sich im Süden Deutschlands befinden.

Beispielrechnung: Ökostrom von LichtBlick kostet bei einem Jahresverbrauch von 2.200 kWh 65,96 Euro im Monat.

Ökostrom von Change! Energy

Der Ökostrom von Change! Energy stammt aus Wasserkraftwerken in Deutschland und Österreich. Das Unternehmen bezieht keinen Strom von der Börse und nimmt nicht am Zertifikatehandel teil. Auch das Ökogas ist klimaneutral.

Change! Energy ist Partner des SOS Kinderdorf e.V., Verbraucher fördern folglich Projekte dieses Partners, indem sie Ökostrom des Anbieters beziehen.

Beispielrechnung: Ökostrom von Chance! Energy kostet in Hamburg bei einem Jahresverbrauch von 2.200 kWh im Tarif „Ökostrom & Kinderlachen“ 65,43 Euro im Monat.

Ökostromanbieter gesucht?

Wir finden ihn für Sie!

Ökostrom von WEMAG

Die WEMAG ist ein traditioneller Energieanbieter, der sich auf Ökostrom und -Gas umorientiert hat. Das Unternehmen, das in Schwerin sitzt und Versorger in Mecklenburg und der Westprignitz beliefert, investiert in eigene Ökokraftwerke. Inzwischen kann die WEMAG jährlich 17.200 Haushalte mit Windenergie, 7.100 Haushalte mit Solarenergie und 3.400 Haushalte mit Biogas versorgen.

Der Ökostrom von WEMAG ist vom TÜV sowie dem Grüner Strom Label zertifiziert. Außerdem unterstützt die WEMAG aktiv ökologische Projekte. Für jeden neuen Erdgaskunden investiert das Unternehmen beispielsweise zehn Euro in den Schutz der Wälder.

Beispielrechnung: Bei einem Jahresverbrauch von 2.200 kWh zahlen Sie im „WEMAG Ökostrom“-Tarif (TÜV-zertifiziert) 63,16 Euro im Monat. Im „WEMAG Ökostrom Aktiv“ (Grüner Strom-Label) sind es 66,04 Euro im Monat.

Ökostrom von Naturstrom

Die Naturstrom AG existiert seit 1998 und beliefert inzwischen 250.000 Kunden mit Ökostrom und Biogas. Für jede verkaufte Kilowattstunde Strom investiert die Naturstrom AG einen Cent in den Bau neuer Ökokraftwerke sowie Innovationsprojekte. Rund sieben Millionen Euro investiert der Versorger dadurch in die Energiewende und hat in 20 Jahren über 300 Kraftwerke gebaut.

Der gelieferte Strom stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen, wobei die Wasserkraft einen Großteil ausmacht.

Beispielrechnung: In Hamburg zahlen Sie bei einem Verbrauch von 2.200 kWh/Jahr im „naturstrom Strom“-Tarif (inkl. Förderbeitrag für neue Öko-Kraftwerke) 61,98 Euro monatlich. Im „naturstrom hamburg“-Tarif (Strom aus Sonne, Wind und Wasser) kostet Sie der Ökostrom 64,16 Euro pro Monat.

Ökostrom von Polarstern

Polarstern ist zwar ein eher kleinerer Anbieter, fällt jedoch durch seine hohen Standards auf. So wurde Polarstern 2020 mehrfach als „Innovativstes Unternehmen in Deutschland“ ausgezeichnet. Der Strom stammt aus Laufwasserkraftwerken und wird vom Grüner Strom-Label zertifiziert. Kunden können auf der Website die Wirkung von Ökostrom berechnen. Wer beispielsweise ein Jahr lang bei Polarstern Ökostrom bezieht, hat damit 24 Euro in die Energiewende investiert, ein Leben in Mali und Kambodscha verändert und 1.010 kg CO2 gespart.

Das Unternehmen setzt auch in puncto interne Abläufe hohe Ansprüche an sich selbst. So ist die Buchhaltung papierfrei, alle Produkte sind biologisch, sofern möglich, und einmal im Jahr sammeln die Mitarbeiter am Ufer der Isar Müll.

Beispielrechnung: Bei einem Jahresverbrauch von 2.200 Kilowattstunden zahlen Sie in Hamburg im „Wirklich Ökostrom“-Tarif 67 Euro monatlich.

