Das Wichtigste zur Versorgerablehnung

  1. Auch bei einer Ablehnung stehen Sie nie ohne Strom und Gas da. Dafür gibt’s die Grundversorgung.
  2. Sie wurden abgelehnt? Einfach einen neuen Wechsel zu einem anderen Anbieter starten.
  3. Achten Sie beim Wechseln auf die Richtigkeit Ihrer Angaben, manchmal kann ein simpler Zahlendreher oder Tippfehler Grund dafür sein, dass Sie nicht als Kunde angenommen werden.
  4. Anbieter können Sie wegen Bonität, inkorrekten Angaben, grundlos oder einfach deshalb ablehnen, weil Sie Ihren alten Anbieter nicht rechtzeitig gekündigt haben.
  5. Eine Versorgerablehnung ist ärgerlich, aber nicht schlimm. Wir als Wechsel-Experten wissen, wovon wir sprechen. Sie können Ihren Wechsel auch einfach an uns abgeben – und wir kümmern uns um alles.
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Abgelehnt?

Gründe für eine Ablehnung

  • Bonität: Haben Sie Schulden? Zahlen Sie unregelmäßig Ihre Stromrechnungen? … Dann kann Ihre Bonität der Grund sein, aus dem Ihr Anbieter Nein zu Ihnen sagt.
  • Falsche Angaben: Sie beantragen den Wechsel zum neuen Anbieter und geben aus Versehen (oder bewusst) falsche Informationen an. Ein beliebter Fehler ist ein Zahlendreher in der Zählernummer. Also immer die Zählernummer checken!
  • Fehlende Kündigung: Sie haben zu spät Ihren alten Anbieter gekündigt oder den Wechsel nicht früh genug angestoßen, sodass Ihr alter Vertrag nicht rechtzeitig gekündigt wurde? Dann ist Ihre Kündigung nicht valide und Sie können gar nicht wechseln.

Grundlos abgelehnt – das steckt dahinter

Im vergangenen Jahr haben wir 20.000 Kundenverträge ausgewertet und dabei festgestellt, dass rund jeder zehnte Vertrag abgelehnt wurde. Für 2020 haben wir erneut eine solche Studie durchgeführt – das Ergebnis: Inzwischen wird bei manchen Anbietern jeder fünfte Vertrag abgelehnt.

Nicht jede Ablehnung davon ist begründet. Vattenfall beispielsweise, 2019 noch verantwortlich für die meisten Ablehnungen (22 Prozent) in unserer Studie, schickte auch mal solche Antwortmails:

Eine Information des Versorgers Vattenfall, in der dieser mitteilt, dass eine Belieferung nicht möglich ist.
Vattenfall lehnte einen unserer Kunden ab und schickte daraufhin diese E-Mail. Warum unser Kunde abgelehnt wurde, geht daraus nicht hervor. (Screenshot: Wechselpilot)

Grundlos abgelehnt. Dieses Phänomen gibt es nur bei freien Tarifen, also denen außerhalb der Grundversorgung. Die Grundversorgung – im Gegensatz zum freien Markt – ist gesetzlich in der StromGVV bzw. GasGVV geregelt und Anbieter müssen sich entsprechend an Vorschriften halten. Anders ist das für Anbieter von freien Tarifen. Sie haben mehr Spielraum und dürfen Kunden auch grundlos ablehnen.

Was Ihnen und uns bleibt, ist, zu spekulieren. Wir haben zum Beispiel 2019 beobachtet, das vermehrt Kunden betroffen waren, die zwischen 1.000 und 2.000 kWh Strom pro Jahr verbrauchten. Ein verhältnismäßig niedriger Verbrauch, für Einzelhaushalte aber vollkommen normal – und für Energieanbieter vermutlich aus wirtschaftlicher Sicht nicht rentabel genug.

Wechselfreudige Kunden besonders gefährdet?