Kundensupport Thorben Tews

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Tarif-Übersicht

So günstig ist Ökostrom in Großstädten

Auch mit dem Wechsel in einen Ökostrom-Tarif lässt sich im kommenden Belieferungsjahr kräftig sparen. Wir zeigen Ihnen hier für eine kleine Tarif-Auswahl sowohl Kosten als auch Einsparpotenzial (gegenüber der Grundversorgung) für vier deutsche Großstädte.

Sie haben Ihren aktuellen Verbrauch im Kopf? Zusammen mit der Postleitzahl Ihrer Lieferstelle können Sie über unseren Stromrechner berechnen, ob Sie zu viel für Strom bezahlen und wie viel Sie durch einen Wechsel einsparen könnten.

Günstige Ökostrom-Tarife in Hamburg

Die jährlichen Kosten bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 2200 kWh

Grün & Günstig Strom

Kosten 672,37 €

Ersparnis 193,01 €

  • Regenerativ (EEG gefördert)60,3
  • Regenerativ39,7
  • Radioaktiver Abfall0.00
  • CO2-Emissionen0.00

eprimo PrimaKlima

Kosten 685,17 €

Ersparnis 180,21 €

  • Regenerativ (EEG gefördert)60,3
  • Regenerativ39,7
  • Radioaktiver Abfall0.00
  • CO2-Emissionen0.00

ELEKTRIZITÄT BERLIN

Kosten 685,35 €

Ersparnis 180,03 €

  • Regenerativ (EEG gefördert)60,3
  • Regenerativ39,7
  • Radioaktiver Abfall0.00
  • CO2-Emissionen0.00
Die Ersparnis berechnet sich im Vergleich zur örtlichen Grundversorgung

Günstige Ökostrom-Tarife in Berlin

Die jährlichen Kosten bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 2200 kWh

Grün & Günstig Strom

Kosten 597,58 €

Ersparnis 232,34 €

  • Regenerativ (EEG gefördert)60,3
  • Regenerativ39,7
  • Radioaktiver Abfall0.00
  • CO2-Emissionen0.00

ESWE Natur STROM

Kosten 609,33 €

Ersparnis 220,59 €

  • Regenerativ (EEG gefördert)60,3
  • Regenerativ39,7
  • Radioaktiver Abfall0.00
  • CO2-Emissionen0.00

Q.ENERGY Eco12 Plus

Kosten 610,79 €

Ersparnis 219,13 €

  • Regenerativ (EEG gefördert)60,3
  • Regenerativ39,7
  • Radioaktiver Abfall0.00
  • CO2-Emissionen0.00
Die Ersparnis berechnet sich im Vergleich zur örtlichen Grundversorgung

Günstige Ökostrom-Tarife in Köln

Die jährlichen Kosten bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 2200 kWh

ESWE Natur STROM

Kosten 639,70 €

Ersparnis 178,46 €

  • Regenerativ (EEG gefördert)60,3
  • Regenerativ39,7
  • Radioaktiver Abfall0.00
  • CO2-Emissionen0.00

ELEKTRIZITÄT BERLIN

Kosten 643,91 €

Ersparnis 174,25 €

  • Regenerativ (EEG gefördert)60,3
  • Regenerativ39,7
  • Radioaktiver Abfall0.00
  • CO2-Emissionen0.00

E.ON Strom Öko

Kosten 644,71 €

Ersparnis 173,45 €

  • Regenerativ (EEG gefördert)60,3
  • Regenerativ39,7
  • Radioaktiver Abfall0.00
  • CO2-Emissionen0.00
Die Ersparnis berechnet sich im Vergleich zur örtlichen Grundversorgung

Günstige Ökostrom-Tarife in München

Die jährlichen Kosten bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 2200 kWh

ESWE Natur STROM

Kosten 603,66 €

Ersparnis 128,16 €

  • Regenerativ (EEG gefördert)60,3
  • Regenerativ39,7
  • Radioaktiver Abfall0.00
  • CO2-Emissionen0.00

ELEKTRIZITÄT BERLIN

Kosten 608,12 €

Ersparnis 123,70 €

  • Regenerativ (EEG gefördert)60,3
  • Regenerativ39,7
  • Radioaktiver Abfall0.00
  • CO2-Emissionen0.00

Grün & Günstig Strom

Kosten 612,98 €

Ersparnis 118,84 €

  • Regenerativ (EEG gefördert)60,3
  • Regenerativ39,7
  • Radioaktiver Abfall0.00
  • CO2-Emissionen0.00
Die Ersparnis berechnet sich im Vergleich zur örtlichen Grundversorgung
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Vieles noch schwammig

Darauf sollten Sie bei Ökostrom achten

Noch gibt es in Deutschland keine verbindlichen Standards für Ökostrom. Ein Punkt, den Experten kritisieren. Zwar gibt es inzwischen einige Siegel und Zertifikate, die Strom als Ökostrom ausweisen – doch die Auflagen für diese Auszeichnungen sind unterschiedlich streng und unterschiedlich teuer.

Anbieter, die für ihren Strom beispielsweise über das Renewable Energy Certificate System (RECS) Zertifikate kaufen, dürfen ihren Graustrom anschließend als Ökostrom vermarkten. Selbst dann, wenn sie selbst gar keinen Strom aus erneuerbaren Quellen herstellen. Ein kritischer Blick auf die Bewertungskriterien empfehlen wir daher jedem, der nach einem Ökostrom-Tarif sucht. Aber es gibt auch Ökolabel, die dem Verbraucher zuverlässig dabei helfen, beim Strompreisvergleich umweltfreundliche Anbieter zu erkennen. Mehr über Ökostromsiegel erfahren Sie weiter unten.
Ein reiner Ökostromanbieter zeichnet sich durch die Einhaltung folgender Kriterien aus:

  • Der Ökostrom des Anbieters besteht zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energien.
  • Er kann nachweisen, dass er den nachhaltigen Ausbau von erneuerbaren Energien in Deutschland fördert.
  • Er ist unabhängig von Kohle, Atomkraft und Öl.

Wer Ökostromanbieter vergleicht, sollte ganz genau hinschauen. Es ist nicht alles grün, wo Öko dran steht.

Strom aus der Natur

Ökostrom oder grüner Strom galt lange Zeit als teurer Strom für Ökos – ein Sondertarif, für den sich nur die ganz Umweltbewussten interessierten. Das hat sich inzwischen mehr als geändert. Umweltbewusst zu leben hat heute einen ganz neuen Standard und wird zunehmend günstiger, spätestens nach dem erklärten Atomausstieg Deutschlands.

Seither steigt das Interesse an nachhaltigen und erneuerbaren Energiequellen. Inzwischen kann Strom aus Windkraft, Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse sowie Erdwärme gewonnen werden.

Strom aus Windkraft

Die bedeutendste und aussichtsreichste Form der erneuerbaren Stromproduktion ist die Windkraft. Jeder kennt sie: Die Windräder, die mittlerweile fast überall zu finden sind und sich nicht mehr bloß auf die windreichen Küstenregionen beschränken. Durch eine größere Entfernung zum Erdboden und längere Rotorblätter lassen sich Windkraftanlagen sogar in Waldflächen und windärmeren Gegenden wirtschaftlich betreiben und verbreiten sich von den windreichen Küstenregionen in das deutsche Binnenland. Bei zunehmender Höhe der Anlage weht der Wind nämlich stärker und gleichmäßiger, weitestgehend unabhängig vom Standort.

Die Rotorblätter der Windkraftanlage werden durch den Auftrieb angetrieben, der beim Vorbeiströmen des Windes an den Rotorblättern entsteht. Dabei wird die Bewegungsenergie des Windes in mechanische Rotationsenergie umgewandelt – das Windrad dreht sich. Mithilfe eines Generators wird die Rotationsenergie dann in elektrische Energie umgewandelt und kann zu den Verbrauchsschwerpunkten transportiert werden. Auf diese Weise hat sich die Windkraft den größten Anteil am deutschen Strommix erwirtschaftet – mit 27 Prozent wird der meiste Strom aus Windenergie gewonnen.