Ein weiterer möglicher Grund, den Versorger jedoch lieber für sich behalten: Sie möchten keine wechselfreudige Kunden, die nach einem Jahr kündigen. Von denen profitieren Energieunternehmen kaum bis gar nicht. Es sind die langfristigen, treuen Kunden, an denen Anbieter interessiert sind – und bei denen sie nach und nach die Preise erhöhen können. Dazu haben wir Daten von 2017 bis 2020 ausgewertet, die einen deutlichen Trend widerspiegeln: Versorger lehnen vermehrt im Frühjahr und Herbst Kunden ab. Sprich dann, wenn Kunden typischerweise ihren Anbieter wechseln.

Woher Versorger allerdings ahnen, dass jemand zu den wechselfreudigen Kandidaten gehört, ist eine ganz andere Geschichte.

Tipps

Abgelehnt – und jetzt?

  • Ist Ihr alter Stromvertrag bereits gekündigt und sie erhalten eine Ablehnung, rutschen Sie automatisch in die Grundversorgung. Der Nachteil: Die Grundversorgung ist recht teuer. Der Vorteil: Sie haben eine zweiwöchige Kündigungsfrist. Also einfach neuen Stromanbieter suchen und dorthin wechseln!
  • Ist Ihr alter Stromvertrag noch nicht gekündigt und Sie wurden abgelehnt, verlängert sich Ihr alter Vertrag automatisch um die Mindestvertragslaufzeit. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn Sie grundlos abgelehnt wurden oder aufgrund eines einfachen Tippfehlers. Aber auch in diesem Fall gilt: Stoßen Sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen neuen Wechsel an. Dann haben Sie zumindest im nächsten Jahr den Wechselaufwand nicht.

Erneut wechseln: Geht das wirklich?

Ja, Sie können einen neuen Wechsel beantragen. Es gibt keine Mindestanzahl an Wechseln, die Sie pro Jahr nicht überschreiten dürfen.

Angenommen, Sie wurden von Ihrem Versorger aufgrund schlechter Bonität abgewiesen. Auch dann können Sie einen neuen Wechsel zu einem anderen Anbieter beantragen. Nicht jeder Strom- und Gasanbieter prüft die Schufa der potenziellen Kunden. Zudem: Jeder Anbieter gewichtet die Angaben Ihrer Schufa anders. Einzige Ausnahme natürlich: Sie haben Schulden bei Ihrem alten Versorger.

Reibungsloser Wechsel

So werden Sie nicht abgelehnt

  • Kündigen Sie rechtzeitig Ihren Anbieter! Im besten Fall so früh wie möglich, also vier bis sechs Wochen vor Ablauf der Kündigungsfrist. Am wichtigsten dabei ist, dass Sie die Kündigung selbst in die Hand nehmen und sie nicht Ihrem künftigen Anbieter überlassen. Sollte dieser Sie nämlich ablehnen, wird er Ihren alten Anbieter nicht kündigen. Im schlimmsten Fall können Sie dann nicht mehr selbst kündigen und Ihr aktueller Vertrag verlängert sich. Haben Sie hingegen rechtzeitig gekündigt, bleibt Ihnen auch bei einer Ablehnung noch Zeit, um einen neuen Wechsel – bei einem anderen Versorger – zu beantragen.
  • Bleiben Sie anonym! Um als Verbraucher möglichst neutral und ohne Vorgeschichte einen neuen Versorger zu kontaktieren, können Sie Ihren ehemaligen Anbieter dazu auffordern, Ihre Daten zu löschen oder zu sperren.
  • Augen auf bei der Anbieterwahl! Je mehr Sie sich über Ihren künftigen Strom- oder Gasanbieter schlau machen, desto höher ist die Chance, dass Sie einen zuverlässigen Kandidaten erwischen. Sie können sich beispielsweise auf Bewertungsportalen über Ihren nächsten Versorger informieren oder die Bewertung selbst in die Hand nehmen, indem Sie beim Kundenservice anrufen.
  • Überprüfen Sie Ihre Angaben! Haben Sie alles korrekt ausgefüllt? Stimmt Ihre Zählernummer? Hat sich auch wirklich nirgendwo ein Tippfehler eingeschlichen? Bevor Sie Ihren Wechselauftrag abschicken, checken Sie die Angaben lieber noch ein zweites Mal gegen.
  • Überlassen Sie uns den Wechselaufwand! Wir kümmern uns um alles, auch um einen erneuten Wechselantrag, sollten Sie abgelehnt werden.
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