Eine zunehmende Bedeutung wird dem sogenannten „Repowering“ von Windkraftanlagen zugeschrieben. Dabei werden veraltete Anlagen durch neue Anlagen mit höherer Leistung ersetzt. Auf diese Weise kann mehr grüner Strom erzeugt werden, ohne dass neue Flächen für die Windenergienutzung erschlossen werden müssen. Neben dem „Repowering“ gewinnt auch die Errichtung von Offshore-Windenergieanlagen an Bedeutung. Die Windparks in der Nord- und Ostsee tragen schon jetzt dazu bei, dass der Windsektor rasch wächst, der Ausbau wird aber dennoch weiterhin durch die Politik vorangetrieben.

Windkraft

Moderne Windkraftanlagen wandeln die Bewegungsenergie des Windes mithilfe eines Generators in elektrische Energie um.

Solarenergie

Sonnenenergie kann vielfältig genutzt werden. Ein bekanntes Beispiel sind Photovoltaikanlagen, die mit Solarzellen Sonnenlicht in Strom oder Wärme umwandeln.

Biomasse

Biomasse wird verfeuert und kann durch verschiedene Methoden in Wärme, Kraftstoff und Strom umgewandelt werden.

Wasser

In Wasserkraftwerken wird die Strömung des Wassers genutzt, um Turbinen zu beschleunigen. Die so gewonnene Energie wird mit Generatoren in Strom umgewandelt.

Unsere Experten sind für Sie da

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Mit Ökostrom Schritt für Schritt zur Energiewende

Ökostrom soll einen Beitrag zur Energiewende in unserem Land leisten. Das Ziel der Bundesregierung ist es, eine nachhaltige und unabhängige Energieversorgung aufzubauen, deren Erzeugung CO2-neutral ist. Langfristig soll also der komplette Strom aus erneuerbaren Quellen stammen. Das Ziel bis 2050 besagt, dass 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen werden sollen.

Die Entwicklung zeigt jedoch, dass Ökostrom nicht in dem erhofften Maße zur Energiewende beiträgt. Zwar liegt der Anteil an Ökostrom in Deutschland Stand 2020 erstmals bei fast 50 Prozent, zurückzuführen ist das allerdings überwiegend auf Sonderfaktoren. So brachte der Februar starken Wind und der März viele Sonnenstunden. Hinzu kam, dass aufgrund der Corona-Maßnahmen viele Produktionen in der Industrie vorübergehend still standen. Wäre der Stromverbrauch in Deutschland 2020 gemessen an den Vorjahren gleichbleibend gewesen, hätten erneuerbare Energien rund 44 Prozent des Strombedarfs abgedeckt. Den größten Anteil am erzeugten Ökostrom hatten dabei Windenergieanlagen an Land.

Ein Problem der erneuerbaren Energiequellen: Sie sind zu großen Teilen wetterabhängig. Weht kein Wind und scheint keine Sonne, kann es zu Versorgungsengpässen kommen. Weht zu viel Wind, müssen Windkraftwerke heutzutage teilweise abgeschaltet werden, um die Netze nicht zu überlasten. Um das zu verhindern und die Energieversorgung ausreichend flexibel zu gestalten, ist der Ausbau von leistungsfähigen Speichern notwendig. Gäbe es flächendeckend geeignete Speicher zur Aufnahme der erzeugten Energie, ließe sich langfristig vollständig auf fossile Energieträger verzichten.

Großes Potential für den Ausgleich von Versorgungsengpässen bietet außerdem Energie aus Biomasse – vor allem Biogas, welches neben sauberem und regelbarem Ökostrom auch Wärme liefert. Der große Vorteil liegt in der unkomplizierten Speicherfähigkeit und der Vielseitigkeit des Biogases. Also eine gute Ergänzung zu den wetterabhängigen erneuerbaren Energien.

Ein weiterer wichtiger Faktor auf dem Weg zur Energiewende ist der Aus- und Umbau der Stromverteilnetze. Die flächendeckende Nutzung von Ökostrom stellt nämlich andere Anforderungen an das Netz als eine überwiegende Versorgung durch fossile Energieträger. Die Energieversorgung durch fossile Brennstoffe und Kernenergie hat ihre Erzeugungsschwerpunkte in großen Kraftwerken und die Netze sind darauf ausgelegt, den erzeugten Strom von dort zu den Verbrauchern zu transportieren. Bei einer fast ausschließlichen Versorgung durch erneuerbare Energien wird sich ein Strukturwandel vollziehen. Es wird mehr und vor allem kleinere Anlagen zur Energieversorgung geben, die die Ausgangspunkte des Stromtransports werden. Bei einem Ausbau von Photovoltaikanlagen auf privaten Hausdächern wird es deutlich höhere Anforderungen an die Verteilnetze geben, damit nicht gebrauchter Strom an anderer Stelle nutzbar gemacht werden kann. Auch der Ausbau von kleineren lokalen Biogasanlagen steigert den Ausbaubedarf der Netze.

Ist Ökostrom trotzdem sinnvoll?

Ja, Ökostrom ist sinnvoll!

Zum einen trägt die öffentliche Wahrnehmung dazu bei, dass die Ziele der Energiewende erreicht werden können. Zum anderen wird die Energieunabhängigkeit Deutschlands gestärkt, da weniger Energieträger wie Erdöl oder Gas importiert werden müssen.

Was ein Ökostromvertrag jedoch nicht garantiert, ist, dass tatsächlich Strom aus erneuerbaren Quellen aus der eigenen Steckdose kommt. Das Netz ist immer eine Mischung aus allen Energiequellen, die aktuell Strom einspeisen. Somit fließt aus den Steckdosen immer eine Mischung, die, unabhängig vom gewählten Anbieter, prinzipiell immer gleich ist.

Vorteile Ökostrom

  • umweltfreundlich
  • leistet einen Beitrag zur Energiewende
  • treibt energiepolitische Ziele voran
  • je mehr Ökostrom Deutschland selbst produziert, desto unabhängiger wird unser Land von Stromimporten
  • fördert den vollständigen Atomausstieg

Dennoch haben Verbraucher die Möglichkeit, die Art der Energieerzeugung durch einen Ökostromvertrag zu verändern. Wer Strom aus erneuerbaren Quellen bezieht, stärkt damit Erzeuger, die auf diese Energiequellen setzen. Dies ermöglicht Investitionen in den Sektor beziehungsweise senkt mittelfristig den Anteil an Strom, der durch fossile Brennstoffe erzeugt wird.
Ökostrom kann leicht teurer sein als Strom aus anderen Tarifen. Teilweise liegt dies auch an zusätzlichen Kosten, die bei den Ökolabeln anfallen. Diese fließen jedoch in den Ausbau der erneuerbaren Energien; ein Vergleich mit fossilen Energieträgern fällt daher schwer.

Ebenso werden einige der Kosten, die bei der Stromerzeugung durch fossile Energieträger oder durch Atomkraft anfallen, nicht auf den Strompreis umgelegt, z.B. Kosten, die durch die Endlagerung von Atommüll entstehen. Mittelfristig rechnen Experten damit, dass Strom aus erneuerbaren Energien ähnliche Kilowattstundenpreise erreicht wie Strom aus fossilen Brennstoffen.

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FAQ

Häufige Fragen zu Ökostrom

Sie haben Fragen zu Ökostrom? Wir haben die Antworten. Hier sind die häufigsten Fragen, die Verbraucher zum Thema Ökostrom haben, beantwortet.

Ökostrom, der mit dem Siegel „Grüner Strom“ ausgezeichnet ist, ist zu 100 Prozent echter Ökostrom. Das Siegel ist zugleich das älteste in Deutschland und das aussagekräftigste. Mehr zu den Siegeln, die es hierzulande für Ökostrom gibt, lesen Sie hier.

Echter Ökostrom wird aus erneuerbaren Quellen (Wind, Wasser, …) gewonnen. In Deutschland gibt es bereits ein paar Anbieter, die Sie mit diesem Strom beliefern können. Dazu zählen unter anderem Green Planet Energy eG und Lichtblick. Mehr über echte Ökostromanbieter in Deutschland lesen Sie hier.

Ökostromtarife sind günstiger als die Grundversorgungstarife, allerdings in vielen Fällen noch etwas teurer als Stromtarife freier Anbieter. Eine kWh Ökostrom kostet je nach Anbieter um die 27 Cent und ist damit wesentlich günstiger als der aktuelle Durchschnittspreis für Strom (31,94 Cent/kWh).

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Eine Übersicht

Das steckt hinter Ökostromsiegeln

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom. Um dazwischen zu unterscheiden, gibt es verschiedene Siegel in Deutschland. Doch auch hier gilt: Schauen Sie genauer hin! Viele Stromanbieter werben beispielsweise mit der Zertifizierung vom TÜV Rheinland. Das fordert zwar die Förderung erneuerbarer Energien, legt jedoch keine konkreten Richtlinien fest. Ähnlich schwammig ist das Label Renewable PLUS. Um dieses Siegel zu erhalten, müssen Anbieter Investitionen in erneuerbare Energien tätigen, die größer sind als die Einnahmen für den Verkauf von Herkunftsnachweisen des Stroms. Die Herkunftsnachweise werden meist zu sehr niedrigen Preisen gehandelt. Auf einem ähnlichen Prinzip basiert das Label HKN Neu 100. Es bescheinigt zwar, dass der Strom aus Anlagen stammt, die nach dem EEG gefördert werden, jedoch sind diese Herkunftsnachweise wieder günstig zu haben. Welche Label hingegen wirklich aussagekräftig sind, zeigen wir im Folgenden.

Das Ökostromlabel der Umweltverbände

Grüner Strom-Label

Das „Grüner Strom“-Label ist das älteste Ökostrom-Siegel Deutschlands und auch das strengste. Es wurde 1998 u.a. von den Umweltverbänden BUND, NABU und DNR gegründet und wird bis heute von ihnen getragen. Stromanbieter mit dieser Zertifizierung liefern 100 Prozent echten Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen. Sie dürfen weder direkt an Atomkraftwerken beteiligt sein noch am Handel mit RECS-Zertifikaten teilnehmen. Noch wichtiger jedoch ist, dass sie in Energiewende-Projekte investieren, pro Kilowattstunde einen Cent – kein anderes Siegel verlangt einen so hohen Beitrag. Inzwischen wurden auf diese Weise mehr als 1.400 Projekte realisiert und co-finanziert.

Grüner Strom Label der Umweltverbände.

Das Zeichen grüner Energie

ok-power

Mit dem ok-power-Label ausgezeichnete Tarife haben einen nachgewiesenen Mehrwert für die Umwelt. Anforderungen sind zum einen, dass Stromanbieter keine Anteile an Atom- oder Kohlekraftwerken besitzen dürfen und den Ausbau erneuerbarer Energien aktiv fördern. Der Förderbeitrag liegt bei 0,5 Cent/kWh für innovative Projekte. Zum anderen müssen verbraucherfreundliche Vertragskonditionen gewährleistet sein. Das bedeutet, dass es weder Vorkasse noch Mindestabnahmemengen oder lange Vertragslaufzeiten gibt. Hinter dem Label steckt der gemeinnützige Verein EnergieVision, der 2000 von WWF Deutschland, der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und dem Öko-Institut e.V. gegründet wurde. Heute tragen das Öko-Institut und das Hamburg-Institut den Verein.

Ok-Power Gütesiegel.

CMS Standard 82 EE02

TÜV SÜD

TÜV SÜD vergibt für Ökostrom europaweit zwei aussagekräftige Siegel: Das CMS Standard 80 EE01 und das CMS Standard 82 EE02. Das EE02-Siegel ist das strengere der beiden. Es zertifiziert, dass

  • Ökostrom zeitgleich in gleicher Menge zum Verbrauch eingespeist wird,
  • Stromanbieter und Verbraucher sich im gleichen  Verbundnetz (Kontinentaleuropa, Skandinavien, United Kingdom, Irland) befinden,
  • nur offizielle Herkunftsnachweise des Stroms sowie TÜV-Süd-Zertifikate akzeptiert wurden.
TUEV SUED Logo EE02

Internationales Ökostrom-Siegel

EKOenergie

Auch an das internationale Label EKOenergie können sich Verbraucher halten. Dieses Zertifikat erhalten Anbieter nur dann, wenn sie Ökostrom aus naturverträglichen Anlagen vertreiben. Dies beinhaltet, dass die Kraftwerke nicht in Natur- oder Vogelschutzgebieten sowie Welterbestätten der UNESCO stehen dürfen. Außerdem darf die Natur nur geringfügig verändert werden und pro verkaufte Megawattstunde Strom müssen 10 Cent in einen Umweltfonds investiert werden.

Das Bild zeigt das Logo von EKOenergy.

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